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Oktoberfest-News

06.10.2019

Mehr als sechs Millionen Gäste feiern friedliche Wiesn 2019

Das Oktoberfest 2019 geht in die Schlussphase. Noch bis Sonntag läuft die Wiesn.
Bild: Felix Hörhager, dpa

News zum Oktoberfest 2019: Die Wiesn ist im Endspurt. Mit mehr als sechs Millionen Besuchern rechnet der Wiesnchef. Neue Rekorde seien aber nicht zu erwarten.

Das Oktoberfest 2019 läuft noch bis zum 6. Oktober in München. In diesem News-Blog finden Sie immer aktuelle Neuigkeiten rund um die Wiesn.

Oktoberfest 2019: News aktuell zur Wiesn in München

News zum 6. Oktober: Polizei zieht positive Bilanz zum Oktoberfest 2019

Die Polizei München blickt am letzten Tag des Oktoberfests 2019 auf eine ruhige und gemütlich Wiesn zurück. Die Zahl der Straftaten ging um ein Prozent zurück und blieb damit in etwa auf dem Niveau vom Vorjahr. Insgesamt wurden auf dem Oktoberfest 914 Straftaten begangen, 469 Menschen wurden in diesem Rahmen festgenommen.

Im Einsatz war die Polizei häufiger als 2018 - und zwar 1915 Mal. Laut Polizei lasse das nicht automatisch auf mehr Kriminalität oder Aggressivität schließlich, sondern darauf, dass die Besucher die Polizei meist rechtzeitig informieren.

6. Oktober: Frau auf Festzelt-Toilette vergewaltigt

Eine 20-jährige Frau aus Hamburg ist offenbar auf der Toilette eines Wiesn-Festzelts vergewaltigt worden. Wie die Polizei mitteilt, meldete sich die Frau am Freitag gegen 16.30 Uhr beim Rettungsdienst. Nach aktuellem Stand der Ermittlungen war die Frau in einem Festzelt mit Freunden beim Feiern. Als sie auf die Toilette ging, drängte sie ein bislang unbekannter Mann in die Toilettenkabine und vergewaltigte sie. Anschließend flüchtete der Täter. Auf Grund der Alkoholisierung war eine detaillierte Vernehmung mit der 20-Jährigen nicht möglich. Es sind weitere polizeiliche Ermittlungen durch das Kommissariat 15, das für Sexualdelikte zuständig ist, erforderlich.

5. Oktober: Wiesn-Endspurt mehr als sechs Millionen Besucher erwartet

Endspurt beim Oktoberfest 2019. Noch bis Sonntag können die Besucher Bier, Stimmung und Musik genießen. Dann ist Schluss für dieses Jahr. Kurz vor dem Ende wagt Wiesnchef Clemens Baumgarnter (CSU) eine erste Bilanz. "Sicher über sechs Millionen", schätzt er die Besucherzahl. Aber: "Wir werden keine Rekorde sehen." Am Ende könnten es so viele Gäste werden wie im Vorjahr, etwa 6,3 Millionen, sagte der Münchner Wirtschaftsreferent am Freitag. "Es kommt jetzt sehr aufs Wetter an." Wirte und Schausteller seien zufrieden. Auch seien laut Baumgartner wieder mehr Familien gekommen, um über die Wiesn zu schlendern. 

Nicht zu den 6,3 Millionen Besuchern werden die Spieler der TSG Hoffenheim zählen. Anders als der 1. FC Köln werden die Hoffenheimer nach ihrem Bundesliga-Spiel beim FC Bayern München keinen Wiesnbesuch anschließen. "Nein, das geht für uns nicht. Wir kommen dorthin, um Fußball zu spielen. Das Oktoberfest ist sehr schön für Deutschland, aber für uns gibt es nur Fußball", sagte Trainer Alfred Schreuder auf der Pressekonferenz des Bundesligisten am Freitag. 

4. Oktober: Wiesn-Gast pinkelt 18-Jähriger ans Bein

Immer wieder landen Oktoberfest-Gäste nach übermäßigem Alkoholkonsum auf der Wiesnwache, die Aktion eines 53-Jährigen dürfte jedoch eher eine Ausnahme darstellen. Nach Pöbeleien im Festzelt und dem darauf folgenden Rauswurf, soll der Mann einer anderen Festbesucherin an das Bein gepinkelt haben.

