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Fraunhofer-Einrichtung

28.07.2010

München: T-Shirt schützt Sportler vor dem Austrocknen

Das T-Shirt der Fraunhofer-Einrichtung für Modulare Festkörper-Technologie zeigt durch Farbwechsel an, was und wie viel ein Sportler ausschwitzt.
Bild: mum cul

Sporteln bis zum Umfallen: Das verhindert künftig ein T-Shirt. Es zeigt dem Sportler an, wenn er dringend zur Wasserflasche greifen sollte.

Der Sportler der Zukunft kann sich künftig noch sorgloser schinden. Ein intelligentes T-Shirt aus Sensor- Textilien macht das möglich: Das Kleidungsstück ändert die Farbe, wenn es am Körper mit sauren oder basischen Verbindungen in Berührung kommt.

So wird dem Sportler angezeigt, dass er dringend zur Wasserflasche greifen muss, weil seine Salzreserven verbraucht sind. Wissenschaftler der Fraunhofer-Einrichtung für Modulare Festkörper- Technologie (EMFT) in München präsentierten am Mittwoch das T-Shirt als Beispiel für den innovativen Einsatz von Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik.

Der Einsatz dieser Technologie sei auch in der Medizin geplant, hieß es. So könnten Wundverbände mit Sensoren den Status der Wundheilung anzeigen oder mit Sensorenarmbändern Körperfunktionen gemessen werden. "Diese Beispiele sind nur ein kleiner Ausschnitt an Möglichkeiten, die uns die Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik bieten", sagte Karlheinz Bock, kommissarischer Leiter des EMFT. So arbeiten die Forscher auch an intelligenten Implantaten, steuerbaren Gliedmaßen und künstlichen Organen.

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Um neue Technologien für die Wirtschaft zu entwickeln, kooperiert die Einrichtung mit Unternehmen wie TÜV Süd, Siemens oder Panasonic. Gemeinsam mit Siemens wurde kürzlich das Center für Mikrosystemintegration München(CMM) gegründet. "So ist eine permanente Basiskooperation direkt mit den Firmen möglich", sagte Bock. Im Zuge der Zusammenarbeit finde etwa mit Siemens auch ein Mitarbeiteraustausch statt.

Die neugegründete Fraunhofer-Einrichtung für Modulare Festkörper- Technologie gehört zur Fraunhofer Gesellschaft. An dem Institut beschäftigen sich rund 80 Wissenschaftler schwerpunktmäßig mit Mikroelektronik und Mikrosystemtechnik. dpa/lby

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