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Nürnberg
18.06.2021

Bayerns höchstes Gebäude ist jetzt ein Denkmal

Das „Nürnberger Ei“ in der fränkischen Abendsonne.
Foto: Daniel Karmann, dpa

Nürnbergs Fernmeldeturm ist das höchste Gebäude Bayerns und nun auch ein Baudenkmal. Warum das eine gute Nachricht für Gipfelstürmer im Freistaat ist.

Wer in Deutschland ganz nach oben will, muss nach Bayern. Das liegt naturgemäß daran, dass die Zugspitze und damit Deutschlands höchster Punkt hier liegt – und dass der Freistaat mit all seinen Vorzügen mindestens aus Binnensicht das höchste aller Gefühle ist.

Einmal im Freistaat angekommen, muss sich der nach oben Strebende entscheiden: Soll es wirklich die Zugspitze sein? Oder zieht es den Gipfelstürmer ins Allgäu, wo Liftbetreiber ihr Skigebiet jahrelang als „Das Höchste“ beworben haben – ehe sie sich vor wenigen Jahren vom Superlativ verabschiedeten und seither unter dem weniger hochtrabenden Namen „Oberstdorf Kleinwalsertal Bergbahnen“ firmieren? Oder soll es weniger alpin, eher architektonisch an die Spitze gehen?

Woher das Nürnberger Ei seinen Namen hat

Dann wäre das „Nürnberger Ei“ die geeignete Aufstiegshilfe, ist der 292,8 Meter hohe Fernmeldeturm doch das höchste Gebäude Bayerns. Nicht unerhebliches Manko: Der 41 Jahre alte Turm ist seit drei Jahrzehnten für Besucher geschlossen – es wollten einfach zu wenige Menschen den Blick über die Frankenmetropole schweifen lassen. Vielleicht lag das auch daran, dass die in dem eiförmigen Turmkorb untergebrachte Aussichtsplattform gut 100 Meter unter Bayerns Rekordspitze liegt.

Für Ministerpräsident Markus Söder (CSU) war all das kein Hindernis, um dem Fernmeldeturm in seiner Heimatstadt nun eine besondere Ehre zuteilwerden zu lassen: Er wurde in die bayerische Denkmalliste aufgenommen. „Das Nürnberger Ei ist jetzt nicht mehr nur das höchste Gebäude, sondern auch das höchste Baudenkmal im Freistaat“, sagte Söder am Freitag bei der Übergabe der Urkunde des Landesamtes für Denkmalpflege. Bislang war der Olympiaturm in München mit seinen 291,3 Metern das höchste Denkmal Bayerns.

Der neue Status als Baudenkmal und die damit verbundenen Fördermöglichkeiten eröffneten neue Perspektiven für eine mögliche Wiedereröffnung der seit 1992 geschlossenen Besucherbereiche, sagte Nürnbergs Bürgermeister Marcus König. „Ziel ist es, irgendwann wieder mehr draus zu machen.“

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Der Nürnberger Turm ist übrigens der dritthöchste in ganz Deutschland, nur der Berliner Fernsehturm (368 Meter) und der Europaturm in Frankfurt am Main (337,5 Meter) sind noch höher. In unserer Region reicht kein Gebäude auch nur annähernd so weit in den Himmel. Wie eine Recherche unserer Redaktion ergab, ist das Ulmer Münster (161,5 Meter) hier das höchste Gebäude, dicht gefolgt von den Kühltürmen des Atomkraftwerks in Gundremmingen (160,5 Meter) im Landkreis Günzburg.

Unter den zehn höchsten Gebäuden der Region ist er das kleinste: der Gaskessel Augsburg mit 76,9 Metern.
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Foto: Ulrich Wagner

Doch wer hierzulande ganz besonders hoch hinaus will, hat mit den vor der Haustüre liegenden Alpen ja ohnehin ganz andere Möglichkeiten: Der höchste Berg im Regierungsbezirk Schwaben ist die Hochfrottspitze. Wer ihren Gipfel erklimmt, steht in beachtlichen 2648 Metern Höhe.

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