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München
23.10.2018

Jugendlicher bietet 14-Jährigen zum Verkauf an

Ein 15-Jähriger hat seinen Freund im Internet zum Verkauf angeboten - ein schlechter Scherz.-
Foto: Britta Pedersen, dpa (Symbol)

Es war ein schlechter Scherz unter Freunden an dessen Ende ein Besuch der Polizei stand: Ein 15-Jähriger bot seinen Freund zum Verkauf im Internet an.

Dieser Scherz ging nach hinten los: Ein 15-jähriger Münchner hat seinen 14-jährigen Freund auf einer Online-Plattform zum Verkauf angeboten. Das teilte die Polizei München jetzt mit, die Anzeige sei bereits im Januar 2018 veröffentlicht worden. In der mit einem Foto versehenen Anzeige wurde der Junge mit derben Begriffen angepriesen. So sollte es um einen "Fehlkauf" handeln, das "Exemplar komme leider aus China", " sei absolut "minderwertig" und würde "wirklich derbe stinken", so dass ein "Ölwechsel" zu empfehlen sei. Da nicht klar gewesen sei, ob der Jugendliche in Gefahr sei, habe die Kriminalpolizei die Ermittlungen übernommen.

Die Wohnung des 15-jährigen Verkäufers wurde schließlich im Mai 2018 durchsucht. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen Scherz gehandelt habe. Die Jugendlichen und ihre Eltern wurden nach Angaben der Polizei eingehend über die ernsten Hintergründe solcher Inserate belehrt.

Der Spaß für den Inserenten hielt sich nach Angaben der Polizei jedoch in Grenzen: Im Rahmen der Durchsuchung wurde in seinem Kinderzimmer ein "Soft-Nunchaku" aufgefunden, was eine Anzeige nach dem Waffengesetz zur Folge hatte. Noch schlimmer dürfte ihn jedoch die Beschlagnahme seines Smartphones getroffen haben. (AZ)

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