Wie die Polizei am Freitag mitteilte, habe der Mann sich vor dem Zelt zu der 18-jährigen Dresdnerin gestellt und dann angefangen, ihr an das Bein zu urinieren. Zwei Ordner hätten den Mann daraufhin bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten. Der mit rund 1,8 Promille stark alkoholisierte 53-Jährige musste mit auf die Wiesnwache und wurde wegen Beleidigung angezeigt.

1. Oktober: Nach schwulenfeindlicher Attacke wehen Regenbogen-Fahnen auf der Wiesn

Nach einem homophoben Angriff auf vier junge Männer auf dem Münchner Oktoberfest 2019 wehen nun Regenbogen-Fahnen auf der Wiesn. Die Veranstalter haben diese am Dienstag am Festeingang gehisst, um ein Zeichen für Toleranz, Respekt und Vielfalt zu setzen. Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU) erklärte: "Die Wiesn steht wie kaum ein Ereignis sonst für Münchens Motto "leben und leben lassen"". Gewalt gegen Menschen, die sich "nicht am Mainstream orientieren", dürfe auf dem Oktoberfest keinen Platz haben. "Wer die Wiesn kennt, weiß, dass jeder dort ungestört feiern kann. Zwei sich küssende Männer oder händchenhaltende Frauen sind dort völlige Normalität." 

Die Polizei teilte am Dienstag mit, dass eine Gruppe aus zehn bis 15 Personen in der vergangenen Woche vier junge Männer mit dem Ausspruch "Hey ihr Schwuchteln" beleidigt hatte. Als einer der vier Angesprochenen auf die Gruppe zuging, um die Personen zur Rede zu stellen, schlugen mehrere aus der großen Gruppe zu. Dabei wurden ein 22-Jähriger und ein 23-Jähriger verletzt.

Nach einem schwulenfeindlichen Angriff auf vier junge Männer auf dem Münchner Oktoberfest wehen nun Regenbogen-Fahnen auf der Wiesn.
Bild: Gregor Fischer, dpa (Symbolbild)

30. September: Wirte verschärfen Alterskontrolle

Nachdem auf dem Münchner Oktoberfest vereinzelt Bier an Jugendliche unter 16 Jahren ausgeschenkt wurde, haben die Wiesenwirte schärfere Maßnahmen bei der Alterskontrolle angekündigt. "Alle Servicemitarbeiter werden eindringlich darauf hingewiesen, genau zu kontrollieren, wie alt die Jugendlichen sind." Das sei explizit so auch in den Arbeitsverträgen verankert, sagte Wirtesprecher Peter Inselkammer am Montag. Ein Vergehen gegen die Auflagen des Jugendschutzes werde üblicherweise mit einer Abmahnung und im Wiederholungsfall mit einer Kündigung geahndet.

Jugendliche unter 16-Jahren erhielten Bier auf der Wiesn

Auslöser war ein Test des Münchner Senders Radio Gong 96.3. Dieser hatte vergangene Woche ein 13-jähriges Mädchen und einen 14-jährigen Jungen in die Wiesnzelte geschickt und Bier bestellen lassen. Ergebnis: In sechs von 14 Wiesnzelten ist den Jugendlichen laut Sender anstandslos eine Maß Bier gebracht worden. In acht Zelten seien sie hingegen nach ihrem Alter und dem Ausweis befragt worden, worauf ihnen dann der Bierausschank verweigert wurde.

Das Testergebnis wollten die Wirte so nicht stehen lassen, betonten Inselkammer und Vize-Wirtesprecher Christian Schottenhamel. "Wir sind in engem Kontakt mit dem Jugendamt und haben intern ein ganzes Bündel an Maßnahmen besprochen, damit unser Personal noch besser aufpasst", sagte Schottenhamel. So sollen in der Festhalle Schottenhammel beispielsweise Flyer künftig noch deutlicher auf den Jugendschutz hinweisen. Außerdem würden von nun an anonyme Kontrollen im Zelt stattfinden, so Inselkammer.

