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04.06.2004

Maget fordert von Stoiber Verzicht auf Atomkraft

München (dpa) - Nun meldet sich die bayerische SPD in Sachen Atomkraft zu Wort: Der bayerische Landtagsfraktionschef Franz Maget hat Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) zu einem Verzicht auf die Atomenergie aufgefordert. Mit den regenerativen Energien stehe eine ausreichende und sinnvolle Alternative zur Verfügung, wenn man sie nur gezielt ausbaue, sagte Maget am Freitag in München.

München (dpa) - Nun meldet sich die bayerische SPD in Sachen Atomkraft zu Wort: Der bayerische Landtagsfraktionschef Franz Maget hat Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) zu einem Verzicht auf die Atomenergie aufgefordert. Mit den regenerativen Energien stehe eine ausreichende und sinnvolle Alternative zur Verfügung, wenn man sie nur gezielt ausbaue, sagte Maget in München. Das habe die Enquetekommission des Landtags zur Energiepolitik in der vergangenen Legislaturperiode gezeigt. "Der Weg zurück zur Kernenergie ist ein Schritt zurück in die Steinzeit."

Die CSU setzt sich dafür ein, den 2001 von Rot-Grün beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie wieder rückgängig zu machen. Die Menschen wollten diesen Weg nicht, sagte Maget. Sie seien froh, dass die Bundesregierung den Ausstieg mit der Industrie ausgehandelt habe.

Der Fraktionschef forderte Stoiber auf, konkrete Orte zu nennen, an denen der Neubau von Atomkraftwerken möglich sei. Dann werde die Diskussion wegen des Widerstands in der Bevölkerung schnell verstummen. Der Spitzenkandidat der bayerischen SPD für die Europawahl, Wolfgang Kreissl-Dörfler sagte: "Dann bauen wir das nächste Atomkraftwerk am Zusammenfluss von Isar und Loisach, das ist bei Wolfratshausen, wo der Herr Stoiber wohnt. Dann kann der Ministerpräsident austesten, wie groß die Zustimmung ist."

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