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Oktoberfest 2016
17.08.2016

Kontrollen, ein Zaun und mehr: Das Sicherheitskonzept für die Wiesn steht

Polizisten am Eingang zum Oktoberfest: Die Wiesn 2016 soll mit einem Zaun abgeriegelt werden.
Foto: Matthias Balk, dpa /Archiv

Der mobile Zaun auf der Wiesn - er kommt nun doch. Nach den Anschlägen von Würzburg und Ansbach ist er nicht die einzige neue Sicherheitsmaßnahme auf dem Oktoberfest.

Ein Zaun, ein Rucksackverbot, Kontrollen an den Eingängen: Die Stadt München hat nach den Attacken in Würzburg, München und Ansbach das Sicherheitskonzept für die Wiesn verschärft. Zugleich betont Münchens zweiter Bürgermeister und Wiesn-Chef Josef Schmid, das Oktoberfest solle nicht zur Hochsicherheitszone werden. Doch was ändert sich konkret? Die wichtigsten Fragen und Antworten für alle, die heuer einen Wiesn-Besuch planen.

Welche Taschen dürfen noch mit auf die Wiesn?

Besucher dürfen nur noch sehr kleines Gepäck mitbringen. Gepäckstücke, die mehr als drei Liter fassen, sind verboten. „Eine Tasche, in die mehr als drei Milchtüten passen, ist bereits zu groß“, erläutert Schmid.

Was passiert mit Gepäck, das zu groß ist?

Besucher können ihr Gepäck an extra eingerichteten Aufbewahrungsstationen abgeben. Nach Angaben des Referats für Arbeit und Wirtschaft werden die dort gelagerten Gepäckstücke zuvor kontrolliert.

Gibt es Ausnahmen?

Ja, aber wenige. Bedienungen dürfen weiter ihre Wechselkleidung mitnehmen. Ihre Taschen werden gesondert gekennzeichnet. Ausnahmen soll es auch für Menschen mit gesundheitlichen Einschränkungen – etwa Menschen mit Sauerstoffgerät –, Sportschützen und Teilnehmer des Festzugs geben. Gepäck, das kontrolliert wurde und mitgenommen werden darf, wird mit einem Bändchen markiert. Weiterhin erlaubt sind kleine Handtaschen.

Was ist mit Kinderwagen?

Kinderwagen dürfen wie bislang bis 18 Uhr mit aufs Festgelände genommen werden – außer samstags und am Tag der Deutschen Einheit, 3. Oktober. Größere Kinderwagen werden genau kontrolliert. Wiesn-Chef Schmid rät daher dazu, Kinder besser im Buggy mitzunehmen.

Wie laufen die Gepäckkontrollen an den Eingängen ab?

Um den erhöhten Aufwand bewältigen zu können, stockt die Stadt die Zahl der Oktoberfest-Ordner auf. Zu Spitzenzeiten sollen bis zu 450 gleichzeitig im Einsatz sein. Ein Teil der Ordner ist an den Eingängen postiert und kontrolliert das Gepäck der Besucher. Zudem soll es technische Vorrichtungen geben, die beispielsweise Sprengstoff erkennen können. Details möchte das Referat für Arbeit und Wirtschaft hierzu nicht nennen.

Wie laufen die Personenkontrollen an den Eingängen ab?

Nicht alle Besucher werden gesondert kontrolliert – nur jene, die verdächtig erscheinen. „Wenn ein Ordner das Gefühl hat, da stimmt etwas nicht, kontrolliert er“, erläutert der Sprecher des Kreisverwaltungsreferats, Johannes Mayer. Die Kontrollen erfolgten diskriminierungsfrei.

Wer kontrolliert an den Eingängen?

Nach Angaben des Kreisverwaltungsreferats (KVR) kommen nur Ordner zum Einsatz, die überprüft und für zuverlässig befunden wurden. Das KVR holt hierzu unter anderem Stellungnahmen von der Polizei ein. Ordner werden zudem im Vorfeld der Wiesn rechtlich und fachlich geschult und müssen das durch ein Zertifikat nachweisen.

Drohen durch die Kontrollen längere Wartezeiten an den Eingängen?

An besucherstarken Tagen ist das nicht auszuschließen.

Hat das Folgen für die Sicherheit der Wartenden?

„Wenn sich Schlangen bilden, werden wir selbstverständlich von der Polizei unterstützt“, sagt KVR-Sprecher Mayer. Um Wartezeiten zu vermeiden, appelliert die Stadt an Besucher, nur so viel Gepäck mitzunehmen wie nötig.

Welchen Zweck hat dieser Zaun?

Die Absperrung am Hang entlang der Theresienhöhe soll verhindern, dass Besucher über das 350 Meter lange Teilstück aufs Festgelände gelangen. Es ist die letzte offene Stelle. „Das Taschen- und Rucksackverbot kann nur durchgesetzt werden, wenn es keinen unkontrollierten Zugang auf die Wiesn gibt“, sagt Schmid.

Könnte der Zaun zur Gefahr werden?

Die Verantwortlichen verneinen das. „Wenn Panik ausbricht, können wir den Zaun öffnen“, betont Mayer. Dies soll innerhalb von 50 Sekunden möglich sein. Am Zaun sind Ordner postiert, die über Funk erreichbar sind. Zudem verfügt der Zaun an sieben Stellen über 1,20 Meter breite Öffnungen. Die Absperrung wurde im Vorfeld getestet. Sie kommt etwa in der Allianz-Arena bereits zum Einsatz. mit dpa

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17.08.2016

Und vor dem Zaun außen sollte man große Tribünen zum "Public Viewing" aufstellen damit das Treiben innerhalb des Zaunes gut mitverfolgt werden kann.

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