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Söder muss beim Klimawandel den Worten jetzt Taten folgen lassen

Kommentar Von Uli Bachmeier
21.07.2021

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder prescht in seiner Regierungserklärung in Sachen Klimaschutz voran. Doch geht er mit seinen Versprechungen weit genug?

Das Bekenntnis zum Klimaschutz in Söders Regierungserklärung kommt mit einiger Wucht daher. Der Ministerpräsident und CSU-Chef geht deutlich weiter, als es großen Teilen seiner Partei und großen Teilen der Freien Wähler recht ist. Ob er weit genug geht, um mit dem Klimaschutz ernst zu machen, wird sich freilich erst im Vollzug zeigen.

Das Versprechen für 500 neue Windräder? Wenig glaubhaft!

Bereits in den vergangen Jahren glänzte die Staatsregierung mit Ankündigungen, die sich danach als leere Versprechungen erwiesen. Von den 100 Windrädern, die im Staatswald neu gebaut werden sollten, ist bisher fast nichts zu sehen. Jetzt verspricht Söder mindestens 500 neue Anlagen. Das ist – bis zum Beweis des Gegenteils – wenig glaubhaft.

Ähnlich ist es mit dem Bekenntnis zum Schutz der Moore, die als CO2-Speicher eine eminent wichtige Funktion für den Klimaschutz haben. Auch hier gab es Ankündigungen. Auch hier hinkt der Vollzug weit hinterher.

Einzig beim Ausbau der Photovoltaik hat Bayern einige Erfolge nachzuweisen. Hier freilich ist es so, dass weit mehr möglich gewesen wäre. Privat finanzierte Anlagen auf staatlichen Gebäuden sollen erst jetzt möglich gemacht werden. Das hätte längst geschehen können.

Die Gefahr, dass Söders Konzept im politischen Handeln zerbröselt, ist groß

Söder hat versucht, aus den widerstreitenden Interessen in seiner Regierungskoalition ein Gesamtkonzept zu zimmern. Sein Grundsatz, dass nur ein breit angelegter und wissenschaftlich fundierter Klimaschutz, der alle möglichen Handlungsfelder umfasst, zielführend sein kann, ist nicht zu kritisieren. Die Regierungserklärung ist allerdings nicht nur von diesem Gedanken getragen. Sie ist auch ein Kompromiss in einer Regierung, die sich in vielen Punkten noch längst nicht einig ist. Die Gefahr, dass Söders Konzept im praktischen politischen Handeln wieder zerbröselt, ist groß. Und selbst wenn es so kommt wie angekündigt, wäre es bestenfalls ein Anfang.

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25.07.2021

Herr Kamm, besten Dank für Ihre späte Antwort. Ich darf Ihnen versichern, ich interessiere mich für das Thema und kenne die Bandbreite der Klimaszenarien, denn einer meiner Enkel nimmt regelmäßig an FFF-Demonstrationen teil.
Im Gegenzug vermute ich, dass es Ihnen sehr wohl bewusst ist, Sie es aber nicht offenlegen wollen, dass es in der Klimaforschung aufgrund der vorhandenen Unsicherheiten vorwiegend Wenn-Dann-Analysen gibt, aber keine exakten Vorhersagen. Ich erlaube mir, in diesem Zusammenhang auf https://wiki.bildungsserver.de/klimawandel/index.php/Klimaszenarien_(einfach) hinzuweisen. Hier der erste Satz der Zusammenfassung: „Die Kombination der oben genannten Unsicherheiten führt zu einer unbegrenzten Anzahl an möglichen Zukünften mit einer großen Spanne an denkbaren Klimazuständen zum Ende des 21. Jahrhunderts und darüber hinaus“

Auch das Klimasystem reagiert schneller auf das Treibhausgas (THG) CO2 als von Ihnen angesprochen: https://www.scinexx.de/news/geowissen/klima-co2-braucht-zehn-jahre/

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26.07.2021

Herr Eimiller, verständlicherweise sind Prognosen nahezu immer "Wenn-Dann-Aussagen".
Zum Beispiel: Wenn Bayern nicht wenigstens so viele PV-Anlagen und Windkraftwerke baut, wie es nötig ist, um den Stromverbrauch mit eigener Stromversorgung CO2-frei zu erzeugen, wird Bayern nicht seinen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Was ist eigentlich Ihre Meinung, wie wir unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten sollen? Und bitte bedenken Sie, dass es zwischen dem THG-Gehalt in der Atmosphäre und der Erdaufheizung einen direkten Zusammenhang gibt.

Raimund Kamm

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26.07.2021

Herr Kamm, ich begrüße sehr das neue Klimaschutzgesetz und das Sofortprogramm der Regierung. Wie Sie wissen, verpflichtet sich Deutschland darin bis 2045 klimaneutral zu werden. Ich denke, dieser unser Beitrag ist ausreichend; China will erst 2060 klimaneutral werden.
Abschließend möchte ich Ihrer Aussage zum Zusammenhang zwischen THG-Gehalt in der Atmosphäre und Erdaufheizung voll zustimmen: Ja, die Treibhausgase bewirken den Treibhauseffekt. Ist aber auch, glaube ich, nicht umstritten. Der Streit beginnt m. E. bei der Frage nach dem anthropogenen Anteil.

