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Kommentar
23.03.2015

Georg Schmid akzeptiert Urteil: Ein kluger Schritt?

Das Urteil für den Georg Schmid, den früheren Spitzenpolitiker aus Donauwörth, lautet: 16 Monate auf Bewährung, dazu 120000 Euro Geldstrafe.
Foto: Wagner

Georg Schmid hat sich mit seiner Entscheidung, das Urteil zu akzeptieren, sicher einen Gefallen getan. In einem weiteren Verfahren hätte die Strafe noch höher ausfallen können.

Man könnte sagen, am Ende ist er noch klug geworden, doch für Häme ist im Fall Georg Schmid keinerlei Platz. Aber sicher ist sein Schritt, das Urteil zu akzeptieren, eine weise Entscheidung.

In den vergangenen zwei Jahren mussten wir Schmids Sturz ins Bodenlose mitansehen. Am Ende wirkte der frühere Spitzenpolitiker wie ein gebrochener Mann. Doch diese Entwicklung hat er sich selbst zuzuschreiben. Er hat grobe Fehler gemacht. Der erste war, im Jahr 1991 seine Frau als Scheinselbstständige auf Kosten des Steuerzahlers zu beschäftigen. Der jüngste war, sich als finanziell ruiniert darzustellen. Noch im Prozess flog diese Strategie auf. Schmid verfügt über Immobilienbesitz im Millionenwert. Seine Pension, die der Richter „fürstlich“ nannte, wird er behalten.

Das Urteil im Fall Georg Schmid ist rechtskräftig

Das Strafverfahren zu beenden, ist auch klug, weil in einem neuen Prozess die Strafe höher hätte ausfallen können. Zudem wird der Streit an anderen Fronten weitergehen: Die Rentenversicherung will Geld zurück, der Landtag eventuell auch. Andere Menschen in seiner Lage würden sich mit solchen Altersbezügen im Süden zur Ruhe setzen. Das entspricht aber nicht dem Naturell des Georg Schmid.

Georg Schmid akzeptiert Urteil: Ein kluger Schritt?
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Der Prozess gegen CSU-Politiker Georg Schmid
Foto: Marcus Merk
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