29. September: Oktoberfest-Security lässt Gäste gegen Geld ins Zelt

Mitarbeiter eines Sicherheitsdienstes sollen auf dem Münchner Oktoberfest Gäste gegen Geld in die Wiesn-Zelte gelassen haben. Ein 29-Jähriger soll Polizeiangaben zufolge immer wieder Gäste angesprochen und ihnen für 10 Euro einen Platz im Zelt angeboten haben. Sein Komplize habe dann als Sicherheits-Mitarbeiter die Besucher in das Zelt gelotst.

Zwei jungen Wiesn-Gästen fielen außerdem zwei weitere Mitarbeiter auf, die mit derselben Methode vorgegangen sein sollen. Die Gäste verständigten daraufhin die Polizei. Die Beamten stellten vor Ort die Tatverdächtigen und das eingenommene Geld sicher. Alle beteiligten Security-Mitarbeiter wurden einem Sprecher zufolge entlassen.

Halbzeitbilanz: 3,3 Millionen Besucher auf dem Oktoberfest

3,3 Millionen Besucher hat das Oktoberfest in München in der ersten Woche angelockt. "Wir haben eine wahnsinnig schöne, eine ruhige, eine entspannte Wiesn", sagte Wiesnchef Clemens Baumgärtner (CSU) am Sonntag zur Halbzeit des Festes. Bis zuletzt wurde auch über einen Besuch von Ex-US-Präsident Barack Obama spekuliert. Er kam jedoch nicht.

Mit bislang 72 verspeisten Ochsen verbrauchten die Wiesn-Gäste in der ersten Woche zwei mehr als im Vorjahr. Der Bierkonsum sei stabil, sagte Wiesnchef Baumgärnter. Ein absoluter Renner sind Baumgärtner zufolge dieses Jahr Lebkuchen-Lamas und Lama-Luftballons. 

Mit 1010 Einsätzen mussten die Beamten der Wiesenwache zwar etwas häufiger ausrücken als im Vorjahr. Dennoch ziehen Polizei, Feuerwehr und Sanitäter positive Halbzeitbilanz. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Verlauf", sagte der Münchner Polizeisprecher Marcus da Gloria Martins. "Das Oktoberfest ist aus Sicht der Münchner Polizei sicher." Unter den 465 Straftaten waren vor allem Diebstähle, Körperverletzungen, Sexual- und Drogendelikte.

26. September: Polizei lädt wieder zur #Wiesnwache auf Twitter

Am Freitag startet der diesjährige Twittermarathon #Wiesnwache. Die Münchner Polizei bietet dabei zwischen 12 Uhr und 24 Uhr einen Einblick in den Alltag der Oktoberfest-Polizisten. Das Social-Media-Team begleitet dafür bereits zum fünften Mal die Einsatzkräfte vor Ort und berichtet über kuriose Einsätze auf dem größten Volksfest der Welt.

Wie es sich für einen Twittermarathon gehört, haben die "Münchner Vogelpfeifa" bereits am Mittwoch die Ankündigung gezwitschert - inklusive bayerischer Untertitel.

Ziel des Twittermarathons sei, die Arbeitsbelastung der Kollegen vor Ort darzustellen und einen Blick hinter die Kulissen zu ermöglich, teilte die Polizei am Donnerstag mit. Die Aktion erfreut sich großer Beliebtheit und kann über den Twitter-Account der Münchner Polizei sowie unter dem Hashtag #Wiesnwache verfolgt werden.

Als Vorgeschmack, eine Auswahl der Twitter-Meldungen der Wiesnwache 2018:

 

 

22. September: Eine Million Besuchern an erstem Wochenende

Das Münchner Oktoberfest hat am ersten Wochenende einen Massenandrang verzeichnet. An den ersten beiden Festtagen kamen eine Million Besucher, so eine erste Schätzung der Festleitung. Im Vorjahr waren es 800.000 gewesen.

Festwirte, Marktkaufleute und Schausteller sprachen von einem "optimalen Auftakt". "Nicht zuletzt danke ich Petrus für das ideale Volksfestwetter. Er muss ein Münchner sein", sagte Festleiter Clemens Baumgärtner am Sonntag. Die Gäste verspeisten elf Ochsen (2018: 13). Zehntausende Liter Bier rannen durch durstige Kehlen. Die Maß kostet bis zu 11,80 Euro, das sind 30 Cent mehr als der Höchstpreis des Vorjahres. Bis zum 6. Oktober werden rund sechs Millionen Gäste erwartet.