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25.07.2021

Helmut Eimiller 22.07.2021

>> "Wir setzen mehr als doppelt so viel Treibhausgase je Einwohner frei als der durchschnittliche Erdbürger." Herr Kamm, Sie wissen aber schon, dass wir im Winter heizen müssen, ein Industrieland sind und die Atomkraftwerke schon teilweise vom Netz genommen haben?<<

Herr Eimiller, vermutlich ist Ihnen die Dramatik der Erderhitzung noch nicht bewusst.
Der Temperaturanstieg unserer Erde folgt wegen vieler Pufferungen gerade durch die Meere erst viele Jahren später den Emissionen der Treibhausgase. Unsere heutige durchschnittliche Erdtemperatur entspricht schätzungsweise dem THG-Gehalt unserer Erde, wie wir ihn vor einigen Jahrzehnten hatten.
Hinzu kommt, dass wir bald im Weltklimasystem Kipppunkte wie dem Rückgang des arktischen Meereises oder dem Auftauen der Permafrostböden überschreiten werden, nach denen sich die Aufheizung von alleine beschleunigt.

Umso wichtiger ist, auch unsere Heizungen zu dekarbonisieren. Das geht über elektrische Wärmepumpen wie über kalte und warme Nahwärmenetze. Letztere natürlich nur mit CO2-frei erzeugter Wärme.

Schlimm, dass wir in Bayern nicht einmal ansatzweise die ausreichend vorhandenen Naturenergien schonend nutzen, um in allen vier Bereichen (Strom, Verkehr, Wärme und chemische Grundstoffprozesse) uns klimaschonend zu versorgen. Die Techniken stehen bereit und sind dank großer technischer Fortschritte preiswert geworden.

Raimund Kamm

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24.07.2021

@ PETER P.

"die Lage sei ausser Kontrolle geraten, als sich von der Ahr mitgerissene «Campingmobile und Öltanks, grosse Bäume und Autos» in einer Brücke verkeilt hätten."

Was wollen Sie damit beweisen? Dass der Klimawandel nichts mit dem Ereignis zu tun hat? Oder, dass der Brückendurchlass eigentlich so durchlässig sein müsste, dass Campingmobile, große Bäume, Autos und Lkw's locker durchkommen? Einfach lächerlich - da war schon vor der Brücke einiges los.

Und das hat eine Hauptursache, auf die von der Wissenschaft oft genug und seit Jahrzehnten immer wieder hingewiesen wurde.
Dass diese Hinweise ebenso häufig insbesondere von wirtschaftsnahen konservativen Politikern und Medien ignoriert und verharmlost
wurden, wird einmal als größtes politisches Versagen des 20./21. Jahrhunderts in den Geschichtsbüchern stehen.

Der globale Temperaturanstieg (Ursache hoher menschenverursachter CO₂-Eintrag in die Luft) hat zur Folge, dass immer mehr Wasser in der Atmosphäre gehalten werden kann. Ein Anstieg um 1° führt zu einer Steigerung um ca. 7%. Die auch durch den Temperaturanstieg sich veränderten atmosphärischen Strömungen sind ursächlich, dass sowohl Stark-Regengebiete (wie jüngst mit Clusterbildung) als auch Hitzewellen ortsfester sind als bislang. Häufigkeit und Intensität nehmen zu.

Mit zunehmend schlimmen Folgen von Starkregenereignissen in Gegenden mit engen Tallagen und einer Bebauung, die nahe an Flüsse und Bäche heranreicht und sie einengt (Folge: Sturzbäche mit hoher kinetischer Energie). Natürlich hat auch die zunehmende Flächenversiegelung Einfluss auf das Ausmaß der Zerstörungen, ist jedoch nicht der Auslöser solcher Starkregenereignisse. Entsprechend weniger schlimm sind die Folgen in ebenen flächigen Ländereien wie in Brandenburg, wo sich das Wasser verteilen kann und nicht topographiebedingt quasi kanalisiert und beschleunigt wird. Dafür richten dort zu erwartende und bereits eingetretene Hitzewellen große Schäden bis zur Wüstenbildung an.

Darauf einzugehen, welche Bedeutung bei Temperaturanstieg und sich veränderten atmosphärischen Strömungen dem Abschmelzen des Polareises, dem Auftauen der Permafrostböden zukommt, würde den Rahmen hier sprengen, ist aber leicht nachlesbar.

Gelingt es der Menschheit nicht, den Temperaturanstieg schnell vor dem Erreichen eines sog. Kipppunktes, von dem ab nichts mehr zu ändern ist, zu stoppen, dann gnade vor allem unseren Nachkommen Gott.

Häufigkeit und derart extreme Kennwerte bei Hochwasserereignissen (z. B. bei Pegelständen) an deutschen Flüssen hätte es ohne den Klimawandel in dieser Zahl und Intensität nicht gegeben.

" . . . Verheerende Überschwemmungen sind also im Wortsinn eine Jahrhundertkatastrophe – selten, aber eben doch wiederkehrend."

Ein Jahrhunderthochwasser nach dem anderen an Rhein, Elbe, Oder und eben auch an kleineren Flüssen wie Ahr, Erft, Urft, Kocher (Braunsbach), Inn und Ilz (Passau) mit verheerenden Folgen zeigen, was von solchen Aussagen zu halten ist - sie sind pure Volksverdummung. Die Bemühungen einiger Schreiber hier, den Einfluss des menschengemachten Klimawandels zu negieren, zu verharmlosen, einfach absurd.

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24.07.2021

>> Oder, dass der Brückendurchlass eigentlich so durchlässig sein müsste, dass Campingmobile, große Bäume, Autos und Lkw's locker durchkommen? Einfach lächerlich ... <<

Sehen Sie doch mal nach Österreich...

https://www.drivecon.de/de/referenzen/hubbruecke-mittersill

>> Um die Gefahr durch das Hochwasser zukünftig zu reduzieren und den Abflussquerschnitt zu erhöhen, wurde eine Hubbrücke gebaut, die bei Hochwasser elektromechanisch (Elektrohubzylinder) bis zu 1,8 m angehoben werden kann. <<

Eine der Lehren aus dem Pfingsthochwasser in Augsburg war die Beseitigung von möglichen Hindernissen im Flusslauf. Für mich erschreckend, dass nun in 2021 sog. Klimaaktivisten diesen Konsens wieder aufbrechen.

