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Oktoberfest-Auftakt sehr gut besucht

06:53 Uhr

Das Oktoberfest 2018 hat begonnen: Der Münchner Oberbürgermeister zapfte am Samstagmittag das erste Fass Bier an. Das Eröffnungswochenende war sehr gut besucht.

Das Oktoberfest 2018 in München ist gestartet. Vom 22. September bis 7. Oktober lockt das Volksfest wieder mehrere Millionen Besucher an. Alle Neuigkeiten zur Wiesn 2018 sowie wichtige Informationen finden Sie laufend aktuell hier im News-Blog.

Oktoberfest 2018 in München: News zur Wiesn hier im Blog

24. September: Sehr guter Auftakt zum ersten Wiesnwochenende

Wiesnwirte und Schausteller sind sehr zufrieden. Mehr als 800.000 Besucher kamen laut Schätzung des Referats für Arbeit und Wirtschaft am Eröffnungswochenende auf die Theresienwiese. Das sind etwa 200.000 Menschen mehr als im Vorjahr.

Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) glaubt auch zu wissen, wieso: Die Menschen fühlten sich wieder sicherer, sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion. „Sie wollen wieder einfach Spaß haben und ausgelassen feiern.“ Es sei bei den Besuchern angekommen, dass die Wiesn für die nächsten Tage der sicherste Ort Münchens sei, wie die Polizei im Vorfeld gesagt habe. Er empfinde die Stimmung dieses Jahr als viel positiver. Trotz des Sturmtiefs "Fabienne" am Sonntag Abend also ein gelungenes Auftaktwochenende.

23. September: Regen treibt Wiesnbesucher nach Hause

Regen und heftiger Wind haben am Sonntagabend viele Wiesnbesucher nach Hause getrieben. In den Zelten feierten die Menschen aber noch weiter. Das Sturmtief "Fabienne" zog über weite Teile Bayerns - und traf damit auch das Oktoberfest. Bis zum Abend wurden keine größeren Schäden bekannt, wie die Polizei mitteilte. Ein Bauzaun kippte um, wurde aber rasch wieder aufgestellt.

Erstmals hatte die Festleitung gegen 19.20 Uhr die Besucher vor dem heranziehenden Unwetter gewarnt. Später empfahl sie den Gästen über Twitter, "den Besuch im Außenbereich des Festgeländes zu unterbrechen". 

Das Volksfest hatte am Samstag bei perfektem Wiesnwetter mit Sonne und milden Temperaturen begonnen. Auch am Sonntag hielt das Wetter fast bis zum Schluss. Das letzte Bier gibt es in den meisten Zelten ohnehin um 22.30 Uhr.

9000 Trachtler ziehen zur Wiesn

Der Regen verzog sich genau im rechten Moment: Die Sonne kam durch, als rund 9000 Trachtler aus mehreren Ländern am Sonntag ihren farbenprächtigen Zug in Richtung Oktoberfest starteten. Auf den noch regennassen Straßen zogen Trommler und Musikkapellen, Schützen und Spielmannszüge in historischen Gewändern quer durch München zum Festgelände. Dazwischen fuhren Prachtgespanne der Brauereien.

Gruppen aus vielen Teilen Deutschlands, aus Österreich, Südtirol, Ungarn, Norwegen, der Schweiz, Bulgarien, Kroatien, Slowenien sowie Bosnien und Herzegowina waren zu dem Trachtenumzug angereist, der mit sieben Kilometern Länge zu den größten der Welt zählt. Tausende säumten die Straßen, um das festlich-bunte Spektakel zu sehen: Brauer, Schmiede und Kaminkehrer in ihren Zunfttrachten, Jäger, die symbolisch eine erlegte Wildsau mittrugen, Frauen mit Goldhauben als Symbol für Wohlstand - und immer wieder aufwendige Trachten. 

Auch legendäre Gestalten waren dabei wie der Volksheld Schmied von Kochel und die Brauertochter Bräurosl, die der Überlieferung nach allabendlich beim Rundritt im Brauhof eine Maß leerte. Angeführt wurde der Zug vom "Münchner Kindl", Viktoria Ostler. In einer Ehrenkutsche fuhr Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) mit seiner Frau Petra. Er hatte am Samstag mit dem Anzapfen des ersten Fasses die Wiesn eröffnet. Später folgte die mit Rittersporn und Gladiolen in den Landesfarben Weiß und Blau geschmückte Kutsche mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU) und seiner Frau Karin. 