22. September: Betrunkener sorgt für insgesamt vier Stunden Zugverspätungen

Mit fast zwei Promille intus ist ein Wiesnbesucher auf dem Heimweg über Gleise getorkelt und hat den Bahnverkehr am Marienplatz lahmgelegt. Ein Mitarbeiter der Deutschen Bahn sperrte in der Nacht zum Sonntag die Strecke, bis der 25-Jährige gefunden wurde. Die Verspätungen im S-Bahn-, Regional- und Fernverkehr summierten sich auf 245 Minuten.

22. September: So farbenfroh war der Trachtenzug zur Wiesn

Auf einem Pferd führte das "Münchner Kindl" Viktoria Ostler den Festzug an: Schützen, Spielmannszüge, Musikkapellen, Prachtgespanne, Trommler und Trachtler sind durch München zum Oktoberfest gezogen. Mit 9000 Teilnehmern und sieben Kilometern Länge ist es einer der größten Trachtenumzüge der Welt. Aus vielen Teilen Deutschlands reisten Gruppen an, aber auch aus dem Österreich, der Schweiz, Italien und dem östlichen Europa. Die meisten der Trachten und Hüte sind aufwendig von Hand gearbeitet.

Ein Trachtler im Festzug sieht nach zwei Kindern in einem Holzwagen.
Bild: Matthias Balk, dpa

Mitgezogen wurde auch ein Mininachbau von Schloss Neuschwanstein, das vor das 150 Jahren gebaut wurde. Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) und Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fuhren in Ehrenkutschen mit.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und seine Frau Karin Baumüller-Söder sitzen in ihrer Kutsche.
Bild: Matthias Balk, dpa

22. September: Wiesn-Umzug beginnt um 10 Uhr

Am zweiten Tag des Münchner Oktoberfestes wartet der traditionelle Wiesn-Umzug auf die Besucher. Der Trachten- und Schützenumzug beginnt um 10 Uhr in der Maximilianstraße und zieht dann durch die Münchner Innenstadt. Endpunkt des Festumzugs ist am Esperanto-Platz.

Der Trachtenumzug ist einer der größten der Welt. Insgesamt werden rund 10.000 Teilnehmer erwartet, darunter auch Politiker wie Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder.

Für alle, die den Reigen nicht vor Ort verfolgen können, überträgt der Bayerische Rundfunk (BR) den Umzug live im TV und Stream. Den Livestream finden Sie hier.

22. September: "O'zapft is!" - So lief Tag 1 des 186. Oktoberfestes

Sechs Millionen Gäste werden erwartet - und bereits am ersten Tag der Wiesn strömten mehr Menschen als in den Jahren zuvor zur Münchener Theresienwiese. Bereits gegen 19.30 Uhr zeigte die offizielle Oktoberfest-App eine Zeltbelegung von 95 Prozent an. Traditionszelte wie das Augustiner und die Bräurosl mussten zwischenzeitlich sogar wegen Überfüllung schließen.

Die offizielle Bilanz des ersten Tages zieht die Festleitung zwar erst am Sonntag. Polizei und Rettungskräfte zeigten sich aber zufrieden mit dem Eröffnungstag. Die Aicher Ambulanz teilte auf Facebook mit, die Helfer seien bis zum frühen Abend zu rund 375 Einsätzen ausgerückt. Bei den meisten Verletzungen habe es sich aber lediglich um Schnitt- und Platzwunden sowie um Herz-Kreislauf-Probleme gehandelt. Bei einem Mann bestehe Verdacht auf einen Herzinfarkt.

Auch aus Sicht der Polizei ist der erste Wiesn-Tag gut verlaufen. Wie der Bayerische Rundfunk (BR) mitteilte, zeigte sich die Polizei zufrieden mit dem Auftakt des Festes. Bis zum Nachmittag habe es nicht einen einzigen nennenswerten Einsatz gegeben.