Deren zentrales Argumentationsmuster ist vielfach Verallgemeinerung, in der jede Diskussion in der Beschimpfung des Gegenüber als Leugner des Klimawandels endet.

Aktueller Klimareport des DWD:

https://www.dwd.de/DE/leistungen/nationalerklimareport/download_report_auflage-4.pdf;jsessionid=EA335B75B6ADFAFD25D95BB72C2EC524.live21072?__blob=publicationFile&v=11

Seite 22

>> Für Niederschlagsmengen von mehr als 20 mm pro Tag ist keine Änderung der Anzahl seit den 1950er-Jahren festzustellen. Die Variabilität der Anzahl der Starkniederschlagsereignisse von Jahr zu Jahr ist sehr hoch und insgesamt ist die Anzahl der Ereignisse mit 5 Tagen pro Jahr im Mittel über ganz Deutschland relativ selten. <<

Ja es wird wärmer - die steigenden Temperaturen in Seen beweisen es - einer politischen Instrumentalisierung der jüngsten Katastrophe für ein bessere grünes Wahlergebnis wird halt mancher widersprechen ;-)

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24.07.2021

@ PETER P.

"Deren zentrales Argumentationsmuster ist vielfach Verallgemeinerung, in der jede Diskussion in der Beschimpfung des Gegenüber als Leugner des Klimawandels endet."

"Leugner des Klimawandels" und AfD-Trolle, die sogar von "Klima-Lüge" oder "Klima-Klimbim" faseln, gibt es nicht wenige. Die klingen so (Originalton):

"Nochmal für Sie: Die Starkregen, die am letzten Wochenende mehr als 150 Menschen das Leben gekostet haben, haben NICHTS mit dem Klimawandel zu tun."

Die als "Leugner des Klimawandels" zu benennen ist keine Beschimpfung, sondern eine Beschreibung der Realität. Verharmloser sind nicht viel besser und die finden sich in einer bestimmten politischen Richtung leider in großer Zahl und schlimmer noch - in Regierungsverantwortung. Aus meiner Meinung, dass die ihren Tiefschlaf am besten in der Opposition fortsetzen sollten, mache ich keinen Hehl.

Den "Klimareport des DWD" ist n. m. A. ok.
Er schildert den Ist-Zustand und verzichtet im Gegensatz zur Wissenschaft weitgehend auf Projektionen wie die Beschreibung der Konsequenzen eines "Weiter-so". Es ist damit ein wenig wie mit der Bibel - für alles bietet sie das passende Zitat.

Ich finde das gestrige "SWR-Nachtcafe", wo auch Betroffene zu Wort kamen (in der Mediathek!) bedeutend interessanter und informativer.

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23.07.2021

Rheinland-Pfalz: Klimakrise legt App-Warnung lahm ?

https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/nina-app-warnung-flutkatastrophe-100.html

>> Die App NINA. Mit ihr sollen Warnungen und konkrete Handlungsanweisungen beispielsweise bei Überflutungen, Großbränden oder Terroranschlägen auf die Handys der Nutzer geschickt werden. Doch die App ist bei der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz ausgerechnet in einem besonders betroffenen Gebiet stumm geblieben. <<

Gut, dass das ZDF wenigstens im Online-Angebot eine umfassendere Sichtweise vermittelt.

Außerhalb Deutschlands werden dann auch Sachverhalte berichtet, die man hier nur selten hört:

https://www.nzz.ch/meinung/der-andere-blick/die-billigste-ausrede-nach-dem-hochwasser-der-klimawandel-ist-an-allem-schuld-ld.1636962

>> Helmut Lussi, der Bürgermeister der Gemeinde Schuld, berichtete in der «Welt», die Lage sei ausser Kontrolle geraten, als sich von der Ahr mitgerissene «Campingmobile und Öltanks, grosse Bäume und Autos» in einer Brücke verkeilt hätten. Daraufhin habe sich das Wasser seinen Weg mitten durch die Ortschaft gesucht. <<

>> Von den Vermutungen zurück zu den Tatsachen. Das besonders verwüstete Ahrtal wurde letztmals 1910 von einer vergleichbaren Flutwelle mit damals 57 Todesopfern heimgesucht. Verheerende Überschwemmungen sind also im Wortsinn eine Jahrhundertkatastrophe – selten, aber eben doch wiederkehrend. <<

Extreme Forderungen werden sich auf europäischer Ebene nun kaum durchsetzen lassen - die Wahrheit ist wie Wasser - sie findet ihren Weg...

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22.07.2021

Also ein einzelnes Wetterereignis monokausal auf den Klimawandel zurückzuführen, ist m. E. nicht möglich. Ich denke aber schon, dass der Klimawandel die Wahrscheinlichkeit für extreme Wetterereignisse begünstigt.
Die Neue Züricher Zeitung kritisiert heute: „Politik und Medien hätten es besser wissen können. Denn Hochwasserkatastrophen nach langanhaltendem Starkregen gab es schon immer. Schon vor dem Klimawandel. Auch im Ahrtal.“ - vgl. https://www.nzz.ch/international/deutschland/klimawandel-hochwasser-deutschland-ld.1636734

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23.07.2021

„Politik und Medien hätten es besser wissen können. Denn Hochwasserkatastrophen nach langanhaltendem Starkregen gab es schon immer. Schon vor dem Klimawandel. Auch im Ahrtal.“

Starkregen und waldbrandfördernde Hitze- und Dürreperioden (derzeit in den USA) gab es natürlich schon immer. Der große Unterschied ist die Häufigkeit und Intensität.
Dass die ziemlich rechtslastige NZZ das unterschlägt ist unseriös.