Der Umzug geht bis auf das Jahr 1835 zurück. Damals zogen Trachtler und Schützen zur Silberhochzeit von König Ludwig I. und Therese von Bayern durch die Stadt. Deren Hochzeit hatte 1810 das Oktoberfest begründet. 1950 wurde der Trachtenumzug wiederbelebt.

In unserem Podcast "Bayern-Versteher" diskutiert ein Wiesn-Liebhaber mit einem, den es so gar nicht mehr dorthin zieht.

Falscher Mönch als erste "Bierleiche" auf der Wiesn

Ein falscher Mönch ist am Samstagmittag als erster Wiesnbesucher wegen überhöhten Alkoholkonsums behandelt worden - nur eine halbe Stunde nach Beginn des Bierausschanks. Der Mann habe eine Mönchskutte getragen, sagte die Sprecherin des Sanitätsdienstes Aicher Ambulanz, Ulrike Krivec. "Wir dachten, dass es ein Mönch ist." Im Laufe der Behandlung habe sich aber herausgestellt, dass es sich bei dem etwa 50 Jahre alten Wiesngast nicht um einen Ordensmann handelte.

Der Mann sei um 12.32 Uhr zur Sanitätswache gebracht worden - das erste Bier gab es um 12 Uhr. Viele Besucher, die morgens an den Eingängen zum Festgelände auf Einlass warteten, hatten schon Bier in Dosen dabei - und damit gut vorgeglüht. 

114 Sanitäter waren am Samstagmorgen im Einsatz, sie mussten bis zum Mittag 23 Patienten behandeln. Die meisten hatten sich bei Stürzen verletzt. Der erste Notfalleinsatz war eine halbe Stunde vor dem Anstich - eine Schwangere war in einem Zelt kollabiert.

22. September: Ozapft is! - Reiter eröffnet 185. Oktoberfest mit zwei Schlägen

Beim größten Volksfest der Welt hieß es am Samstag wieder: Ozapft is! Mit zwei Schlägen zapfte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) pünktlich um 12 Uhr das erste Fass Bier an und eröffnete damit das 185. Oktoberfest. Erstmals war Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in der Anzapfboxe im Schottenhamel-Zelt dabei - er erhielt traditionsgemäß die erste Maß. Danach bekamen auch die Wiesn-Gäste in den Zelten das erste Bier. Während Böllerschüsse den Start verkündeten, stießen Reiter und Söder auf eine friedliche Wiesn an. "Das Oktoberfest ist vielleicht die schönste und größte Visitenkarte Bayerns in der Welt", sagte Söder kurz vor dem Anstich. An Söders Seite zeigte sich seine Frau Karin Baumüller-Söder im blauen Dirndl. 

Unter den prominenten Wiesn-Gästen waren auch Altkanzler Gerhard Schröder (SPD), der mit Ehefrau So Yeon Kim und Fernsehkoch Alfons Schuhbeck unterwegs war. Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), Schlagerstar Florian Silbereisen, Moderatorin Carolin Reiber und mehrere bayerische Politiker verschiedener Parteien und Kabinettsmitglieder waren am ersten Tag mit von der Partie.  

Schon Stunden vor dem offiziellen Feststart hatten Hunderte Wiesn-Besucher, fast alle in Dirndl und Lederhose, bei herbstlichem Wetter vor den Einlässen gewartet. "Wir bereuen es jetzt schon", scherzte einer der Frühaufsteher. Der Andrang zum Auftakt sei in diesem Jahr größer, hieß es bei den Wirten. Trotz weniger guter Vorhersagen spielte das Wetter mit. München erwartet insgesamt rund sechs Millionen Besucher.

