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WM-Mord in Bad Reichenhall

16.04.2015

Opfer sagt aus - Auf die junge Frau wurde mehrfach eingestochen

Der Angeklagte im Mordprozess in Bad Reichenhall: Er soll auf einen Rentner und ein Mädchen eingestochen haben. Der Renter starb bei der Tat.
Bild: Diether Endlicher/dpa

Die damals 17-Jährige muss am morgigen Freitag im Prozess um den WM-Mord aussagen. Es wird zu einer Gegenüberstellung mit dem Angeklagten kommen, der sie verletzt hat.

Am dritten Verhandlungstag kommt es im Prozess um den Mord an einem Rentner und den Mordversuch an einer Jugendlichen in Bad Reichenhall zur Gegenüberstellung des Angeklagten mit dem Mädchen. Die Zeugin ist am Freitag um 9 Uhr vor dem Landgericht Traunstein geladen. Die zur Tatzeit 17-Jährige soll beschreiben, wie sich der Überfall des Mannes abgespielt hat. Laut Anklage stach der mutmaßliche Täter dem Opfer mehrmals in Kopf und Brust. Dabei ging ein Stich ins linke Auge, deshalb ist die junge Frau auf einem Auge erblindet.

Konzentrierte Messerstiche auf den Kopf der Opfer: "absolute Rarität"

Seit Dienstag muss sich der zur Tatzeit 20-Jährige vor der Jugendkammer des Gerichts wegen Mordes und Mordversuchs verantworten. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht zum 14. Juli 2014, als Deutschland den Fußball-WM-Titel holte. Der damals in Bad Reichenhall stationierte Bundeswehrsoldat aus Morbach in Rheinland-Pfalz soll den 72 Jahre alten Malermeister erstochen haben. Der Angeklagte schweigt im Prozess.

Ein Rechtsmediziner hatte am Mittwoch über die Brutalität der Tat berichtet. Die Konzentration der Messerstiche auf den Kopf der beiden Opfer sei eine "absolute Rarität", so der Gutachter vor Gericht. AZ/dpa/lby

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