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Prozess in München

19.03.2019

Mann bringt Frauen mit Fake-Stripclub dazu, mit ihm zu schlafen

Ein Mann gab vor, einen Strip-Club in München zu eröffnen und schrieb entsprechende Stellen aus. Mit einigen Bewerberinnen hatte er Sex.
Bild: Jens Kalaene, dpa/lhe

Ein Paar aus München gab vor, einen Stripclub zu eröffnen und Stripperinnen zu suchen - es verlangte auch Arbeitsproben. Wurde eine Bewerberin vergewaltigt?

Mit einem erfundenen Stripclub und angeblichen Arbeitsplätzen hat ein 38-jähriger Mann in München Frauen angelockt, betrogen - und mit einigen von ihnen Sex gehabt. Seit Dienstag steht der Mann vor dem Münchner Landgericht I. Auch seine 36-jährige Lebensgefährtin ist angeklagt: Ihr wirft die Staatsanwaltschaft gemeinsamen Betrug mit dem 38-Jährigen vor. Der Mann ist zudem wegen sexueller Nötigung und Vergewaltigung angeklagt.

Das Münchner Paar hatte behauptet, einen Stripclub zu eröffnen 

Laut Staatsanwaltschaft hatte das Paar Anfang vergangenen Jahres den Stripclub erfunden und per Stellenanzeige Personal für eine baldige Eröffnung gesucht. Mehrere Damen wurden mit falschen Verträgen eingestellt. Von den Frauen wurde unter anderem verlangt, für erotische Fotos zu posieren und leicht bekleidet im Haushalt der Angeklagten zu arbeiten. Außerdem wurden laut Anklage zwei Pornofilme gedreht und sogenannte Sicherheitstrainings durchgeführt, bei denen der Angeklagte die Frauen sexuell belästigte. Versprochenes Geld wurde nie gezahlt. Eine der Frauen wurde demnach vergewaltigt und mit Fotos erpresst - sie tritt als Nebenklägerin auf.

Fake-Stripclub: Der Angeklagte gibt sexuelle Handlungen zu 

Der Angeklagte gab den Betrug und auch die sexuellen Handlungen zu - diese seien aber einvernehmlich geschehen. Den Club habe er jedoch im Alleingang erfunden - seine Lebensgefährtin habe bis zuletzt an dessen Echtheit geglaubt. "Ich wollte ihr mit der Scheinwelt neue Lebensfreude geben", sagte er. Die 36-Jährige gab zwar an, immer mal wieder stutzig geworden zu sein, letztendlich habe sie ihrem Partner aber "blind vertraut". (dpa)

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