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Bayern

13.07.2018

Mehr Polizisten in Bayern angegriffen - 14 versuchte Tötungen

2017 wurden mehr Polizisten Opfer von Gewalt als im Jahr davor.
Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

In Bayern gibt es weiterhin viel Gewalt gegen Polizisten. Im vergangenen Jahr gab es zwar weniger Fälle, dafür aber mehr betroffene Beamte - insgesamt 16.528.

In Regensburg wehrt sich ein Dieb gegen seine Festnahme, schließlich tritt er einem Polizisten mit voller Wucht mit dem Fuß ins Gesicht. In München werden Polizisten wegen einer erfundenen Massenschlägerei in den Englischen Garten gelockt – und dort von 200 Personen beschimpft und mit Flaschen beworfen. Im S-Bahnhof Unterföhring entreißt ein 38-jähriger psychisch Kranker einem Polizisten gar die Dienstwaffe und schießt damit dessen Kollegin in den Kopf.

Die große Mehrheit der Tatverdächtigen sind Männer

Drastische Fälle von Gewalt gegen Polizisten aus dem letzten Jahr – aber keine Einzelfälle, wie Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) beklagt: 16.528 der gut 40.000 Polizisten in Bayern wurden laut Innenministerium im Jahr 2017 Opfer von tätlichen Attacken oder Beschimpfungen. „Besonders erschreckend ist, dass 14 versuchte Tötungsdelikte an Polizeibeamten erfasst wurden“, klagt Herrmann.

Knapp ein Drittel der angezeigten Fälle sind Körperverletzungen, rund vierzig Prozent Beleidigungen, etwa zwanzig Prozent Widerstände gegen Polizeibeamte. Mehr als 2300 Beamte wurden verletzt, was zu knapp 3200 Ausfalltagen führte – 71 Prozent mehr als 2014. Über drei Viertel der Tatverdächtigen waren polizeibekannt, gut zwei Drittel während der Tat alkoholisiert oder unter Drogen. 86 Prozent der Tatverdächtigen sind Männer. Der Anteil nicht deutscher Tatverdächtiger stieg seit 2012 um mehr als zehn Prozentpunkte von 17,6 auf nun 28,1 Prozent. Auch der Anteil von Asylbewerbern, Geduldeten und Flüchtlingen stieg im Vergleich zu 2016 um mehr als drei Prozent an und lag 2017 bei 10,4 Prozent.

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13.07.2018

Diese Entwicklung verdanken wir unter anderem auch der irrsinnigen Gestzgebung in Deutschland!
Es kann und darf nicht sein, dass Uniformträger - nicht nur Polizei sondern auch Feuerwehr und Rettungsdienst - an der Ausübung ihrer Arbeit behindert, angegriffen oder in anderer Form gestört werden!
Die derzeitigen Gesetze schützen die Uniformierten viel zu wenig, dafür aber die Störer (Handyfilmer) und Angreifer um so mehr!!!
Hier gehören Gesetze entsprechend geändert und die Gerichte sollten endlich diese Taten entsprechend ahnden! NIX mit 3 Monaten Bewährung
usw. !!!
Diese Leute dienen dem Staat und der Allgemeinheit. Arbeiten oft zu Zeiten, wo normale Arbeiter, Angestellte und Beamte (Finanzamt etc....) ihre Freizeit geniessen! Also sollte der Staat auch hinter ihnen stehen und sie entsprechend schützen, was bei Polizisten auch eine umfassendere Ausbildung beinhalten müsste! Ein Unding ist, wenn ein ausgebildeter Polizist sich von einem Irren entwaffnen lässt oder wenn er sich körperlichen Angriffen nicht erwehren kann. Solche Polizisten können nicht schützen, weder uns noch sich selbst, also gehören sie entweder in den Innendienst versetzt oder aussortiert. Ebenso sollten Staatsdiener, die sich nicht entsprechend verhalten (da war doch etwas bei McDonalds wo ein Flüchtling angegriffen wurde ???) ebenso ausortiert werden! Und zwar ALLE Beteiligten, wenn sie unfähig bzw. desinteressiert sind den oder die "Kollegen" zu bändigen!!!

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