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Nürnberg
31.05.2016

Mutter getötet und verstümmelt - 44-Jähriger kommt in Psychiatrie

Dem 44-Jährigen wurde vor Gericht eine paranoide Schizophrenie bescheinigt.
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Dem 44-Jährigen wurde vor Gericht eine paranoide Schizophrenie bescheinigt.
Foto: Alexander Kaya, Symbol

Weil er seine Mutter getötet und ihre Leiche verstümmelt hat, kommt ein Mann in die Psychiatrie. Dort war er schon einmal, wurde aber auf den Wunsch der Mutter entlassen.

Weil er seine Mutter getötet und ihre Leiche massiv verstümmelt hat, kommt ein 44 Jahre alter Mann in die Psychiatrie. Das Landgericht Nürnberg-Fürth verurteilte den des Totschlags beschuldigten Mann am Dienstag. Der Mann leidet nach Ansicht des Gerichts an einer paranoiden Schizophrenie und handelte bei der Tat deshalb im Zustand der Schuldunfähigkeit.

Gegen den Rat der Ärzte wurde der Mann aus der Psychiatrie entlassen

Der 44-Jährige tötete seine 83 Jahre alte Mutter Ende Juni 2015 in deren Einfamilienhaus in Neumarkt in der Oberpfalz. Die genaue Tatzeit ist unklar. Eine Schwester des 44-Jährigen hatte die Mutter an deren Geburtstag angerufen und nicht erreicht. Der 44-Jährige soll seiner Schwester dann am Telefon gestanden haben, dass er die 83-Jährige umgebracht hat.

Nach einer Banklehre und Zivildienst hatte sich der 44-Jährige immer stärker zurückgezogen. Seit vielen Jahren lebte er zurückgezogen bei seiner Mutter. Nachdem er sich im vergangenen Jahr eingeschlossen, randaliert und mit Möbeln um sich geworfen hatte, kam der Mann erstmals in die Psychiatrie. Gegen den ausdrücklichen Rat der Ärzte und auf Wunsch der Mutter wurde er nach zehn Tagen entlassen. Wenige Monate später geschah die Tat. dpa/lby/AZ

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