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Nachruf
24.09.2021

Ex-Drummer der Spider Murphy Gang ist tot: Über den tiefen Fall des Franz Trojan

Ein Foto aus den Anfangsjahren der Band mit (von links) Barny Murphy, Michael Busse, Günther Sigl und Franz Trojan.
Foto: Günther Sigl

Franz Trojan, Gründungsschlagzeuger der Spider Murphy Gang, ist mit 64 gestorben. Mit seinem großen Erfolg konnte er nicht umgehen. Er starb völlig verarmt.

Am Ende war er wohl einfach nurmehr krank, traurig und frustriert. In seinem letzten Interview mit dieser Redaktion vor fünf Jahren hatte Franz Trojan noch einmal neue Musikaufnahmen angekündigt. Gehört hat die Welt sie nicht mehr. Denn der frühere Schlagzeuger der Spider Murphy Gang war offenbar schlichtweg nicht mehr in Lage, erfolgreich Musik zu spielen und zu produzieren, wie er es zuvor getan hat.

Rockstar Franz Trojan stirbt verarmt in seinem Wohnwagen

Irgendwie kam die Nachricht vom Tod des Trommlers Trojan dann auch nicht mehr gänzlich überraschend. Das Management der Band bestätigte unserer Redaktion am Freitag Meldungen, dass er bereits am 15. September mit nur 64 Jahren gestorben ist.

Gesundheitlich war der Musiker und Produzent schon seit Jahren angeschlagen. Nicht einmal Schlagzeugstöcke konnte er eigenen Angaben zufolge mehr halten. Verarmt soll er in einem Wohnwagen in Kamp-Lintfort am Rand des Ruhrgebiets mehr gehaust als gelebt haben. So genau weiß es aber niemand. Denn der Kontakt zwischen seiner früheren Band und ihrem Gründungsschlagzeuger war bereits seit Jahren abgebrochen. Die Gang hatte der Drummer bereits 1992 im Streit verlassen. Es war einfach im Laufe der Jahre zu viel vorgefallen.

Ein Foto aus den Anfangsjahren der Band mit (von links) Barny Murphy, Michael Busse, Günther Sigl und Franz Trojan.
Foto: Günther Sigl

Dabei war Trojan Gründungsmitglied der Münchner Kultband. Bei allen großen Hits vom „Skandal im Sperrbezirk“ bis zur „Schickeria“ oder „Mia san a bayerische Band“ war er mit dabei.

Wie Kokain Franz Trojan in den Ruin getrieben hat

Trojan hat Millionen verdient, konnte aber weder mit dem Geld, noch mit dem Erfolg umgehen. Beides zerfloss ihm regelrecht zwischen den Fingern. Alkohol, Unmengen von Kokain und andere Exzesse zerstörten dann nicht nur seine Ehe, sondern auch den Großteil seiner früheren Freundschaften, wenn nicht gar alle.

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Open Air auf der Freilichtbühne Altusried mit den Bands Münchener Freiheit mit Sänger Tim Wilhelm, Gitarrist Aron Strobel und Bassist Michael Kunzi und der Spider Murphy Gang mit Sänger Günther Sigl, Gitarrist Barny Murphy, Saxofonist Otto Staniloi, Keyboarder Ludwig Seuss und Bassist Willie Duncan. Über 3000 Zuschauer.
Foto: Christian Gögler

Der im fränkischen Kulmbach Geborene hatte in seinem Leben schon früh Probleme. Seine Kindheit als „nicht einfach“ zu beschreiben wäre diplomatisch formuliert. Kurz zusammenfassen könnte man sie mit den Schlagworten: Prügel vom gewalttätigen Vater und Langeweile in der Provinz.

Doch Trojan entdeckte als Jugendlicher die Musik, lernte durch Zufall Schlagzeug spielen, spürte das große Talent und ging nach München. Dort stieß er auf Günther Sigl und Co. Der Rest ist bayerische Musikgeschichte. Nach jahrelangem Herumtingeln auf kleinen Bühnen wurde die Band vom Radiomoderator Georg Kostya entdeckt und schoss in wenigen Jahren mit ihrem Rock ’n Roll mit bayerischen Texten an die Spitze der Charts.

Um die Spider Murphy Gang wurde es nach den Achtzigern ruhig

Mit dem Verebben der Neuen Deutschen Welle blieb ab Mitte der 80er Jahre langsam und schleichend auch der Erfolg der Spiders aus. Während Sigl die Band später neu aufstellte und über Live-Auftritte in Bierzelten wieder ins Geschäft kam, entfernte sich Trojan von der Gruppe. Die Wahrheit war wohl, dass sie ihn rausgeworfen haben. Er versuchte sich selbst als Musikproduzent. Doch richtig erfolgreich war der Franke damit nicht. Das Musikbusiness veränderte sich zudem im Laufe der Jahre, wurde zunehmend komplexer, sein altes Netzwerk bekam immer mehr Risse. Immer öfter saß er alleine in seinem Studio und soff, statt wie geplant Hits für neue Stars zu produzieren.

Die bayerische Kultband „Spider Murphy Gang“ mit ihrem Schlagzeuger Franz Trojan (vorne Mitte) im Jahr 1983. Da hatten sie schon ihren ersten Nummer-Eins-Hit „Skandal im Sperrbezirk“ gefeiert. Franz Trojan ist jetzt im Alter von 64 Jahren gestorben.
Foto: Horst Ossinger, dpa

In den Nuller-Jahren stürzte er dann völlig ab. Seine Frau trennte sich von ihm, das eigene Haus ging flöten. Er kam zunächst bei Freunden unter, bis die ihn auch vor die Tür setzten. Irgendwann erschien in den Münchner Boulevard-Zeitungen die Schlagzeile: „Spider-Schlagzeuger klaut!“ Man hatte ihn in einem Supermarkt mit einer Schachtel Zigaretten in der Tasche erwischt. Die letzten Jahre verbrachte Franz Trojan bei einer Gönnerin im Garten, die ihm ihren Wohnwagen zur Verfügung gestellt hatte.

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