"Das aktuelle Ereignis lag für viele Kenngrößen außerhalb jeglicher bisheriger Beobachtungen. . . .
Nach Einschätzung der Expertinnen und Experten des KIT ist demnach vor dem Hintergrund der Klimaerwärmung generell mit mehr und stärkeren Extremereignissen zu rechnen. Dies betreffe aber nicht nur Starkregenereignisse, sondern auch Hitze- und Dürreperioden."

https://gwf-wasser.de/sonstiges/hochwasser-kit-experten-zum-unwetter-in-nrw-und-rheinland-pfalz/

Kalifornien, so prognostizieren Wissenschaftler, wird aufgrund unerträglicher Temperaturen deutlich jenseits der 40 Grad, in einigen Jahren für Menschen unbewohnbar sein.
"Für Forscher ist klar: Diese Wetterlage würde es ohne den Klimawandel nicht geben. Die außergewöhnlichen Vorkommnisse könnten nur ein Vorgeschmack auf die Zukunft auch in nördlichen Breiten wie in Deutschland sein."

https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/hitze-duerre-kanada-kalifornien-kanada-klimawandel-101.html
https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/westen-der-usa-leidet-unter-extremer-hitze-mehr-als-53-grad-imdeath-valley-in-kalifornien-gemessen/27412740.html

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23.07.2021

@VON GEORG KR. 08:11 Uhr

Herr Kr., in der Sache kein Widerspruch, zumal Aussagen im Konjunktiv, z. B. „Die außergewöhnlichen Vorkommnisse könnten nur ein Vorgeschmack auf die Zukunft auch in nördlichen Breiten wie in Deutschland sein.", ja auch eine andere Einschätzung der Entwicklung zulässt. Allerdings interessiert mich die Betroffenheit Europas vom Klimawandel mehr als die Kaliforniens, zumal in Nordamerika der CO2-Ausstoß pro Einwohner fast doppelt so hoch ist wie bei uns. (Ist in den USA mittlerweile verboten, zur kalten Jahreszeit den Motor des Van die ganze Nacht über laufen zu lassen?)

Danke für Ihren Hinweis zur NZZ. Ich schätzte diese Zeitung bisher als seriös ein, aber man kann tatsächlich nicht vorsichtig genug sein.

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22.07.2021

Vb-Wetterlagen wurden schon 1891 festgestellt.

https://de.wikipedia.org/wiki/Mittelmeertief

Schon damals waren die Dinger langsam und niederschlagsreich.

>> Da die Mittelmeertiefs oft wenig schnell ziehen oder gar stillstehen und permanent weiterpumpen, bis sie zerfallen, können diese Starkniederschlagsereignisse auch etliche Tage andauern. <<

Bemerkenswert ist die bisherige Aussage, dass diese Wetterlagen in Deutschland durch den Klimawandel weniger werden sollen:

>> Prognosemodelle sehen eine Abnahme von sommerlichen Mittelmeertiefs gegenüber Atlantiktiefs für die nächsten Jahrzehnte, aber eine Zunahme herausragender Extrema mit Vb-Charakteristik.[6] Durch die erwartete Erwärmung des zukünftigen Klimas wird prognostiziert, dass die Jährlichkeit der Vb-Zyklone abnehmen wird. Der Rückgang der Vb-Zyklone könnte dabei durch die Verlagerung der Zyklonenspur über Europa nach Norden verursacht werden. Modellierungen haben gezeigt, dass Niederschläge der zukünftigen Vb-Zyklonen die östlichen Küsten des Mittelmeers stärker, den Alpenraum hingegen weniger beeinflussen könnten als derzeitige Vb-Zyklonen.[7] <<

Die Chronologie der Ereignisse mit Zwischenstatus der Wettervorhersagen - so überraschend war es nicht.

https://wetterkanal.kachelmannwetter.com/meteorologische-chronologie-der-flutkatastrophe-im-westen-deutschlands-im-juli-2021/

Wollte mancher vielleicht für seine politischen Vorstellungen den Big-One haben? Der stets so aktivistische WDR blieb stumm...

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22.07.2021

"Bemerkenswert ist die bisherige Aussage, dass diese Wetterlagen in Deutschland durch den Klimawandel weniger werden sollen:"

"Die Wissenschaft ist sich einig: Auch in Zukunft wird es zu häufigeren und schweren Extremwetterereignissen kommen, seien es Dürren oder Starkregen, das ist eine Folge des Klimawandels. Ob ein einzelnes derartiges Ereignis auf den Klimawandel zurückgeführt werden kann, lässt sich nicht ohne Weiteres sagen, so Christian Grams vom Karlsruher Institut für Technologie:
"Von Extremereignissen spricht man, wenn eine Kenngröße, wie zum Beispiel die Niederschlagsmenge, am Rande des Spektrums vergangener Messwerte liegt, zum Beispiel im oberen Prozent der je aufgetretenen Messwerte, oder bisher gemessene Werte sogar überschreitet. Das aktuelle Ereignis lag für viele Kenngrößen außerhalb jeglicher bisheriger Beobachtungen."

https://www.br.de/nachrichten/wissen/hochwasser-durch-klimawandel-ist-das-noch-wetter-oder-schon-klimawandel,SdJcE9h

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23.07.2021

>> Das aktuelle Ereignis lag für viele Kenngrößen außerhalb jeglicher bisheriger Beobachtungen <<

Welche Kenngrößen sollen das gewesen sein? Niederschlagsmenge und Geschwindigkeit hatten wir in Deutschland schon.

https://www.wetterdienst.de/Klima/Wetterrekorde/Deutschland/Niederschlag/

Auch die vom DWD publizierten Wetterrekorde sind teilweise relativ alt.

https://www.dwd.de/SharedDocs/broschueren/DE/presse/wetterrekorde.pdf?__blob=publicationFile&v=12

Ich fühle mich hinsichtlich der Einseitigkeit der Berichterstattung inzwischen an 2015 erinnert.