Feuerwehreinsatz behindert Oktoberfest-Anreise

Ein Feuerwehreinsatz hat die Anreise vieler Oktoberfest-Gäste in München behindert. Kurz vor Beginn des größten Volksfests der Welt hat es in einem Haus in der Nähe des Festgeländes gebrannt. Ein Kamin sei in Brand geraten, teilte die Feuerwehr am Samstag mit. Der Rauch habe sich über die Lüftungsanlage im Gebäude ausgebreitet. Eine Gefahr für Wiesn-Besucher bestand nach Angaben eines Sprechers nicht. Zahlreiche Festgäste mussten aber einen Umweg zur Theresienwiese nehmen, weil eine zentrale Zufahrtsstraße gesperrt war.

Das größte Volksfest der Welt dauert vom 22.09. bis zum 07.10.2018. Foto: Angelika Warmuth
19 Bilder
O'zapft is! Die Wiesn ist eröffnet
Bild: Angelika Warmuth (dpa)

Warten auf die Wiesn: Hunderte harren vor Haupteingang aus

Vor dem Start des Münchner Oktoberfests haben sich an den Eingängen Warteschlangen gebildet. Mehr als fünf Stunden vor dem offiziellen Anzapfen warteten mehrere Hundert Menschen bei Herbstwetter auf den Einlass, viele hatten Brotzeit mitgebracht - einige glühten mit mitgebrachtem Bier vor. Die ersten waren am frühen Morgen noch bei Dunkelheit gekommen. In den Straßen strömten zahlreiche Menschen in Dirndl und Lederhose zum Festgelände.

Noch ist es leer in den Zelten.
Bild: Peter Kneffel, dpa

21. September: Forscher: Erhöhter Methan-Ausstoß in München zur Wiesn-Zeit

In der Wiesn-Zeit steigt in München nicht nur der Bier-Ausstoß massiv an, auch vom Klimagas Methan werden deutlich höhere Mengen freigesetzt. Das haben Forscher der Technischen Universität München (TUM) herausgefunden. Zu den Quellen des erhöhten Methans gehört den Forschern zufolge das Abwasser aus den Toiletten und aus der Gastronomie, die Gasgrills in den Wiesn-Festzelten und Buden sowie die Gasversorgung für Heizstrahler, sagte Jia Chen, Ingenieurin und TUM-Professorin für Umweltsensorik. 

Die jährlich rund sechs Millionen Besucher des Oktoberfestes seien als Ursache für das erhöhte Methan unwahrscheinlich. "Noch nicht einmal die Hälfte aller Menschen produziert überhaupt Methan, und wenn, dann nur ein paar Mikrogramm pro Sekunde, sodass selbst bei einer Rekord-Wiesn niemals die von uns gemessenen Werte erreicht werden könnten", betont die Wissenschaftlerin. Blähungen von mit Bier abgefüllten und sattgegessenen Wiesn-Besuchern spielen demnach also keine Rolle. 

Auch sonst im Jahr sei in der Stadt die Methan-Konzentration leicht erhöht, erklärt die Wissenschaftlerin. Während der Wiesn habe sie aber teils fünf Mal so hoch gelegen wie vor und nach dem Fest. Explosionsgefahr besteht aber nicht. Es gehe um Konzentrationen von ein paar Teilchen Methan pro einer Million Luftteilchen. "Um explosiv zu sein, müsste der Methan-Anteil zehntausendfach höher sein."

20. September: Countdown zum Oktoberfest: Wiesn-Chef präsentiert Neuerungen

Zwei Tage vor dem Oktoberfest-Start präsentiert der Festleiter und zweite Münchner Bürgermeister Josef Schmid (CSU) am Donnerstag (10.30 Uhr) beim traditionellen Rundgang die Neuerungen auf dem Festgelände. Dort laufen noch letzte Vorbereitungen, bevor an diesem Samstag Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) das erste Fass Bier anzapft und damit das größte Volksfest der Welt eröffnet. Zu den Neuheiten zählen ein "Dschungelcamp", zu dem ein Orang-Utan die Gäste begrüßt. Weltraum-Touristen in spe können im Fahrgeschäft "Chaos Pendel" ähnliche Belastungen des Körpers wie bei Raumflügen austesten. Im Südteil des Festgeländes geht es auf der Oiden Wiesn mit ihren historischen Fahrgeschäften und Blasmusik besonders gemütlich zu.

