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Kommentar
11.11.2008

Sport ist wertvoll

Kinder bewegen sich zu wenig. Halt, bitte nicht gähnen. Durchhalten. Wer Kinder und Jugendliche bewegen will, muss sportliche Stärken beweisen: Er muss Geduld und Ausdauer haben aber auch Rückschläge wegstecken können. Der Mangel ist nämlich längst bekannt; wieder einmal haben ihn Professoren in eine Studie gepresst. Aber bewegt hat sich noch nicht viel.

Junge Menschen sind weniger aktiv. Sie sitzen viel im Auto. Vor allem in der Stadt fehlt ihnen Bewegungsraum; Bolzplätze sind rar geworden. Und der Sport hat Konkurrenz: Die Schule beansprucht viel Zeit, außerdem locken Fernsehen, Computer, Internet und Co. Die Eltern, aber auch Kindergarten, Schule und Vereine könnten den Nachwuchs in Schwung bringen. In schönen Reden preist jeder die Vorzüge des Sports. Doch die Wirklichkeit ist oft ziemlich erstarrt und bewegungslos. Für angehende Kindergarten-Erzieher spielt die Sportausbildung kaum eine Rolle. In der Grundschule ist es gut möglich, dass die Kinder in den wenigen Sportstunden von einem Lehrer betreut werden, der nie den Sportunterricht gelernt hat. Später beansprucht das Gymnasium immer mehr Zeit - was auch auf Kosten des Vereinssports geht.

Die neue Studie ist wieder einmal eine Mahnung. Sie fordert mehr Sportausbildung, Bewegung im gesamten Schulalltag und vielfältige Angebote von den Vereinen. Alles gute Ansätze.

Wichtig ist aber auch, dass der Wert des Sports und der Bewegung mit der Geduld eines Marathonläufers betont wird: Gesundheit, Körpergefühl, Gemeinschaft, Selbstbewusstsein . . . Es ist schön und wertvoll, wenn ein Kind fit in Mathe ist und toll Klavier spielt. Es ist jedoch auch schön und wertvoll, wenn ein Kind selbstständig eine Leiter erklimmen kann.

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