Linksgrün muss es kapieren - auch mit einem deutschen Alleingang bei E-Autos, PV und Windkraft hätte man diese für ein Industrieland enorme Opferzahl nicht verhindern können. Rechtzeitige Teilentleerung von Talsperren, Evakuierung und Mobilmachung von Hilfskräften wären die richtigen aktuellen Maßnahmen gewesen.

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23.07.2021

"Rechtzeitige Teilentleerung von Talsperren, Evakuierung und Mobilmachung von Hilfskräften wären die richtigen aktuellen Maßnahmen gewesen."

Es hat schon was kafkaeskes, wie einmal mehr unsere im Nachhinein immer besonders schlauen hier versammelten Wetter-, Klima- und Katastrophensachverständigen genau wissen, was die richtigen Maßnahmen gewesen wären.

Amüsant ihre panisch-cholerischen Reaktionen falls jemand die Todsünde begeht, im Zusammenhang mit den Extremwetterereignissen auf den Klimawandel zu verweisen. Weil natürlich nicht sein kann, was aus ihrer Sicht nicht sein darf.

Als stramm Rechtskonservative wissen sie natürlich genau, dass Querdenker, Leugner des Klimawandels, Ignoranten und die Verhinderer rechtzeitiger Reaktionen auf der gleichen Seite des politischen Spektrums beheimatet sind wie sie selbst.

Einen ernst zu nehmenden Wissenschaftler, der ihre Thesen stützt, konnten sie bisher noch nicht nachweisen.

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22.07.2021

@ THOMAS T.

"Nochmal für Sie: Die Starkregen, die am letzten Wochenende mehr als 150 Menschen das Leben gekostet haben, haben NICHTS mit dem Klimawandel zu tun. Und wenn es nicht der Klimawandel war, dann kann es auch nichts mit dessen „Leugnung“ zu tun haben. Die Kausalität sollten Sie verstehen."

Dann lesen Sie mal hier:
"Wegen des Klimawandels habe sich der Strom verändert, so dass Hoch- oder Tiefdruck-Systeme länger an einem Ort stehen bleiben. „Und das ist auch jetzt wieder passiert bei dem Tiefdruckgebiet 'Bernd'“. Demnach wäre früher ein solches Tief nach zwei Tagen weitergezogen, jetzt ist es an einem Ort stehengeblieben – mit verheerenden Folgen. (Ralf Merz, Hydrologe am Helmholtz-Zentrum, Halle an der Saale)".

https://www.ksta.de/panorama/hitze-und-unwetter-klimawandel---darauf-muss-sich-deutschland-einstellen-38924772?
cb=1626971422198

"Und dann bleibt festzuhalten, die von Ihnen behauptete „Volksverdummung“ erfolgt durch Menschen, die behaupten, die Starkwetterereignisse hätten etwas mit dem Klimawandel zu tun."

Bei so hanebüchenem Unsinn, wie er von Ihnen hier verzapft wird, werde ich reagieren, obwohl mir für eine Diskussion mit AfD-Trollen jede Minute Lebenszeit zu schade ist.

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22.07.2021

Übrigens:
Es gibt in Deutschland tolle private Katastrophenhilfe!
https://www.topagrar.com/panorama/news/hochwasser-in-ahrweiler-eindruecke-helfender-landwirte-und-lohnunternehmer-12633074.html?utm_source=Maileon&utm_medium=email&utm_campaign=2021-07-22+top+agrar+NEWS+Donnerstag&utm_content=https%3A%2F%2Fwww.topagrar.com%2Fpanorama%2Fnews%2Fhochwasser-in-ahrweiler-eindruecke-helfender-landwirte-und-lohnunternehmer-12633074.html

Raimund Kamm

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22.07.2021

Der große hier gezeigte Eifer in Artikel und Kommentaren ignoriert vielfach die Situation in den anderen Bundesländern; wenn die "richtigen" an der Regierung sind, herrscht schnell das große Schweigen.

Söder übernimmt nun einfach den populistischen Mix aus PV und Wind - wenn das umgesetzt ist, wird man sehr schnell merken, dass es vor allem im Winter nicht ansatzweise reicht.

Frau Merkel hat dafür nun ja NS2 gerettet, auch wenn die Grünen noch so sehr schimpfen ;-)

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22.07.2021

@ Von Michael W. 07:38 Uhr

1. Deutschland ist beim Klimaschutz kein Vorreiter. Wir setzen mehr als doppelt so viel Treibhausgase je Einwohner frei als der durchschnittliche Erdbürger. Historisch gesehen haben wir für sogar das viertmeiste CO2 in unserer Atmosphäre deponiert.

2. Sie haben recht, in Deutschland ist der Katastrophenschutz in schlechtem Zustand. Das haben wir auch schon 1999 festgestellt als das Hochwasser hier in Pfersee eindrang, weil man das verstopfte Wehr an der Wertach nicht öffnen konnte.

3. Jeder Erdenbürger hat auch Verantwortung für unseren Planeten. All unsere Kulturen haben die ethische Regel entwickelt: Was Du nicht willst, was man Dir tut, das füge auch keinem anderen zu.
Dementsprechend muss es für uns heißen: Wenn Du nicht willst, dass man Deine Umwelt verschmutzt, gar vergiftet, vergifte auch nicht die Umwelt der anderen!

