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Landkreis Starnberg

27.05.2020

Mann fährt in Personengruppe: Staatsanwaltschaft geht von versuchtem Mord aus

Weil sich die Lebensgefährtin des Fahrers unter den verletzten Fußgängern befindet, geht die Polizei von einer Beziehungstat aus.
Bild: Benedikt Siegert (Symbolbild)

Im Landkreis Starnberg ist ein Mann am Dienstag mit seinem Auto in eine Gruppe Fußgänger gefahren. Die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Haftbefehl erlassen.

Ein 43 Jahre alter Autofahrer ist in Pöcking bei Starnberg in eine Gruppe von Fußgängern gefahren und hat dabei fünf Menschen verletzt - darunter auch seine 23 Jahre alte Partnerin. "Der derzeitige Ermittlungsstand lässt den Schluss zu, dass das mit Absicht geschehen ist", sagte ein Polizeisprecher wenige Stunden nach dem Vorfall am Dienstag. Die Opfer - darunter ein zweijähriges Kleinkind - seien in Krankenhäuser gebracht worden. Die erwachsenen Opfer erlitten leichte bis mittelschwere Verletzungen, das Kind blieb körperlich unverletzt, erlitt aber einen Schock. Auch der 43-Jährige kam in eine Klinik, nachdem er auf der Flucht mit seinem Auto gegen einen Baum geprallt war. 

Dem Mann wird vorgeworfen, im Wohnumfeld der jungen Frau bewusst in die Gruppe gefahren zu sein. Dies habe auch ein Zeuge so geschildert, berichtete der Polizeisprecher. Wie die Polizei am Mittwoch bekannt gab, ist gegen den Autofahrer inzwischen Haftbefehl erlassen worden. Der Vorwurf laute auf versuchten Mord und gefährliche Körperverletzung, sagte die Sprecherin der Staatsanwaltschaft München II, Karin Jung.

Der Mann hat sich bisher nicht zu den Vorwürfen geäußert. Er wird selbst weiter im Krankenhaus behandelt.

Mann fährt in Personengruppe: Staatsanwaltschaft geht von versuchtem Mord aus

Fahrer kracht später mit dem Wagen gegen einen Baum

Nach der Attacke am Nachmittag war der in München lebende Deutsche mit seinem Auto geflüchtet, prallte aber kurz darauf auf einer schmalen Straße gegen einen vereinzelt am Straßenrand stehenden Baum. Auch er erlitt mittelschwere Verletzungen. "Der Fahrer war vor Ort ansprechbar, aber eine polizeiliche Vernehmung war noch nicht möglich", berichtete der Sprecher. Neben der Spurensicherung sei auch ein Gutachter beauftragt worden. So war unter anderem noch die Geschwindigkeit unbekannt, mit der der Mann in die Gruppe gefahren war. Dennoch sei klar: "Es ist dem Glück zu verdanken, dass hier keiner schwerer verletzt oder getötet wurde", sagte der Polizeisprecher. (dpa)

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