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"BayernHeim"

18.07.2018

Markus Söder verspricht 10.000 preisgünstige Wohnungen

In Bayern sollen viele neue, preisgünstige Wohnungen entstehen, kündigte Ministerpräsident Markus Söder an.
Bild: Lukas Barth, dpa (Symbolbild)

Wie dieses Ziel erreicht werden soll und warum es Kritik von der SPD gibt.

Mit einer staatlichen Kapitaleinlage von 500 Millionen Euro soll die neu gegründete staatliche Wohnungsbaugesellschaft „BayernHeim“ dafür sorgen, dass bis zum Jahr 2025 in Bayern 10.000 preisgünstige Wohnungen neu entstehen. Das sagten Bauministerin Ilse Aigner und Ministerpräsident Markus Söder (beide CSU) am Mittwoch in München.

Söder hatte den Wiedereinstieg des Staates in den Wohnungsbau bereits in seiner Regierungserklärung angekündigt. Die „Bayern-Heim“ ist dabei Teil eines größeren Plans zur Ankurbelung des Wohnungsbaus, der auf mehr Förderung und auf das Zusammenwirken von Staat, Kommunen und Privatwirtschaft setzt. „Wir brauchen bezahlbare Wohnungen im ganzen Land, insbesondere für niedrigere Einkommensgruppen wie beispielsweise Pfleger und Erzieher. Deshalb unterstützen wir Bauwillige mit Leistungen wie der Eigenheimzulage und dem Baukindergeld Plus und gründen die Bayern-Heim, um für Mieter in den wachsenden Ballungsräumen endlich mehr preisgünstigen Wohnraum zu schaffen“, sagte Söder.

Bis 2025 sollen 500.000 Wohnungen entstehen

Noch im Jahr 1997 lag die Zahl der fertiggestellten Wohnungen in Bayern bei rund 80.000. Tiefpunkt war das Jahr 2009 mit nur noch 30.000 Wohnungen. Zuletzt waren es zwar wieder rund 60.000, der Bedarf konnte damit allerdings wegen des starken Bevölkerungswachstums vor allem in den Ballungszentren bei weitem nicht gedeckt werden. Nun sollen, so das Ziel der Staatsregierung, bis zum Jahr 2025 insgesamt rund 500.000 Wohnungen entstehen, 10.000 davon soll die staatseigene „Bayern-Heim“ bauen.

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„Die Wohnungsbaugesellschaft kommt zu spät und ist zu klein“, sagt dazu die SPD-Landesvorsitzende Natascha Kohnen. „In dem Tempo braucht Herr Söder 26 Jahre, damit der Freistaat so viele bezahlbare Wohnungen besitzt, wie er 2013 auf einen Schlag hätte kaufen können“, kritisiert Kohnen mit Verweis auf den Verkauf der Wohnungsbaugesellschaft GBW durch die Landesbank.

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