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Kreis Augsburg

12.11.2015

Pin-Up-Girls: Müllermilch wehrt sich gegen Sexismus-Vorwürfe

Müllermilch wehrt sich gegen Sexismus- und Rassismus-Vorwürfe wegen der Abbildung leicht bekleideter Frauen auf der Weihnachtsedition.
Bild: Archivbild: Marcus Merk

Müllermilch wehrt sich gegen Sexismus- und Rassismus-Vorwürfe wegen der Abbildung leicht bekleideter Frauen auf der Weihnachtsedition.

Aufregung um Milchmädchen-Werbung: Die Molkerei Alois Müller aus Fischach-Aretsried (Landkreis Augsburg) wehrt sich gegen Sexismus- und Rassismus-Vorwürfe wegen der Abbildung leicht bekleideter Frauen auf der Weihnachtsedition von Milchprodukten. Die Motive, die sich an Pin-Up-Darstellungen der 1950er Jahre anlehnten, seien "weitaus weniger freizügig als das, was seit einigen Jahren oftmals in Anzeigen, TV-Spots und quer durch alle Medienformen tagtäglich an nackter Haut zu sehen ist", teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. 

Beim Kurznachrichtendienst Twitter hatten sich Nutzer über die Werbung mit den Motiven auf Flaschen mit Schokomilch und anderen Sorten empört. "Rassistisch, Sexistisch, Ekelhaft: das ist die deut. Milchwirtschaft", lautete einer der Kommentare, "Müllermilch kann Sexismus und Rassismus auf nur einer Flasche. Herrje" ein anderer. 

"Auch Rassismus in irgendeiner Form ist keinesfalls unsere Intention", hielt das Unternehmen nun dagegen. Hätte man auf die Abbildung einer dunkelhäutigen Frau auf der Schokomilch verzichtet "und ausschließlich weiße Motive verwendet", wären dem Unternehmen ebenfalls Vorwürfe gemacht worden, hieß es. Die Werbeform sei "reine Geschmackssache, die nicht überinterpretiert werden sollte". Viele Nutzer fanden die Aufregung ebenfalls übertrieben: "Alle gedanklich im frühen 20. Jahrhundert verblieben? Finde Verpackungen nicht schlimm", wurde bei Twitter kommentiert.

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Die Diskussion bei Twitter

 

Während die einen Müllermilch angreifen, halten andere Twitterer die Empörung für übertrieben. Die Frauen auf den Werbemotiven anderer Firmen seien schließlich oft deutlich freizügiger bekleidet. Auch die Rassismus-Vorwürfe hätten keine Grundlage. Das Wort "Berufsempörer" fällt.

So manche beschweren sich darüber, dass die empörten Twitterer anderen ihre Meinung aufzwingen wollen. Die wiederum wehren sich dagegen: Der Hashtag bei den Sexismus-Vorwürfen gegen Müllermilch heiße schließlich #ichkaufdasnicht und nicht #dudarfstdasnichtkaufen.

Die Firma Müller hat mittlerweile reagiert und wehrt sich gegen die Sexismus-Vorwürfe. Eine sexistische oder rassistische Darstellung sei nie gewollt gewesen - und wäre auch nicht zu akzeptieren. Von dem Unternehmen heißt es: "Letztendlich reine Geschmackssache, die nicht überinterpretiert werden sollte." Die Kritiker überzeugt das wenig:

sge/dpa

 

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