Das Wetter zum Wiesn-Auftakt wird nicht schön, aber trocken

Das Wetter wird sich zum Wiesn-Start am Samstag nicht von seiner schönsten Seite zeigen. Ins Wasser fällt der Auftakt zum größten Volksfest der Welt aber wohl nicht. Wie der Deutsche Wetterdienst am Donnerstag mitteilte, soll die Sonne am Tag des Anstichs zwischen vielen Wolken nur kurz zu sehen sein. Der Regenschirm kann aber für einen Abstecher auf die Münchner Theresienwiese im Schrank bleiben: Nass wird es den Experten zufolge am Morgen nur an den Alpen. Eher kühle 10 Grad soll das Thermometer Samstagfrüh anzeigen. Die Temperaturen könnten laut DWD bis mittags aber noch um einige Grad steigen.  

Weiß-blauen Bilderbuchhimmel gibt es in den ersten Wiesn-Tagen eher selten. Für Sonntag rechnen die Meteorologen mit mehr Wolken als Sonne. Dazu kann es immer wieder regnen. Die Nacht zum Montag bringt dann weitere Schauer und Gewitter im ganzen Freistaat.

19. September: Wiesn-Sicherheit: Neuer Zaun, mehr Kameras und "Super-Recogniser"

Mit noch mehr Videokameras, einem neuen Zaun, Eingangskontrollen und zusätzlichen Beamten mit Bodycams will die Münchner Polizei dieses Jahr für Sicherheit auf dem Oktoberfest sorgen. Wie schon in den vergangenen Jahren gelte ein Verbot für größere Taschen und Rucksäcke, teilten Polizeivizepräsident Werner Feiler und Kreisverwaltungsreferent Thomas Böhle am Mittwoch mit. Erneut werden rund 600 Polizeibeamte während der 16 Festtage im Einsatz sein. Über dem Festgelände gilt ein Überflugverbot - auch für Drohnen. 

Erstmals testet die Polizei sogenannte "Super-Recogniser". Das sind Menschen, die sich Gesichter von Verdächtigen besonders gut merken und nach ihnen Ausschau halten können. Sie sollen auf dem Gelände unterwegs sein und sich auch Videobilder ansehen, die dieses Jahr von 47 Kameras kommen, zehn mehr als im Vorjahr. Der mobile Zaun, der seit 2016 eine Lücke an der Theresienhöhe schloss und damit das Gelände vollständig abriegelte, wird durch einen festen ersetzt. "Entscheidend ist für das Kreisverwaltungsreferat, dass der Zaun im Falle der Überfüllung auch nach außen geöffnet werden kann", sagte Böhle.

Wiesn-Wirte rechnen mit mehr Gästen: "Reservierungslage hervorragend"

Nach zwei ruhigen Jahren rechnen die Wiesn-Wirte und die Stadt München wieder mit einem großen Andrang auf dem Oktoberfest. Es gebe deutlich mehr Reservierungsanfragen, sagte der zweite Wirtesprecher Christian Schottenhamel. Nach dem Amoklauf im Münchner Olympia-Einkaufszentrum 2016 seien viele Reservierungen storniert worden. "Man hat es gespürt, weil es auch so zeitnah zum Oktoberfest war." Die Gästezahl sank damals auf 5,6 Millionen. 2017 waren es 6,2 Millionen. Schon im vergangenen Jahr habe sich die Nachfrage erholt, sagte Schottenhamel. "Dieses Jahr haben wir eine Reservierungslage, die hervorragend ist." Es gebe wieder deutlich mehr Anfragen auch aus dem Ausland. "Die Amerikaner, die weggeblieben sind, kommen jetzt wieder."

Auch Wiesnchef Josef Schmid (CSU) geht von mehr Zustrom aus - gerade weil die vergangenen beiden Jahre ruhiger waren und es nicht ganz so eng zuging. Viele hätten gesagt: "Mei, so eine schöne Wiesn." Eine große Rolle spiele freilich das Wetter. "Ich hoffe, dass wir 16 Tage Sonnenschein haben", sagte Schmid.