Raimund Kamm

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22.07.2021

1.) das mag stimmen, lässt aber außer Betracht, dass Deutschland als Industrienation viele Güter CO2-intensiv herstellt und in andere "CO2-sparsamere" Länder exportiert.Das sollte man der Genauigkeit halber schon berücksichtigen
2.) als Augsburger kann ich mich daran erinnern aber was haben wir daraus gelernt? Wir schwadronieren vom globalen Klimawandel aber vernachlässigen den nationalen Katastrophenschutz - das jüngste Beispiel hat in meien Augen mit fahrlässiger Tötung zu tun
3.) Die Regel ist gut aber nicht gleich in allen Kulturen. Was sie zitieren ist die populäre Ausprägungm des kategorischen Imperativs von Kant, das kommt weder im konfuzianischen Weltbild vor noch in der muslimischen Welt.
Davon abgesehen - wer Hunger hat interessiert sich erstmal nicht für die Weltenrettung.Frei nach dem Motto:"Zuerst kommt das Fressen, dann die Moral" oder in diesem Fall das Klima.

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22.07.2021

Sehr geehrter Herr Georg Kr.

auch wenn Sie diejenigen, die nicht Ihrer Meinung sind, schnell als „ultrarechten, von Klimalüge faselnden Dummschwätzer“ abkanzeln, trotzdem noch ein paar Anmerkungen.

Auch Sie kommen gegen die klare Aussage nicht an, dass die Unwetter vom letzten Wochenende nichts mit dem Klimawandel zu tun haben. Nochmal für Sie: Die Starkregen, die am letzten Wochenende mehr als 150 Menschen das Leben gekostet haben, haben NICHTS mit dem Klimawandel zu tun. Und wenn es nicht der Klimawandel war, dann kann es auch nichts mit dessen „Leugnung“ zu tun haben. Die Kausalität sollten Sie verstehen.

Derartige Sturzfluten, gab es in den betroffenen Gebieten, auch schon lange vor der Industrialisierung schon mehrmals. Neu ist die hohe Opferzahl. Und die ist tatsächlich „Menschengemacht“. Sie ist dem Totalversagen der handelnden Politiker geschuldet.

Vollkommen unbewiesene steht Ihre Behauptung im Raum, dass wir solche Ereignisse nun öfter erleben. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die zeigen, dass die Starkwetterereignisse in den letzten 50 Jahren weltweit eher ab, als zugenommen haben.
Auch in den letzten 200 Jahren, in denen die Temperaturen in etwa um 2 Grad gestiegen sind, können die nicht aufgezeigt werden. Das sind im übrigen wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse und keine Modellrechnungen.

Zum anderen hat Deutschland in den letzten 30 Jahren bei der Reduktion des Ausstoßes von CO2 großartiges geleistet. Nennen Sie mir ein Land, dass im gleichen Zeitraum seine Emissionen stärker reduziert hat. Auch beim Umwelt- und Naturschutz kann man das nachweisen. Hauptsächlich das Überwinden der von Ihnen präferierten sozialistischen Errungenschaften hat dazu geführt, dass unsere Luft und unser Wasser noch nie so sauber waren, wie Heute.
Wieso wird diese Leistung eigentlich immer unterschlagen, und behauptet, Deutschland würde „Nichts“ oder „zu wenig“ tun? In Deutschland vernichtet genau Niemand irgendjemandems Existenzgrundlagen. Wie kommen Sie auf so hahnebüchene Behauptungen?

Dann Ihre aus zwei Weltkriegen abgeleitete Verpflichtungen. Ein Treppenwitz. Allein alle oberirdischen Atomversuche, mit denen die Deutschen nix zu tun hatten, haben wahrscheinlich mehr Emissionen erzeugt als diese beiden Kriege.

Und wie Sie richtig feststellen, den „globalen Wunderknaben“ gibt es nicht. Auch die Deutsche sind das nicht. Wir könnten natürlich unsere Emissionen senken, wenn wir die sichersten Atomkraftwerke im weitem Umkreis weiter betreiben würden, wie es auch ernst zu nehmen Klimaforscher fordern - aber da sind wir beim nächsten ideologischen Brett vorm Kopf der guten Grünen.

Und zum Schluss die Forderung aus dem Kommentar. Wenn wir nur all diese Windräder und Voltaikanlagen, die Herr Söder jetzt herbeifabuliert, bauen würden, würden wir die Leistung der außer Betrieb gehenden bayrischen Atomkraftwerke, insbesondere in windstillen Nächten nicht ersetzen. Dafür haben wir aber gewaltige Flächen in Forsten, Naturschutzgebieten, Äckern mit Beton und Siliziumtafeln versiegelt.
Und was ist einer der Auslöser für die Sturzfluten der letzten Woche? Richtig - Flächenversiegelung

Hier wird also zur Vermeidung von Flutereignissen genau das gefordert, was deren Gewalt verstärkt hat. Auf die Idee muss mann erst mal kommen.

Und dann bleibt festzuhalten, die von Ihnen behauptete „Volksverdummung“ erfolgt durch Menschen, die behaupten, die Starkwetterereignisse hätten etwas mit dem Klimawandel zu tun. „Naiv“ ist, wer behauptet, der Katastrophenschutz wäre doch schon ganz ok. Und mindestens polemisch ist, wer anderen Behauptungen unterstellt, die diese nie getätigt haben, um mir den Widerlegen des Nicht-Gesagten diese Menschen persönlich zu diskreditieren.

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22.07.2021

"Vollkommen unbewiesene steht Ihre Behauptung im Raum, dass wir solche Ereignisse nun öfter erleben. Es gibt wissenschaftliche Untersuchungen, die zeigen, dass die Starkwetterereignisse in den letzten 50 Jahren weltweit eher ab, als zugenommen haben."

