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Lehrermedientag 2017

22.11.2017

Lehrermedientag in Bayern gibt Hilfe im Mediendschungel

Die Digitalisierung hält in immer mehr Schulen Einzug. Auch Lehrer müssen aufrüsten, was Medienkompetenz betrifft.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Welche Nachricht im Internet ist echt - was ist Fake? Neben Eltern sind vor allem die Lehrer gefragt, wenn es darum geht, Kindern einen verantwortungsvollen Umgang beizubringen.

Mit einem Medientag wollen bayerische Zeitungshäuser Lehrer dabei unterstützen, ihre Schüler durch den Mediendschungel zu lotsen. Landesweit werden am Mittwoch gut 1200 Lehrkräfte aller Schularten zu Vorträgen, Workshops und Diskussionen erwartet, wie der Verband Bayerischer Zeitungsverleger (VBZV) als Initiator mitteilte. 16 bayerische Medienhäuser richten diesen Fortbildungs- und Informationstag an insgesamt zwölf Orten aus. Ein Veranstalter ist auch die Augsburger Allgemeine .

Im Zentrum steht die Frage, wie Lehrerinnen und Lehrer ihre Schüler im Umgang unter anderem mit den digitalen Medien unterstützen können. Dabei geht es auch darum, das Internet und die Vorgehensweise verschiedener Akteure darin zu verstehen. Themen sind beispielsweise Fake-News und die Frage, welchen Nachrichten und Quellen Nutzer vertrauen können. Nicht nur Eltern, sondern auch Lehrer seien gefordert, den Kindern einen kritischen und verantwortungsvollen Umgang mit den Nachrichten insbesondere in den sozialen Medien beizubringen, hieß es bei dem Verband. 

Digitalisierung: Lehrer wollen ihre Medienkompetenz ausbauen

"Junge Menschen als kompetente und verantwortliche Mediennutzer sind mir wichtig", sagte Kultusminister Ludwig Spaenle ( CSU) als Schirmherr der Veranstaltung. "Ganz zentral ist mir dabei mit Blick auf die Schülerinnen und Schüler die Frage nach der Zuverlässigkeit der Nachrichtenquellen und der Nachrichten. Falsche Botschaften - Fake News - werden in den Sozialen Medien nur allzu rasch als vermeintlich wahr verbreitet und können den gesellschaftlichen Kitt infrage stellen." Die Tageszeitungen stellten an sich selbst den Anspruch von Qualitätsjournalismus - dies sei ein gemeinsames Anliegen. 

Seit Jahren arbeiten laut VBZV Zeitungen und Schulen in den verschiedenen Medienprojekten zusammen, wie etwa bei "Zeitung in der Schule". Dabei habe sich ein großes Interesse der Lehrer an weiteren Fortbildungsveranstaltungen ergeben. Daraus entstand die Idee zu diesem ersten Lehrermedientag. Eine Fortsetzung ist bereits angedacht.

Den Lehrermedientag Bayern hat der Verband der Bayerischen Zeitungsverleger initiiert. 16 Zeitungen beteiligen sich mit regionalen Angeboten für Pädagogen daran. Im Foyer der Augsburger Allgemeinen im Medienzentrum wird am Mittwoch AZ-Chefredakteur Walter Roller die Bedeutung seriöser Medien für die Demokratie erläutern und sich der Diskussion mit den Lehrern stellen.

In einer mit Experten besetzten Podiumsdiskussion geht es dann um die Mediennutzung und die entsprechende Kompetenz von Lehrern und Schülern. Und um die Frage: Was kann verbessert werden?

Einer der Diskussionsteilnehmer ist Peter Kosak, der als Leiter des Schulwerks der Diözese Augsburg für 38 Schulen in der Region verantwortlich ist und 2012 eine der ersten iPad-Klassen in Bayern installiert hat. Er tauscht sich aus mit Prof. Eva Matthes, die als Lehrstuhlinhaberin für Pädagogik an der Uni Augsburg eine bedeutende Rolle in der Lehrerausbildung spielt. Die Sicht des Kultusministeriums vertritt Ministerialdirigentin Elfriede Ohrnberger. Dazu sitzen Schüler auf dem Podium, die ihre Standpunkte offenlegen. AZ/dpa

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