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Kreis München
22.08.2019

Drei große Hunde über Stunden in Kleinwagen eingesperrt

In Grünwald hatte eine Hundebesitzerin ihre drei großen Hunde ohne Futter oder Wasser über Stunden in einem Kleinwagen eingesperrt. Ein Polizist konnte die Tiere retten.
Foto: Stephan Jansen,dpa (Symbolfoto)

In Grünwald hat eine Hundebesitzerin drei Hunde stundenlang in einem Wagen eingesperrt. Ein Polizist wurde aufmerksam - das Veterinäramt beschlagnahmte die Tiere.

Gleich drei große Hunde hat ein Polizist am Mittwochvormittag aus einem Auto in Grünwald bei München gerettet. Ein Labrador-Mischling, ein Dalmatiner und ein Schäferhund hatten so laut gejault, dass ein Streifenpolizist aufmerksam wurde und das Veterinäramt eingeschaltet hat. Wie die Münchner Polizei auf Nachfrage unserer Redaktion bestätigt, wurden die drei Hunde anschließend beschlagnahmt. Zuerst berichtete der Münchner Merkur über den Vorfall.

Drei Hunde in Kleinwagen eingesperrt - Polizei und Veterinäramt rücken an

Der Polizeibeamte der Polizeiinspektion Grünwald war gerade zu Fuß auf Streife unterwegs, als er plötzlich auf Geräusche aus einem am Straßenrand geparkten Kleinwagen aufmerksam wurde. Aus dem leicht geöffneten Fenster des silbernen Mercedes A-Klasse drangen Gebell und Gejaule.

Zwei große Hundeboxen im Kofferraum und auf dem umgeklappten Rücksitz waren mit einem rosafarbenen Tuch abgedeckt, darin saßen eingepfercht die drei großen Hunde. Ohne Futter, Wasser und Bewegungsfreiheit warteten sie wohl über Stunden auf ihre Besitzerin. Immerhin war das Wetter am Mittwoch in Grünwald nicht ganz so warm wie an anderen Sommertagen und das Auto stand immerhin im Schatten geparkt.

Doch trotzdem schienen sich der Dalmatiner, der Schäferhund und der Labrador-Mischling in der Enge des Kleinwagens alles andere als wohl zu fühlen. Der Streifenpolizist handelte umgehend: Er alarmierte das zuständige Veterinäramt des Landkreises München. Auch ein herbeigeeilter Amtsarzt war der Meinung, dass die drei Hunde schnellstmöglich befreit und beschlagnahmt werden müssten.

Hundebesitzer versuchen Veterinäre umzustimmen - Tiere werden aber ins Tierheim gebracht

Als die Hundebesitzer-Familie am Ort des Geschehens eintraf, versuchten die Betroffenen noch kurzfristig, Polizei und Veterinäramts-Vertreter umzustimmen. Sie hätten beteuert, die Hunde nur für wenige Minuten im geparkten Auto zurückgelassen zu haben. Doch der Streifenpolizist konnte diese Erklärung sofort entkräften. Er hatte bereits auf die Veterinäre und die Helfer aus dem Tierheim ein wenig gewartet, sodass er die Situation im Auto über längere Zeit hin beobachten konnte.

Die Übergabe der Tiere erfolgte laut Münchner Polizei anschließend unspektakulär. Wie das Veterinäramt entschied, werden die drei großen Hunde nun bis auf Weiteres in einem Tierheim im Kreis München untergebracht. Die Familie war dem Veterinäramt bereits bekannt - ob sie allerdings schon einmal wegen Tierschutz-Vergehen aufgefallen waren, wollte die Behörde auf Nachfrage aber nicht mitteilen.

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