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Landesparteitag in Augsburg
17.04.2021

Thomas von Sarnowski ist neuer Vorsitzender der bayerischen Grünen

Thomas von Sarnitzky ist der neue Vorsitzende der bayerischen Grünen.
Foto: Ulrich Wagner

Thomas von Sarnowski aus Oberbayern ist der neue Vorsitzende der bayerischen Grünen. Claudia Roth und Anton Hofreiter führen die Liste an.

Thomas von Sarnowski aus dem oberbayerischen Landkreis Ebersberg ist zum neuen Landesvorsitzenden der bayerischen Grünen gewählt worden.

Überwältigende Mehrheit der Grünen stimmt für Sarnowski

Der Geschäftsführer der oberbayerischen Grünen setzte sich beim Landesparteitag der bayerischen Grünen mit überwältigender Mehrheit der Delegiertenstimmen gegen seinen Mitbewerber Hajü Hödl aus Niederbayern durch. Er folgt auf Eike Hallitzky, der nach sieben Jahren aus dem Landesvorstand ausscheidet.

Von Sarnowski wird den 17.600 Mitglieder zählenden Landesverband gemeinsam mit der Co-Vorsitzenden, der Landtagsabgeordneten Eva Lettenbauer führen, die im Amt bleibt. "Zusammen mit Eva Lettenbauer will ich meine Partei in einen Bundestagswahlkampf führen, wie wir ihn noch nicht gesehen haben - für eine grün geführte Regierung", sagte von Sarnowski nach seiner Wahl. "Denn jetzt ist die Zeit für's Machen", betonte er. Gemeinsam mit der 28 Jahre alten Landtagsabgeordneten Lettenbauer stellt von Sarnowski das jüngste Führungsduo in der Geschichte der bayerischen Grünen.

Grünen geben sich kämpferisch für die Bundestagswahl 2021

Mit diesem kämpferisch formulierten Anspruch auf den Wahlsieg sowie Claudia Roth und Anton Hofreiter an der Spitze ihrer Landesliste ziehen die bayerischen Grünen in den Bundestagswahlkampf 2021. Ohne Gegenbewerber erhielt Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth mehr als 95 Prozent der Delegiertenstimmen bei der Abstimmung für Listenplatz 1. Hofreiter setzte sich beim Rennen um Platz 2 mit großer Mehrheit gegen Alfred Mayer durch. 

Sie wolle einen "Wahlkampf wie noch nie" führen, kündigte Roth in Augsburg an. Zuvor hatte bereits Bundesvorsitzender Robert Habeck in einer Videobotschaft erklärt, er wolle den "stärksten grünen Wahlkampf" führen, der jemals geführt worden sei, "mit dem besten Ergebnis, das eine grüne Partei jemals geholt hat." Habeck ist neben seiner Co-Vorsitzenden Annalena Baerbock einer von zwei Bewerbern um die Kanzlerkandidatur seiner Partei. Am Montag wollen die Grünen bekanntgegeben, wer für sie ins Rennen gehen soll. 

Hofreiter: Krise ist erst zu Ende, wenn sie auch im letzten Land zu Ende ist

Nach Ansicht von Robert Habeck hat die Corona-Krise die Schwächen der Politik in Deutschland massiv an die Oberfläche befördert. Seine Rede wurde den Parteitagsdelegierten als Videobotschaft eingespielt. Hofreiter erklärte, Deutschland müsse als reiches Land Impfstoff für die armen Länder bereitstellen. "Diese Pandemie wird erst zu Ende sein, wenn sie im letzten Land der Welt zu Ende ist", betonte Hofreiter. 

Habeck sieht das Vertrauen der Bevölkerung in die Leistungsfähigkeit der demokratischen Systeme in Deutschland in Gefahr.  Sozialdemokratie und Union hätten das Land jahrzehntelang in der politischen Mitte gehalten und für Wohlstand, Stabilität und für funktionierende Demokratie gestanden. "Jetzt, wo der Vertrauensverlust so stark ist und sie das nicht mehr automatisch tun können, wo die Staatspartei CDU ihren Anspruch verliert, diese Partei zu sein, weil der Staat an so vielen Stellen nicht funktioniert, sind große Fragezeichen im Raum, die beantwortet werden müssen."

Grüne setzen auf vorausschauende Politik und Blick auf den Klimawandel

Es brauche jetzt eine vorausschauende Politik. Es brauche eine Politik, die Krisen gar nicht erst in dieser Dimension entstehen lässt. Dazu gehöre auch, die Erderwärmung einzudämmen, mit dem Ausbau erneuerbarer Energien, etwa über Bürger-Windparks. "Ein konsequenter Ausbau der Erneuerbaren Energien, das ist ganz oben auf der Agenda in der Bundespolitik für die nächste Legislaturperiode", sagte Habeck.

Damit müsse die Schaffung eines klimagerechten Wohlstandes einhergehen. Es sei eine massive Umstellung mit enormen Investitionen nötig, etwa um die Arbeitswelt emissionsärmer zu machen. Deutschland investiere unterdurchschnittlich wenig Geld in die Zukunft. Das müsse sich ändern. (dpa)

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