Ist Ihnen die Unverfrorenheit, mit der Sie solche Lügen verbreiten, eigentlich nicht selbst peinlich? Zum Nachlesen:

https://www.umweltbundesamt.de/themen/klima-energie/klimawandel/weltweite-temperaturen-extremwetterereignisse-seit#Chronik
https://www.br.de/wissen/wetter-extremwetter-klimawandel-100.html
https://www.dwd.de/DE/forschung/klima_umwelt/klimaprojektionen/extremereignisse/extremereignisse_node.html

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22.07.2021

"Wir setzen mehr als doppelt so viel Treibhausgase je Einwohner frei als der durchschnittliche Erdbürger."
Herr Kamm, Sie wissen aber schon, dass wir im Winter heizen müssen, ein Industrieland sind und die Atomkraftwerke schon teilweise vom Netz genommen haben?
Natürlich macht die Politik auch Fehler, z. B. die letztjährige Inbetriebnahme des Steinkohlekraftwerks Datteln 4 in NRW.
Trotzdem fährt der Zug in die richtige Richtung. Übrigens, der durchschnittliche Nordamerikaner setzt im Verhältnis zu uns nahezu die doppelte Menge CO2 frei.
Da es nicht eine deutsche oder gar bayerische Atmosphäre, sondern nur die eine Weltatmosphäre gibt, sollten Ihr erster Appell über den Atlantik gehen.

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22.07.2021

Was Herr Söder hier betreibt ist reiner Wahlkampf und Wählerfang. Greenwashing vom feinsten. Die Union, ist doch überall bekannt, bremst den Klimaschutz an jeder Stelle aus wo es nur geht. Mit der CDU-CSU wird es kein Klimaschutz geben. Daran wird auch die neue Regierung nichts ändern.

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22.07.2021

Dass sich der Ministerpräsident nicht schämt, mit so leeren Worten vor der Volksvertretung zu reden.
Hat er nicht verstanden, wie es zur Erderhitzung kommt und welche üblen Folgen dies für uns und insbesondere unsere Nachkommen haben wird?

Raimund Kamm

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22.07.2021

Dass ein global kleines Licht wie Söder oder auch Merkel nichts am Weltklima drehen können sollte jedem klar sein der ein bißchen rechnen kann.
Wo unsere Politker was bewegen könnten wäre der natiionale Katastrophenschutz - das wäre übrigens auch ihre Aufgabe. Da hätte man hunderte Leben retten können.
Sein eigenes Haus nicht in Ordnung halten aber global den großen Vorreiter spielen. Als uns Deutsche/Europäer wirklich ernst nehmen würde.

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22.07.2021

Lieber Herr Michael W,

die beiden Personen können vielleicht International nicht viel ausrichten. Aber in Deutschland etwas zu ändern wäre ja schon einmal ein Anfang....So ein Argument "Wir können eh nichts ausrichten" kann man einfach nicht gelten lassen. Wenn jeder so denkt passiert natülich auch nie etwas...

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22.07.2021

@ Daniel M
Ich gebe Ihne Recht, wir sollten in D. anfangen etwas zu ändern, aber wir werden global nichts erreichen, selbst wenn wir ab morgen aufhören zu atmen.
Davon völlig unabhängig ist ein nationaler Katastrophenschutz - da können wir sehr wohl etwas substantielles erreichen, und wenn es bloß Minimierung von Sachschäden sind bzw Vermeidung von Toten.
Diese beiden Themen sollte man strikt trennen, auch wenn's den Politikern nicht in den Kram passt.

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21.07.2021

Der arme Markus, was wird er tun, wenn seine Mama am Jahresende aussteigt und in Rente geht?

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21.07.2021

Das Unglück hat mit Klimaschutz erstmal n i c h t s zu tun, das ist eine globale Aufgabe, die wir allein nicht lösen können. Was aber unsere Politker lösen sollten - denn es ist ihre Aufgabe - sind die offenen Fragen beim Katastrophenschutz. Das ist eine nationale Aufgabe, die wir in Deutschland lösen können.
Da haben sie in einer fast kriminellen Weise versagt - man könnte es auch fahrlässige Tötung nennen.

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22.07.2021

"Das Unglück hat mit Klimaschutz erstmal n i c h t s zu tun, das ist eine globale Aufgabe, die wir allein nicht lösen können."

Aber mit der Leugnung des menschenverursachten Klimawandels, dem Ignorieren der vor vielen Jahren bereits erfolgten Warnungen der Wissenschaftler eine ganze Menge.

"Dass ein global kleines Licht wie Söder oder auch Merkel nichts am Weltklima drehen können sollte jedem klar sein der ein bißchen rechnen kann."

Wer diese bei den ultrarechten, von Klimalüge faselnden Dummschwätzern sehr beliebte Argumentation weiterdenkt merkt schnell, wie daneben und nichts anderes als eine faule Ausrede sie ist.
Wenn unsere gewählten Vertreter schon nichts gegen den direkten Weg in die Katastrophe tun können, dann der "kleine Mann" auf der Straße erst recht nicht. Er kann also munter und unbesorgt den verhängnisvollen direkten Weg der Zerstörung der eigenen Existenzgrundlagen und der vieler anderer Lebewesen weitergehen. So dumm ist kein Tier.

Aber wer und wo sind denn die Wunderknaben und -mädchen, die "diese globale Aufgabe" angehen und lösen könnten? Es gibt sie leider nicht . . .

Im übrigen stünde und steht es Deutschland gut an, statt beim Anzetteln von Weltkriegen wenigstens bei der Minderung der Klimawandelfolgen ganz vorne mit dabei zu sein.