Lufthansa-Crew fliegt in Tracht und zapft Bier

Drei Tage vor dem Beginn des Oktoberfests am Samstag in München schickt die Lufthansa Flugbegleiter in Dirndl und Lederhose auf die Reise. Der erste Trachtenflug startet am 19. September nach New York, weitere folgen in verschiedene europäische Städte sowie nach Singapur und Shanghai, wie die Fluglinie mitteilte. Erstmals seit Langem soll es auch - wie schon in den 1960er Jahren - frisch gezapftes Bier an Bord geben. In den Genuss kommen aber nur Business-Class-Gäste. Hierfür sei ein flugtaugliches Spezialfass ausgewählt worden, bei dem der Kohlensäuredruck durch ein Ventil reguliert wird. So werde ein Überdruck an Bord verhindert und das Zapfen sei auch in 10.000 Metern Flughöhe möglich.

18. September: Lufthansa Crew fliegt in Tracht und zapft Bier

Drei Tage vor dem Beginn des Oktoberfests am Samstag in München schickt die Lufthansa Flugbegleiter in Dirndl und Lederhose auf die Reise. Der erste Trachtenflug startet am 19. September nach New York, weitere folgen in verschiedene europäische Städte sowie nach Singapur und Shanghai, wie die Fluglinie mitteilte. Erstmals seit Langem soll es auch - wie schon in den 1960er Jahren - frisch gezapftes Bier an Bord geben. In den Genuss kommen aber nur Business-Class-Gäste. Hierfür sei ein flugtaugliches Spezialfass ausgewählt worden, bei dem der Kohlensäuredruck durch ein Ventil reguliert wird. So werde ein Überdruck an Bord verhindert, und das Zapfen sei auch in 10.000 Metern Flughöhe möglich.

17. September: Bahn für Wiesn gerüstet - 500 zusätzliche Fahrten

Die Deutsche Bahn startet gut gerüstet in die Wiesnzeit. Es werde zum Münchner Oktoberfest 500 zusätzliche Fahrten von Nahverkehr- und S-Bahnzügen geben, teilte der Vorsitzende der Geschäftsleitung der S-Bahn München, Heiko Büttner, mit. Die Bahn rechne während der 16 Festtage vom kommenden Samstag an mit rund drei Millionen zusätzlichen Fahrgästen zur Wiesn. Allein mit der S-Bahn fahren demnach täglich gut 100.000 Menschen mehr, so dass im S-Bahn-Netz insgesamt rund 940.000 Fahrgäste unterwegs sein werden.

Erste modernisierte S-Bahn-Züge mit deutlich mehr Platzangebot haben ihre Wiesn-Bewährungsprobe. Außerdem gibt es zusätzliche Einstiegslotsen, die nicht nur am Hauptbahnhof, sondern auch am Marienplatz die herandrängenden Massen verteilen. Insgesamt regeln bis zu 130 zusätzliche Mitarbeiter die An- und Abreise der Besucher. Am Hauptbahnhof werden einige Mitarbeiter erstmals Bodycams tragen. Die Bahn mache insbesondere den Heimweg von der Wiesn "ausgesprochen führerscheinfreundlich", warb die Bahn. "Es gibt keinen besseren Weg von und zur Wiesn als mit der Bahn", sagte Büttner.

In den Stoßzeiten gehe es trotz aller zusätzlichen Zuge auch bei der U-Bahn vom Hauptbahnhof womöglich zu Fuß am schnellsten zum Festgelände. Mitarbeiter weisen den Weg unter dem Motto "Z' Fuaß samma schnella". Die Bahn mahnte auch: "Bierkrüge gehören ins Festzelt." Das Mitnehmen sei nicht erlaubt - außer bei gekauften Krügen, die verpackt seien.

15. September: Der Name "Wiesn" ist jetzt eine geschützte Marke

Niemand sollte auf den Gedanken verfallen, ein Produkt mit dem Namen "Wiesn" auf den Markt zu bringen: Das kann ab jetzt richtig teuer werden. Die Stadt München hat sich nämlich den Begriff beim Intellectual Property Office der Europäischen Union (EUIPO) schützen lassen. Die EUIPO ist eine Art Behörde für das geistige Eigentum. Der Schutz dauert zunächst bis zum Jahr 2025.

