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Kreis München

09.03.2018

Pfleger unter Mordverdacht: Polizei hat neue Hinweise

Ein 36-jähriger Hilfspfleger aus Polen soll einen Mann mit Insulin ermordet haben. Gab es weitere Tötungsversuche? Die Polizei geht zahlreichen Hinweisen nach.

Die Zahl der Hinweise zu dem in Bayern inhaftierten Hilfspfleger unter Mordverdacht steigt zwar - einen möglichen weiteren Mordfall gibt es aber bislang nicht. Hingegen sei die Zahl möglicher Eigentumsdelikte inzwischen auf sieben gestiegen, sagte ein Sprecher der Münchner Polizei am Freitag. Insgesamt haben die Beamten mittlerweile 43 Hinweise zu Arbeitsorten des Pflegers.

Der 36 Jahre alte Beschuldigte aus Polen soll in Ottobrunn bei München einen 87-jährigen Pflegebedürftigen mit Insulin getötet haben. Zur Abklärung, ob es deutschlandweit noch weitere Opfer des Mannes geben könnte, hatte die Polizei um Hinweise zu anderen Aufenthalts- und Beschäftigsorten des Hilfspflegers gebeten.

Hilfspfleger soll vier Mordversuche unternommen haben

Nach seiner Festnahme hatte die Polizei bei dem 36-Jährigen zwei EC-Karten des Ottobrunner Toten samt Geheimnummern gefunden. "Wir arbeiten gerade auf Hochtouren die Hinweise ab", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I am Freitag. Der Polizeisprecher meinte, bis endgültige Erkenntnisse vorliegen, könne es noch Wochen dauern.

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Ob eine Kausalität zwischen diesen vier weiteren Todesfällen und der Anwesenheit des Hilfspflegers bestand, bedürfe intensiver Ermittlungen, betonte die Polizei und warnte vor einer Vorverurteilung. "Wir stehen erst am Anfang der Ermittlungen", sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft München I.

(dpa)

An diesen Orten soll der Hilfspfleger, der in München des Mordes verdächtigt wird, gearbeitet haben. Stand: 8. März 2018
Bild: Polizeipräsidium München
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