21. September: Oberbürgermeister Reiter eröffnet Oktoberfest mit zwei Schlägen

O'zapft is: Das Oktoberfest 2019 ist seit 12 Uhr offiziell eröffnet. Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zapfte das erste Fass Bier mit zwei Schlägen an - das sind genausoviele wie in den Vorjahren. Die erste Maß Bier ging traditionell an den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder.

Heute beginnt das Oktoberfest 2019.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa

Das Wiesn-Gelände ist bereits seit 9 Uhr geöffnet - und zehntausende Oktoberfest-Besucher stürmten bereits am Morgen auf die Wiesn. Ab 11 Uhr ging in einigen Zelten gar nichts mehr - sie mussten wegen Überfüllung geschlossen werden. Im Schottenhamel-Zelt war beispielweise ohne Reservierung kein Einlass mehr möglich.

Oktoberfest 2019
32 Bilder
So war der erste Tag auf der Wiesn
Bild: Tobias Hase, dpa

20. September: Zu voll? Zu teuer? München startet Umfrage für Oktoberfest-Muffel

Die Stadt München hat eine Meinungsumfrage zum Oktoberfest gestartet, die sich in diesem Jahr vor allem an Wiesn-Muffel wendet. Das für das größte Volksfest der Welt zuständige Wirtschaftsreferat erläuterte am Freitag: "Die Landeshauptstadt München versucht als Veranstalter das Oktoberfest so zu gestalten, dass ein Besuch für alle Gäste ein schönes Erlebnis wird. Deshalb interessieren wir uns für die Meinung von Personen, die das Oktoberfest nicht oder nicht mehr besuchen."

Die Fragen, die Nicht-Wiesn-Gänger beantworten können, widmen sich unter anderem den viel diskutierten Preisen auf dem Oktoberfest. So stehen etwa die Antwortmöglichkeiten zur Auswahl: "Ein Besuch auf dem Oktoberfest ist mir insgesamt zu teuer" oder "Der Bierpreis ist mir zu hoch". Auch dem starken Menschenandrang widmet sich ein Teil der Befragung, dabei ist eine Antwortmöglichkeit: "Die Bierzelte sind mir zu voll". 

Hier geht's zur Online-Umfrage zum Oktoberfest 2019.

13. September: Deutsche Bahn setzt zum Oktoberfest 2019 Sicherheitskräfte ein

Die Deutsche Bahn will zum Oktoberfest 2019 für mehr Sicherheit in Zügen und an Bahnhöfen sorgen. Dafür setzt sie in diesem Jahr zum ersten Mal speziell ausgebildete Sicherheitskräfte ein - eine Mobile Unterstützungsgruppe, die aktuell zehn Mitglieder hat.

Diese Einsatzkräfte sind dafür ausgebildet, eine Eskalation bei gefährlichen Situationen zu vermeiden und bei Gewalt einzugreifen - etwa bei Schlägereien zwischen Betrunkenen. Die Bundespolizei setzt außerdem 250 Beamte während der Zeit des Oktoberfests ein.

Die Wiesn findet vom 21. September bis zum 6. Oktober statt. In dieser Zeit werden am Hauptbahnhof in München täglich 850.000 Menschen erwartet, an der S-Bahnstation Hackerbrücke in der Nähe der Theresienwiese etwa 150.000.

29. August 2019: Das ist der neue Wiesn-Maßkrug fürs Oktoberfest in diesem Jahr

Der neue Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner (CSU) hat am heutigen Donnerstag den Wiesn-Maßkrug 2019 vorgestellt. Wieder zieren die drei Insignien des Oktoberfestes, nämlich Riesenrad, Maßkrug und Breze den Maßkrug. Bei der offiziellen Vorstellung des Wiesn-Maßkrugs sagte der Wiesn-Chef Baumgärtner, für ihn sei es nun schon der Auftakt zum diesjährigen Oktoberfest.

Er wolle vor allem die Vielseitigkeit des Volksfestes ins Bewusstsein rücken, unterstrich der Münchner Wirtschaftsreferent. Es gehe nicht nur um einen Platz im Bierzelt und ums Biertrinken, sondern um traditionelle Volksfeststimmung mit Fahrgeschäften und Buden.

Das Oktoberfest 2019 dauert vom 21. September bis 6. Oktober. Die Maß kostet bis zu 11,80 Euro, unter 10,80 Euro ist sie nicht zu haben.

