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Masern
08.04.2019

Debatte um Impfpflicht: 34 Masernfälle seit Jahresbeginn in Bayern

In Deutschland sind viele Kleinkinder nicht gegen gefährliche Masern geschützt. Die Forderung nach einer Impfpflicht wird wieder laut.
Foto: Daniel Karmann, dpa

34 Masernfälle hat es 2019 in Bayern bereits gegeben. Grünen-Fraktionschefin Schulze wirft der Landesregierung vor, bei der Impfvorsorge versagt zu haben.

Angesichts von 34 Masernfällen seit Jahresbeginn in Bayern wirft die Grünen-Fraktionschefin Katharina Schulze der Staatsregierung Versagen beim Thema Masernimpfung vor. Sie habe es in den vergangenen Jahren nicht geschafft, "die Quote bei der zweiten Impfung gegen die im Extremfall tödliche Masernkrankheit auf die erforderlichen 95 Prozent zu heben", sagte Schulze der Deutschen Presse-Agentur in München.

Die aktuelle Zahl der Masernfälle geht aus der Antwort einer Anfrage Schulzes an die Staatsregierung hervor. Demnach liegt im bayerischen Durchschnitt die Quote bei der zweiten Impfung bei 92,2 Prozent. Besser wäre nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) aber eine Quote von 95 Prozent. Nur so könne eine Verbreitung der Erkrankung verhindert werden. Die Quote bei der ersten Masernimpfung liegt laut Staatsregierung bei 96,6 Prozent.

Symptome von Masern

Die Krankheit geht mit grippeähnlichen Symptomen und später einem charakteristischen Hautausschlag einher. Sie schwächt das Immunsystem und kann in sehr seltenen Fällen tödlich enden. Gefährlich sind Masern vor allem für Säuglinge und Kleinkinder. Fachleute empfehlen daher zwei Impfungen im Kindesalter. (dpa/lby/AZ)

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