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München

09.04.2015

Mutmaßlicher Terrorist vor Gericht: "Ich wollte als Märtyrer sterben"

Im Prozess in München gestand der 21-jährige Angeklagte, nach Syrien gereist zu sein und dort an einem Terrorcamp teilgenommen zu haben. Er wollte als Märtyrer sterben.
Bild: Peter Kneffel (dpa)

Der mutmaßliche Dschihadist, der in München vor Gericht steht, äußerte sich über seine Erlebnisse und seine Motivation. Der 21-Jährige wollte für die syrische Al-Kaida kämpfen.

Ein junger Angeklagter hat München in einem Prozess um islamistischen Terror in Syrien gestanden, nach Syrien in den Dschihad gereist zu sein. "Ich wollte damals als Märtyrer sterben, das war mein Ziel", sagte der 21-jährige Deutsch-Türke am Donnerstag vor dem Oberlandesgericht. "Man sagt, das dauert nicht lange." Auch wegen der Jungfrauen im Paradies, die ihm versprochen worden seien, habe er den Märtyrertod angestrebt. "Ich habe gedacht: Märtyrer - und durch."

Mußmaßlicher Dschihadist wollte in Syrien "helfen"

In Deutschland habe er von Gräueltaten des Regimes von Baschar al-Assad gehört und in Syrien helfen wollen, sagte der Angeklagte. Über die Türkei sei er nach Syrien in ein Terrorcamp der Al-Nusra-Front gereist, des syrischen Ablegers von Al-Kaida.

Der Mann ist wegen Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung im Ausland angeklagt. Ziel der Al-Nusra-Front sei es, "einen Gottesstaat unter Geltung der Scharia zu errichten", heißt es in der am Donnerstag verlesenen Anklageschrift. lby

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