70.000 Exemplare des Steinkrugs sollen in den Festzelten, an Souvenirständen und übers Internet verkauft werden. Seit 1978 gibt es jedes Jahr einen neuen Krug, der bei Sammlern heiß begehrt ist. Die Wiesnwirte hatten im Juli ihren Krug mit eigenem Motiv vorgestellt.

29.08.2019, Bayern, München: Elena Weidlich präsentiert im Armbrustschützenzelt auf dem Oktoberfestgelände den offiziellen Wiesn-Maßkrug 2019. Das Oktoberfest findet in diesem Jahr vom 21. September bis zum 06. Oktober 2019 statt. Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Bild: Sven Hoppe

8. August 2019: Stadt München verhängt E-Scooter-Verbot für die Wiesn

Seit Mitte Juni zog die Polizei in München bereits mehr als 430 alkoholisierte E-Scooter-Fahrer aus dem Verkehr – 175 von ihnen waren mit mehr als 1,1 Promille Alkohol unterwegs. Und das Problem könnte noch viel größer werden – ziemlich genau ab dem 21. September, wenn das Oktoberfest beginnt. Denn dann schnellt bekanntlich die Zahl der alkoholisierten Menschen in der Landeshauptstadt nach oben.

Nun liegt es in der Verantwortung eines jeden Einzelnen, ob er sich strafbar machen und betrunken auf eines der wackeligen Zweiräder steigen möchte. Doch untätig wollen Stadt und Polizei den Unvernünftigen unter den Wiesn-Besuchern dabei nicht zusehen. Und so gibt es heuer zum ersten Mal konkrete Handlungsanweisungen, wie mit E-Scootern auf der Wiesn zu (ver-)fahren ist: nämlich gar nicht. Auf der Theresienwiese sind die Roller genauso verboten wie alle anderen fahrbaren Untersätze à la Drahtesel und Co. Doch damit nicht genug. Hinter den Kulissen von Rathaus und Polizeipräsidium wird aktuell auch noch sinniert, wie man im Raum rund um die Wiesn mit den E-Rollern umgehen will. Von denen gibt es in der Stadt mittlerweile rund 3000 Stück – auf vier Anbieter verteilt.

„Wir beraten insbesondere über die Frage, wie das Abstellen der E-Scooter an der Theresienwiese geregelt werden kann“, sagt Johannes Mayer, Sprecher des Kreisverwaltungsreferates in München. Noch sei man zu keinem Ergebnis gekommen, er sei jedoch guter Dinge, dass man eine geeignete Lösung finde. Denn anders als bei dem Leihrad-Anbieter „Obike“, dessen herrenlose und kaputte Zweiräder München vergangenes Jahr in ein kleines Desaster stürzten, pflege man mit den vier E-Scooter-Anbietern ein gutes Miteinander.

30. Juli 2019: Wiesn-Chef Baumgärtner stellt die neuen Attraktionen vor

Auf einer Pressekonferenz zum Oktoberfest 2019 hat der neue Wiesn-Chef Clemens Baumgärtner neue Highlights des Volksfests präsentiert. Man wolle auf dem Oktoberfest Historie und Hightech vereinen, sagte Baumgärtner. Es soll unter anderem eine virtuelle Abenteuerreise durch Dino-Welten geben, auch eine historische Bonbonmanufaktur. Dazu sollen Oktoberfest-Besucher bei Schnee aus der Schneekanone eine Ski-Party feiern können - als weiterer Höhepunkt soll ein 90 Meter hohes Maibaumkarussell dienen.

Rund um das Festgelände werden keine E-Scooter erlaubt sein, hieß es auf der PK. Das Taschen- und Rucksackverbot für Wiesn-Gäste soll auch 2019 gelten.

Barack Obama kommt 2019 nach München auf die "Bits & Pretzels", eine Gründermesse, die während der Wiesn stattfindet. Noch ist unklar, ob Obama auch das Oktoberfest besucht.
Bild: Tobias Hase, dpa (Archiv)

23. Juli 2019: Barack Obama kommt auf die "Bits & Pretzels" während der Wiesn

Zeitgleich zum Oktoberfest findet auch 2019 auf der Messe München das Gründertreffen "Bits & Pretzels" statt. Prominentester Gast dürfte wohl der ehemalige US-Präsident Barack Obama sein, der dort am 29. September die Eröffnungsrede hält. In einem moderierten Gespräch werde er laut Veranstalter über seine Zeit im Amt und über das Thema Führung in der Welt sprechen.