3. September: FC-Bayern-Stars präsentieren sich vor dem Oktoberfest in Lederhosen

Die Fußball-Profis des FC Bayern München sind eingekleidet für das Oktoberfest. Drei Wochen vor dem Beginn des größten Volksfestes der Welt auf der Münchner Theresienwiese posierten die Stars um Kapitän Manuel Neuer am Sonntag bei einem Foto-Shooting für einen Sponsor des Rekordmeisters in Lederhosen und Trachtenjanker. Die Lederhose sei noch etwas "gewöhnungsbedürftig", sagte der vom FC Schalke 04 gekommene Neuzugang Leon Goretzka. 

Er sei bislang nur als Kind auf der Wiesn gewesen, berichtete der Nationalspieler. "Damals habe ich mich aber am meisten für die Karussells interessiert." Die Mannschaft des FC Bayern besucht traditionell einmal zusammen ein Festzelt auf dem Oktoberfest.

27. August: Innenminister Herrmann stellt Super-Recogniser und Video-Überwachung für das Oktoberfest 2018 vor

Auch in diesem Jahr spielt auf dem Oktoberfest 2018 in München die Sicherheit eine große Rolle. Nun wurde eine Pressekonferenz zu den Verwendungsmöglichkeiten von Super-Recognisern und Videoüberwachung für Dienstag, 28. August, angekündigt.

Laut einer Pressemitteilung der Polizei wird Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zusammen mit Polizeipräsident Hubertus Andrä die Einsatzmittel vorstellen. Ort der Pressekonferenz ist das Medienzentrum des Polizeipräsidiums München.

Angekündigt ist auch, dass Super-Recogniser und Polizeibeamte mit Body-Cam und dem polizeilichen Messenger für Bilder und Interviews zur Verfügung stehen werden. Bei Super-Recognisern handelt es sich übrigens nicht um Maschinen: Sie bezeichnen Menschen, die eine überdurchschnittliche Fähigkeit darin haben, sich langfristig Gesichter zu merken - und demnach auch zu erkennen.

20. August: Oktoberfest-Bands haben Einfluss auf das Repertoire von Floßmusikern

Die Folgen des Oktoberfests sind auch auf der Isar zu hören: Floßmusiker wie Klaus Bacher (55) aus Holzkirchen (Landkreis Miesbach) mussten ihr Repertoire anpassen. Früher seien bayerische Musik und Dixieland ausreichend gewesen, um die Gäste bei Laune zu halten, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. Heute erwarte die Kundschaft auf dem Floß eine ähnliche Stimmungs-Offensive wie sie es von Wiesn-Bands gewohnt ist. "Da muss man alles drauf haben: aktuelle Hits, Oldies, Stimmungsnummern. Das Oktoberfest- oder Après-Ski-Programm ist heute Pflicht." Bacher sorgt seit 25 Jahren in unterschiedlichen Besetzungen - mit Tochter Larisa oder mit der Band "Isar Briada" - für Party-Stimmung auf den rustikalen Holzflößen.

27. Juli: Die Wiesn kommt mit Attraktionen wie "Dschungelcamp" und "Chaos Pendel"

Ein Orang-Utan begrüßt die Besucher zum "Dschungelcamp" - und Weltraumtouristen in spe können im "Chaos Pendel" ähnliche Belastungen des Körpers wie bei Raumflügen austesten: Das Münchner Oktoberfest lockt in diesem Jahr mit diversen Neuheiten. Mit dem Anstich erst am 22. September und dem 7. Oktober als letztem Tag sei es die spätestmögliche Wiesn, sagte der Festleiter und zweite Bürgermeister Josef Schmid (CSU) am Freitag. "Meine ganz große Hoffung ist, dass der Herbst wirklich ein goldener Herbst wird." 

Neben "Chaos Pendel" und "Dschungelcamp" - hier keine Reality-Show, sondern ein Laufgeschäft - gibt es erstmals ein Überkopffahrgeschäft namens "Predator" und einen Wellenflieger mit Doppelsitzen "ideal für ein romantisches Date". 

Die in den vergangenen zwei Jahren etablierten Sicherheitsvorkehrungen mit stichprobenartigen Kontrollen an den Eingängen und einem Verbot großer Taschen und Rucksäcke hätten sich bewährt, sagte Schmid. "Deshalb ist es absolut folgerichtig und konsequent, dass wir die 2017 eingeführten Neuerungen beibehalten."