Gehören wir Deutschen doch bezogen auf die Einzelperson mit zu den größten Emittenten von CO₂. Mit 8,4 Tonnen pro Kopf (2018) etwa 4mal so viel wie ein Inder oder Brasilianer, deutlich mehr als ein Chinese.
Allerdings auch - dank der bereits eingeleiteten Maßnahmen wie z. B. das leider miserabel gemanagte EEG - etwa halb so viel wie ein Amerikaner, Kanadier oder Australier.

Von einer jetzt oft geforderten Maßnahme sollten wir allerdings nicht die Lösung des Problems erwarten:
So ausgebaut, dass Katastrophen oder noch verheerendere wie die in Rheinland-Pfalz, NRW und Bayern verhindert werden können, kann der Katastrophenschutz sicher nicht.

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22.07.2021

@ Georg K.
Ach ja, in Ihrem Kopf gehen viele Sachen wild durcheinander.
Die Toten der Flutkatastrophe wären zu verhindern gewesen, ob Klimawandel oder nicht. Das hat mit Katastropheschutz zu tun oder denken sie dass wäre die gerechte Strafe für unsere "Sünden" gewesen? Würden Sie das auch den Menschen sagen, die Angehörige verloren haben.
Merke : Es gibt nicht nur bei den Rechten sog. Dummschwätzer, die sind auch den den ultragläubigen Klimakatastrophenjüngern zu finden.
Das Argument mit dem Weltkrieg hab ich nicht verstanden, wäre dass eine späte Reparation für vergangenes Unrecht?
Wenn Sie auf den überdurchschnittlich hohen CO2 Ausstoß von uns Deutschen abzielen sollten Sie auch bedenken, dass das nicht nur von Einzelpersonen verursacht wird sondern vor allem damit zu tun hat, dass Deutschland als Industrie und Exportland auch andere Länder mitversorgt. Dass ein "Deutscher" mehr CO2 ausstößt wie ein Afrikaner müsste auch Ihnen einleuchten wenn sie genauer darüber nachdenken.
Wie unsinnig ihr letzter Satz zu der Wirksamkeit des Katastrophenschutzes ist werden sicher auch andere Leser verstehen. Sie wollen das Weltklima retten, denken aber mit besserem Katastrophenschutz wären die Opfer trotzdem unvermeidbar gewesen?
Sehr interessante Theorie!
Was ich gelernt habe ist, dass es nicht nur Klimaleugner gibt, genauso schlau sind die "Klimahysteriker".

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22.07.2021

@ Georg Kr.
noch ein kleiner Nachtrag zu Ihren CO2 Bilanz pro Einwohner.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/167877/umfrage/co-emissionen-nach-laendern-je-einwohner/
und
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1184815/umfrage/co2-emissionen-veraenderung-gegenueber-vorjahr-ausgewaehlter-laender/
da kann es jeder nachvollziehen - Deutschland auf Platz 11.

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22.07.2021

@ MICHAEL W.

"Ach ja, in Ihrem Kopf gehen viele Sachen wild durcheinander."

Zusammenhänge zu erkennen ist offenbar nicht ihre Stärke.

"Dass ein "Deutscher" mehr CO2 ausstößt wie ein Afrikaner müsste auch Ihnen einleuchten wenn sie genauer darüber nachdenken."

Die schreiende Ungerechtigkeit, dass die Hauptverursacher des Klimawandels, ob Deutschland, die USA oder Kanada weniger unter ihrem eigenen zerstörerischen Treiben leiden als "der Afrikaner" ändert sich ja gerade.

Der daraus sich ergebende Erkenntnisgewinn dürfte in absehbarer Zeit dafür sorgen, dass die auffällig vielen Fehlschaltungen der Synapsen in Ihrem Oberstübchen reduziert werden.

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22.07.2021

@ MICHAEL W.

Kleiner Nachtrag.

"Die Toten der Flutkatastrophe wären zu verhindern gewesen, ob Klimawandel oder nicht. Das hat mit Katastropheschutz zu tun . . ."
"Sie wollen das Weltklima retten, denken aber mit besserem Katastrophenschutz wären die Opfer trotzdem unvermeidbar gewesen?"

Den Menschen weismachen zu wollen, die verheerenden Folgen derartiger Extremwetterereignisse wären mit entspr. Katastrophenschutz zu verhindern, alle Todesopfer zu vermeiden und zu vermeiden gewesen ist Volksverdummung, mindestens jedoch unglaublich naiv.
Etwa so naiv, wie der Glaube, allein mit Maskentragen, lüften und dgl. hätten alle Corona-Opfer vermieden werden können.

Besserer Katastrophenschutz ist inzwischen sicher nötig, alle schlimmen Folgen für die Menschen und deren Hab und Gut werden sich mit einem Herumkurieren an den Symptomen des Klimawandels nicht verhindern lassen.

Die Natur wird immer stärker sein.

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22.07.2021

@ Georg KR.
Da Sie es vorziehen statt stichhaltige Argumente zu bringen persönlich und beleidigend zu sein habe ich wenig Lust mit Ihnen zu diskutieren.
Frei nach dem Motto: "Ich wollte mich mit Ihnen geistig duellieren, aber ich sehe Sie sind unbewaffnet".
Bleiben Sie weiter CO2 frei!

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22.07.2021

Sie sollten sich ernsthaft Sorgen um ihr Kurzzeitgedächtnis machen.
Wer hier mit dem Beleidigen begann, können sie jedoch nachlesen - aber bitte nicht "wild durcheinander", sondern Beitrag für Beitrag.

Bleiben Sie weiterhin bei ihrer zum Glück unmaßgeblichen Meinung . . .
Und Tschüss!

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