Ob Obama danach auf die Wiesn geht, ist noch nicht bekannt - einige prominente Gäste der Messe nutzten die Verbindung allerdings in der Vergangenheit. Ein Beispiel dafür ist der mittlerweile in Ungnade gefallene Schauspieler Kevin Spacey, der 2016 die Eröffnungsrede hielt. Auch Nico Rosberg, Philipp Lahm und Milliardär Richard Branson sprachen bereits auf der "Bits & Pretzels".

Obama hatte 2016 angekündigt, das Oktoberfest nach Ende seiner Amtszeit besuchen zu wollen. Damals sagte er: "Ich bin noch nie beim Oktoberfest in Deutschland gewesen, das heißt: Ich muss nochmal wiederkommen. Wahrscheinlich macht es mehr Spaß, wenn ich kein Präsident mehr bin."

8. Juli 2019: Oktoberfest-Aufbau hat begonnen

Zweieinhalb Monate vor dem Start beim Oktoberfest 2019 hat am 8. Juli der Aufbau begonnen. Die Teile der Bierzelte waren das Jahr über in Containern eingelagert. Jetzt werden die Gerüste ausgepackt und aufgebaut. Die 31 Hektar der Theresienwiese verwandeln sich dadurch bis zum September in eine Großbautelle, die für Fußgänger und Radler gesperrt ist.

Der Aufbau für die Wiesn kostet jedes Jahr mehrere Millionen Euro. Beispielsweise werden die Küchen der Bierzelte jedes Jahr neu betoniert und nach dem Oktoberfest abgerissen. Das liegt an Auflagen zur Hygiene.

Auf dem Oktoberfest gibt es 16 große Bierzelte. Der Bierpreis ist in diesem Jahr wieder gestiegen. Er liegt zwischen 10,80 und 11,80 Euro - wobei die meisten Wirte eher in Richtung 11,80 Euro gehen. Wie sich der Bierpreis im Laufe der Zeit entwickelt hat, zeigt diese Grafik:

Der erste Programmpunkt beim Oktoberfest ist am 21. September der Einzug der Wiesnwirte ab 10.45 Uhr. Um 12 Uhr gibt es dann den Anstich - und wenn dann das Bier fließt, ist die Wiesn offiziell eröffnet. (AZ, dpa, lby)

Oktoberfest-News: Der Aufbau für die Wiesn 2019 in München läuft.
Bild: Sina Schuldt, dpa (Archiv)

 

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05.10.2019

Und zu Eurer Bierpreisgrafik sag ich lieber nichts - da stellen sich jedem ehrlichen Statistiker und Datenvisualisierer die Zehennägel genauso auf wie der Bierpreis 2002 von DM-Beträgen auf Euro-Beträge abstürzt. Die Mathekenntnisse haben wohl nicht ausgereicht, die DM-Beträge vor 2002 auf Euro umzurechnen. Man hätte links auch eine DM-y-Achse und rechts eine Euro-y-Achse anfügen können, dann würde man auch sehen, daß die Maß inzwischen über 23 DM kosten würde. Soviel zur gefühlten Inflation.

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05.10.2019

"Zum Wiesn-Endspurt mehr als sechs Millionen Gäste erwartet"
Das dürfte wohl eine Fake-Erwartung sein. Wenn am letzten Wiesenwochenende wirklich sechs Millionen Gäste auf dem Platz sind, könnt ihr die aufeinander stapeln. Die sechs Millionen sind die Gesamtbesucherzahl an allen zwei Wochen plus zwei Tage Wiesn und nicht zum Wiesn-Endspurt - das sind zum Erscheinen des Artikels noch zwei bzw. drei (wenn man den 4. Oktober mitrechnet) Tage. Gott sei Dank ist am Sonntag Abend Schluß mit der Promillofeierei und München kann zum Normalzustand zurückkehren.

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