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Landwirtschaft
28.04.2019

Bayern fordert staatlich gestützte Dürreversicherung

Auf diesem trockenen Feld ist eine deutliche Staubwolke zu sehen. Auch in diesem Jahr droht wieder eine Dürre.
Foto: Monika Skolimowska, dpa (Archiv)

In diesem Jahr droht wieder eine Dürre in Bayern. Die Agrarministerin will Bauern daher mit einer staatlich gestützten Dürreversicherung absichern.

Angesichts der neuerlich drohenden Dürre startet Bayern eine Bundesratsinitiative für eine staatlich gestützte Versicherung. Agrarministerin Michaela Kaniber (CSU) schlug am Sonntag eine Lösung nach österreichischem Vorbild vor: Eine sogenannte Mehrgefahrenversicherung, die Schutz gegen Naturrisiken einschließlich Dürre umfasst. Die Hälfte der Kosten sollen Bund und Länder übernehmen. "Denn die Erfahrung aus anderen Ländern zeigt, dass eine breite Absicherung von Risiken wie etwa Dürre nur dann zu erreichen ist, wenn die Versicherungsprämien für die Bauern bezahlbar bleiben", sagte Kaniber am Sonntag.

Der Anlass der bayerischen Forderung: Absicherung gegen Dürre ist sehr teuer, weil das Risiko für die Versicherungsunternehmen sehr hoch ist. Trockenheit trifft häufig Zehntausende von Bauern gleichzeitig, so dass im Falle eines Falles immense Schadenzahlungen notwendig werden. Deswegen subventionieren viele Staaten die Mehrgefahrenversicherung, nicht jedoch Deutschland.

Dürre würde auch viele Firmen in der Industrie treffen

Eine neuerliche Dürre würde aber auch viele Industriefirmen empfindlich treffen. "Was in der Öffentlichkeit bislang wenig beachtet wird, ist das Schadenpotenzial des Niedrigwassers am Rhein", sagte Ernst Rauch, Chef der Klimaforschung des weltgrößten Rückversicherers Munich Re. "Wir haben dort sehr viel Industrie, die über Güterschiffe Rohstoffe bezieht und ihre Produkte ausliefert." 

Im vergangenen Jahr gab es massive Einschränkungen gegeben, weil die Transportschiffe zeitweise nur mit reduzierter Last oder gar nicht fahren konnten. "Die Auswirkungen waren bis in die zweite und dritte Reihe der Zulieferketten zu spüren", sagte Rauch. (dpa, lby)

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28.04.2019

Noch ist es nicht soweit, aber schon tüchtig Vorsorge treffen und immer wieder mit wahnwitzigen Geldspritzen zugunsten der Landwirtschaft. Kann man das österreichische "Modell" mit dem deutschen 1:1 vergleichen? Werden dort die Landwirte für alles und jedes bis zum Abwinken subventioniert? Wird nicht das "Bienensterben-Volksbegehren ebenfalls finanziell zugunsten der Bauern gelöst, obwohl zum großen Teil mitverschuldet?
Wäre es nicht gescheiter angesichts der ständig notleidenden Landwirtschaft diese zu verstaatlichen, wie einst in der DDR, dann wären alle Probleme gelöst! Nur sind dann die Landwirte nicht mehr Herren ihrer Scholle, auf die sie ja so viel Wert legen und stolz sind, aber bestens versorgt und damit sorgenfrei für den Rest ihrer Tage!

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