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Immenstadt

04.02.2015

Mit Kindern nach Syrien gereist: Allgäuer Islamistin (30) angeklagt

Der Screenshot eines IS-Propagandavideos zeigt bewaffnete Frauen, die angeblich in der syrischen Stadt Al-Rakka operieren.
Bild: Syriadeeply.org, dpa

Die Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen eine Islamistin (30) aus dem Allgäu erhoben. Sie war als Braut eines Gotteskriegers mit ihren Kindern nach Syrien gereist.

Sie trat vom Katholizismus zum Islam über, lernte über das Internet einen Syrienkämpfer kennen, wurde seine Braut und reiste mit ihren kleinen Kindern in den Krieg: Einer 30 Jahre alte Einzelhandelskauffrau aus Immenstadt soll demnächst der Prozess gemacht werden.

Wie die Polizei und die zuständige Staatsanwaltschaft München I mitteilten, wurde die Oberallgäuerin bereits im Mai vergangenen Jahres am Flughafen in Frankfurt verhaftet. Sie war mit ihren beiden Kindern aus Syrien zurückgekehrt. Der frühere Lebensgefährte und Vater der heute drei und sieben Jahre alten Mädchen hatte Anzeige erstattet wegen Kindesentführung.

Anklage gegen Allgäuer Islamistin erhoben

Nach Angaben der Sicherheitsbehörden war seine Freundin über Bekannte in Kontakt mit dem Islam gekommen, eine Frau aus Hessen berichtete, dass ihr Mann nach Syrien „ausgewandert“ sei, um gegen das Assad-Regime zu kämpfen und einen islamischen Gottesstaat aufzubauen. Über das Internet lernte sie schließlich einen Mann kennen, der ihr vorschlug, als islamische Zweitfrau mit ins Kriegsgebiet zu gehen.

Nach Informationen der Allgäuer Zeitung reiste die heute 30-Jährige im Januar 2014 mit ihren kleinen Kindern aus, so die Erkenntnisse der Ermittler. Die Oberallgäuerin sagte nach ihrer Verhaftung über ihre Zeit im Kriegsgebiet aus. Sie habe Waffen im Haus gehabt – zur Verteidigung im Notfall. Sie habe die Waffen gereinigt, aber nie benutzt. Die Staatsanwaltschaft hat nun Anklage erhoben wegen Verdachts einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Über den Verbleib der Kinder und des Ex-Freundes wurde nichts bekannt.

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