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Fall Gustl Mollath

06.06.2013

Mollath-Freunde hoffen auf Unterstützung von Filmstar Sandra Bullock

Sandra Bullock leiht der bösen Superheldin Scarlet Overkill ihre Stimme. Foto: Paul Buck
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Freunde des gegen seinen Willen in der Psychatrie einsitzenden Gustl Mollath hoffen nun auch auf Unterstützung von Filmstar Sandra Bullock. Foto: Paul Buck dpa

Das Schicksal von Gustl Mollath schlägt hohe Wellen. Seine Unterstützer hoffen nun auch auf die Hilfe von Hollywood-Star Sandra Bullock.

Freunde des gegen seinen Willen in der Psychatrie einsitzenden Gustl Mollath hoffen nun auch auf Unterstützung von Filmstar Sandra Bullock. Die in Nürnberg aufgewachsene Schauspielerin habe zusammen mit Gustl Mollath die örtliche Rudolf-Steiner-Schule besucht, berichtete der Mollath-Unterstützer Gerhard Dörner am Donnerstag der Nachrichtenagentur dpa. Es sei daher durchaus möglich, dass auch ihr das Schicksal des 56-Jährigen nicht gleichgültig sei.

Dörner denkt dabei an ein von Bullock unterstütztes Filmprojekt über die leidvollen Erfahrungen des heute 56 Jahre alten Maschinenbauers. Der Mollath-Unterstützer will nach eigenen Angaben demnächst bei einem Besuch in San Francisco Kontakt mit Bullock aufnehmen und ihr den Fall Mollath schildern. Ob Bullock in dem Film selbst mitspiele oder ihn nur finanziell unterstütze, sei allein ihre Entscheidung, sagte Dörner.

Bullock wurde in den USA geboren, wuchs jedoch in Deutschland auf und spricht mit leicht fränkischem Akzent fließend deutsch. In Nürnberg besuchte die Tochter einer deutschen Opernsängerin und eines Gesangslehrers, der in Bayern als US-Soldat stationiert war, bis zu ihrem zwölften Lebensjahr die Waldorfschule in Nürnberg. Aus ihrer zweiten Heimat soll sich Bullock noch heute gern Gummibärchen und Nürnberger Bratwürste schicken lassen.

Mollath ist nach einem Urteil des Landgerichts Nürnberg-Fürth seit 2006 in der Psychiatrie untergebracht, weil er seine Frau misshandelt haben soll. Brisant ist der Fall, weil der heute 56-jährige Nürnberger im Jahr 2003 seine Frau, weitere Mitarbeiter der HypoVereinsbank und 24 Kunden beschuldigt hatte, in Schwarzgeldgeschäfte verwickelt zu sein. Die Staatsanwaltschaft hatte damals keine Ermittlungen eingeleitet. Im Jahr 2011 bestätigte eine Untersuchung der Bank aber manche Vorwürfe Mollaths.  dpa/lby/AZ

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