Newsticker
Spezial-Airbus der Luftwaffe mit Corona-Patienten aus der Region landet in Hamburg
  1. Startseite
  2. Bayern
  3. Münchner Uni: Plagiatsaffäre: Schavan verlässt Hochschulrat der LMU

Münchner Uni
08.04.2014

Plagiatsaffäre: Schavan verlässt Hochschulrat der LMU

Als Konsequenz ihrer Plagiatsaffäre verlässt Annette Schwavan den Hochschulrat der LMU.
Foto: Alexander Kaya

Erst seit Oktober saß Annette Schavan im Hochschulrat der Münchner LMU. Die CDU-Politikerin wurde trotz der Plagiatsvorwürfe in das Amt berufen. Nun verlässt sie das Gremium wieder.

Als Konsequenz aus ihrer Plagiatsaffäre verlässt die frühere Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) den Hochschulrat der Ludwig-Maximilians-Universität in München.

Schavan fehlt die notwendige Akzeptanz für das Amt

Am Vorabend hatten sich die Dekane der Ansicht des LMU-Präsidiums angeschlossen, die CDU-Politikerin um die Niederlegung ihres Mandats zu bitten. Seit das Verwaltungsgericht Düsseldorf ihre Klage gegen den Entzug des Doktortitels zurückgewiesen hatte, fehle die notwendige Akzeptanz für ihren Verbleib im Hochschulrat, erklärte das Gremium. Schavan wollte sich am Dienstag nicht zu ihrer Entscheidung äußern.

Im Februar 2013 hatte die Universität Düsseldorf Schavan den Doktortitel aberkannt.

Die Universität Düsseldorf hatte Schavan im Februar 2013 den Doktortitel wegen des Vorwurfs der Täuschung aberkannt. Kurz darauf war sie als Bundesbildungsministerin zurückgetreten. Im vergangenen Oktober wurde sie dennoch mit einmütiger Zustimmung des LMU-Senats in den Hochschulrat berufen. Schavan sei wegen ihrer umfassenden Expertise und langjährigen Erfahrung im Wissenschaftssystem bestellt worden, teilte die LMU mit.

Der Aberkennung des Doktortitels sei demgegenüber weniger Gewicht beigemessen worden. Zudem hätten sich renommierte Wissenschaftler damals gegen den Entzug des Titels ausgesprochen. Durch das Urteil des Düsseldorfer Gerichts sei aber eine neue Situation entstanden.

Der Hochschulrat ist nach Angaben der Universität das zentrale Aufsichts- und Entscheidungsgremium der Universität. Er setzt sich zusammen aus zehn Mitgliedern des Senats sowie zehn Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und beruflicher Praxis. Ständig beratende Mitglieder ohne Stimmrecht sind die Hochschulleitung sowie die Frauenbeauftragte der LMU. dpa

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.