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Für den Corona-Herbst in Bayern müssen jetzt Antworten her

Maria Heinrich
Kommentar Von Maria Heinrich
12.08.2021

Für Ungeimpfte soll es ab Herbst keine kostenlosen Corona-Tests mehr geben. Der Beschluss klingt einfach, wirft allerdings eine ganze Reihe an ungeklärten Fragen auf.

Dass Bund und Länder beschlossen haben, für ungeimpfte Menschen in Deutschland keine kostenlosen Corona-Tests mehr anzubieten, ist eine gute Entscheidung. Es ist richtig, dass die Allgemeinheit von Oktober an nicht mehr für diejenigen aufkommen muss, die sich nach Lust und Laune testen lassen, sich aber gleichzeitig hartnäckig gegen eine Impfung sträuben. Falsch wäre es allerdings, die Testkapazitäten in Bayern nun drastisch einzuschränken und die Test-infrastruktur abzubauen.

Um auf das schlimmste Szenario vorbereitet zu sein, braucht es Tests

Dass die Corona-Pandemie im Herbst in eine vierte Welle gehen wird, ist gewiss. Wie steil oder flach sie sich allerdings aufbauschen wird, kann man aktuell nur vermuten. Um auf das schlimmste Szenario vorbereitet zu sein, müssen deshalb genügend Tests zur Verfügung stehen.

Auch für geimpfte Personen muss weiterhin die Möglichkeit bestehen, sich jederzeit kostenlos testen zu lassen. Selbst wenn sie für einen Besuch im Restaurant oder im Kino keinen Test mehr brauchen, heißt das noch lange nicht, dass sie sich nicht mehr testen lassen werden. Was ist zum Beispiel, wenn sie Erkältungssymptome haben und sichergehen wollen, dass sie weder Angehörige noch Kollegen im Büro anstecken? Oder wenn sie Oma und Opa im Seniorenheim besuchen wollen und dort für den Besuch trotz Impfung ein negativer Test vorgeschrieben ist?

Welche Strategie gilt für den Herbst? Antworten müssen her

Zu viele Fragen, wie es im Herbst mit der Teststrategie und Corona weitergeht, sind noch offen. Die Bayerische Staatsregierung ist deshalb jetzt gefragt, so schnell wie möglich Antworten auf die vielen ungeklärten Punkte zu geben.

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16.08.2021

Vielleicht könnte es damit beginnen, dass der bayerische Gesundheitsminister zuerst mit den Hausärzten und den Impfstationen klärt, wie es mit der dritten Impfung ausschauen bzw. weitergehen soll:
TV berichtet darüber, AZ berichtet darüber, aber die Impfzentren haben keine Ahnung davon -> publik vor Realität?

Für ALLE:
die dritte Impfung ist aktuell nur ein geistiger Pfurz unsers bayerischen Gesundheitsministers und in keinster Weise abgesprochene Vorgehensweise

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