Im Südteil des Festgeländes gibt es wieder die Oide Wiesn. Dort werden etwa gebrannte Mandeln traditionell von Hand im Kupferkessel gerührt. Eine Sonderausstellung widmet sich zudem dem Schausteller Carl Gabriel, der 1910 das "Teufelsrad" einführte - bis heute eine beliebte Wiesn-Belustigung.

Ein Arbeiter montiert am Holzgerüst eines Festzelts auf der Theresienwiese die Dachträgerbalken. Im Hintergrund ist die Bavaria-Statue zu sehen.
Bild: Peter Kneffel, dpa

16. Juli: Schon mitten im Sommer startet der Aufbau für das Oktoberfest

Gut zwei Monate vor dem Anstich startet offiziell der Aufbau des Oktoberfests. Die Theresienwiese wird zu einer riesigen Baustelle. Das 31 Hektar große Festgelände wird für Passanten gesperrt, nur einige Durchgänge bleiben offen. Zuerst werden die Festzelte errichtet. Sattelschlepper bringen die übers Jahr eingelagerten Teile der Bierburgen, die in den nächsten Wochen ausgepackt und aufgebaut werden. Die Fahrgeschäfte folgen. Mehr zum Aufbau lesen Sie hier.

Mitten im Juli hat auf der Theresienwiese in München der Aufbau für das Oktoberfest begonnen. Die Wiesn startet in diesem Jahr am 22. September und läuft bis zum 7. Oktober.
Bild: Peter Kneffel, dpa

13. Juni: Der Bierpreis auf der Wiesn steigt in manchen Zelten über die 11-Euro-Marke

Die Maß Bier auf dem Münchner Oktoberfest wird dieses Jahr in manchen Zelten erstmals mehr als 11 Euro kosten. Der Preis für die Maß liege zwischen 10,70 Euro und 11,50 Euro, teilte die Stadt München mit. Das sind durchschnittlich 3,57 Prozent mehr als im Vorjahr. In der Spitze müssen die Gäste 55 Cent mehr hinlegen - in der Regel war der Maßpreis in den Vorjahren um etwa 25 bis 30 Cent gestiegen.

Hauptgrund für die vergleichsweise starke Anhebung ist die höhere Umsatzpacht, die die Wirte an die Stadt zahlen müssen. Sie steige im Vergleich zum Vorjahr sogar um 53 Prozent, sagte Wirtesprecher Peter Inselkammer. "Die Erhöhung ist dieses Jahr der Hauptkostenfaktor für uns alle." Die Umsatzpacht war 2017 eingeführt worden, um die erhöhten Sicherheitskosten wegen der Terrorgefahr zu decken und bedeutet für die Wirte erhebliche Mehrkosten gegenüber der früheren Standgebühr.

Dennoch bleiben die Durchschnittspreise der alkoholfreien Getränke bei der Wiesn 2018 in etwa auf Vorjahresniveau - oder sinken sogar. Ein Liter Tafelwasser kostet im Durchschnitt 8,72 Euro (Vorjahr 8,73 Euro) und Limonade 9,27 Euro (9,55 Euro); Spezi wird mit 9,80 Euro (9,64 Euro) nur wenig teurer. Damit wollten die Wirte auch ein Zeichen für Familienfreundlichkeit setzen, erklärte Inselkammer. Mehr zu den Getränkepreisen lesen Sie hier.

12. Mai: Nicht nur der Bierpreis, auch die Umsatzpacht beim Oktoberfest geht steil nach oben.

Das Oktoberfest wird teurer - für die Wirte auf der Wiesn und in der Folge somit auch für die Gäste. Die Stadt München will von den Wirten 9,3 Millionen Euro einnehmen. Das geht aus der Sitzungsvorlage für den Wirtschaftsausschuss des Stadtrates am Dienstag (15. Mai) hervor. Dazu möchte Wirtschaftsreferent und Wiesnchef Josef Schmid (CSU) die Umsatzpacht für die Wirte von bisher 5,1 Prozent des Nettoumsatzes auf künftig 7,8 Prozent anheben. Bei den kleinen Zelten soll sie um einen Prozentpunkt auf 6,1 Prozent steigen. Mehr zur Umsatzpacht lesen Sie hier.

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