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München
20.06.2016

In S-Bahn verschwunden: Besitzer erhalten 100.000 Euro teure Geige zurück

Ein Mann hatte die 100.000 Euro teure Landolfi-Geige aus der S-Bahn in München mitgehen lassen.
Foto: Bundespolizei

Ein Mann hatte eine 100.000 Euro teure Geige mitgenommen, die in der Münchner S-Bahn vergessen wurde. Jetzt haben die Besitzer das Instrument zurückbekommen. Die ganze Geschichte.

Es war ein Schock für die Familie aus Seefeld-Hechendorf, als die 100.000 Euro teure Landolfi-Geige in der S-Bahn München verschwand. Doch am heutigen Montag nahm die Geschichte ein gutes Ende: Die Polizei konnte die 250 Jahre alte Geige der Familie zurückgeben.

Mann nahm teure Geige in Münchner S-Bahn mit

Eine Frau aus der Familie hatte die Geige am Donnerstag in einem Geigenkasten samt Zubehör in einer S-Bahn vergessen. Bilder einer Überwachungskamera zeigten, wie ein Mann das teure Instrument mitnahm - es blieb dann aber verschwunden, sodass die Bundespolizei Fahndungsbilder veröffentlichte.

Gegen 21.30 Uhr rief ein 35-Jähriger aus Berg am Laim im Polizeipräsidium München an und sagte, er sei der Gesuchte. Laut Polizeibericht hatte er von einem Freund erfahren, dass er gesucht wurde.

Die Polizei fuhr daraufhin zur Wohnung des Mannes. Er übergab die Geige und alle anderen Utensilien im Gesamtwert von rund 120.000 Euro den Polizisten und gab sofort zu, dass er sie mitgenommen hatte.  Laut Polizeibericht habe er nicht gewusst, wie wertvoll die Geige ist. Er habe zunächst einfach die Gelegenheit genutzt und sich erst später Gedanken zum weiteren Vorgehen machen zu wollen.

Der 35-Jährige durfte die Wache nach seiner Vernehmung wieder verlassen, wird sich nun aber wegen Diebstahls beziehungsweise Unterschlagung strafrechtlich verantworten müssen.

Besitzer sind heilfroh, ihrer Geige wieder zu haben

Die Besitzer der Geige, Konrad und Brigitte Altenberger, freuen sich mit Dienstgruppenleiter Stefan Friske, dass die Geige wieder aufgetaucht ist.
Foto: Bundespolizei

Am Samstagmorgen informierten die Beamten die Eigentümer der Geige. Mutter und Sohn fuhren daraufhin zur Wache, um sich von der Echtheit der Geige  zu überzeugen und sie auf mögliche Schäden zu überprüfen.

Der 65-jährigen Frau aus Seefeld-Hechendorf fiel ein Stein vom Herzen, als sie die unbeschädigte Landolfi erkannte. Sie konnte die wertvolle Geige allerdings nicht gleich mit nach Hause nehmen, da sie erst durch die Staatsanwaltschaft freigegeben werden musste. Damit ist die Geschichte am heutigen Montag abgeschlossen worden - mit einem guten Ende. AZ

100.000 Euro teure Geige in S-Bahn verschwunden 

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