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Corona-Impfstoff

27.12.2020

Nach Pannen kann nun auch in den Kreisen Augsburg und Dillingen geimpft werden

In den Landkreisen Augsburg und Dillingen kam es beim Start der Corona-Impfung zu Verzögerungen. Nun wurden die Pannen aber aufgeklärt.
Bild: Marcus Merk

Europaweit starten die Corona-Impfungen, nachdem kurz vor Weihnachten ein erster Impfstoff in der EU zugelassen wurde. Doch in der Region gab es Verzögerungen.

Lange wurde dieser Tag herbeigesehnt: Am 27. Dezember startet die große Impfkampagne gegen das Coronavirus. Die EU-Kommission hat kurz vor Weihnachten den Impfstoff des deutschen Unternehmens Biontech und seines amerikanischen Partners Pfizer genehmigt. Am 26. Dezember wurden die ersten Impfdosen dann in ganz Deutschland und auch in anderen Ländern verteilt. Den ersten Menschen wurde das Vakzin sogar bereits am Samstag gespritzt.

In der Region werden am Sonntag die ersten Menschen immunisiert, in den meisten Landkreisen startete die Kampagne offenbar auch wie geplant. Doch im Landkreis Augsburg sowie im Landkreis Dillingen gab es Probleme.

In den Kreisen Dillingen und Augsburg konnte zuerst noch nicht gegen Corona geimpft werden

Denn es war nicht sichergestellt, dass der empfindliche Impfstoff durchgehend richtig gelagert wurde. Die Kühlboxen, in denen der Impfstoff transportiert wird, enthalten Datenlogger, die prüfen, ob die für den Transport empfohlene Temperatur zwischen zwei und acht Grad eingehalten wird. Am Morgen hieß es, der Grenzwert könnte bei den Dosen, die in die Kreise Augsburg und Dillingen geschickt wurden, überschritten worden seien.

 

"Es darf keinen Restzweifel geben", sagte der Augsburger Landrat Martin Sailer. Ebenso äußert sich Dillingens Landrat Leo Schrell, der den Impfstart ebenfalls abgesagt hat. "Wenn die Restzweifel ausgeräumt werden können, wird am Montag geimpft", sagte Schrell. Sollte sich herausstellen, dass die Impfdosen wirklich zu lange zu hohen Temperaturen ausgesetzt waren, müssten sie aber vernichtet werden.

Dazu kommt es aber nicht: Am Nachmittag meldeten die Kreise, dass sie nun doch bereits am Sonntag mit dem Impfen beginnen können. Hersteller Biontech habe die Daten überprüft und bestätigt, dass der Impfstoff in Ordnung sei. Das Landratsamt Augsburg erklärte in einer Pressemitteilung, inzwischen habe man "glücklicherweise grünes Licht von Biontech erhalten" und könne deshalb "noch heute den geplanten Impfstart zeitversetzt nachholen". Der Landkreis Dillingen will nun ebenfalls schon am Sonntag die ersten Menschen impfen.

 

Impfstart auch in Oberfranken verschoben: Corona-Impfstoff möglicherweise falsch gelagert

Auch in sechs Landkreisen Oberfrankens ist der geplante Start der Corona-Impfungen wegen möglicher Probleme in der Kühlkette verschoben worden. "Beim Auslesen der Temperaturlogger, die in den zentral beschafften Kühlboxen beigelegt wurden, sind Zweifel an der Einhaltung der Kühlkette für den Impfstoff aufgekommen", heißt es in einer gemeinsamen Erklärung der Landräte der Kreise Coburg, Lichtenfels, Kronach, Hof, Wunsiedel und Kulmbach. Mit dem Landkreis Coburg ist ausgerechnet der Kreis mit der deutschlandweit aktuell höchsten Corona-Inzidenz betroffen - sie liegt laut RKI bei 543 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen.

Auch die oberfränkischen Landräte wollen zunächst prüfen, ob der Impfstoff weiterhin problemlos verwendbar ist. "Sollte es nur den geringsten Anhaltspunkt geben, dass der Impfstoff nicht zu 100 Prozent den Qualitätskriterien entspricht, wird diese Charge auch nicht verimpft", sagte der Vorsitzende des Bezirksverbandes Oberfranken des Bayerischen Landkreistages, der Lichtenfelser Landrat Christian Meißner. Es gehe nicht ums Tempo. (mit bv, jah und dpa)

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