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Kirche

01.07.2017

Piusbrüder halten an umstrittener Priesterweihe fest

Ultrakonservative Vereinigung will sich nicht an bischöfliches Verbot halten

Die ultrakonservative Piusbruderschaft hält an ihrer für Samstag geplanten Priesterweihe in Bayern fest – trotz eines Verbots des Regensburger Bischofs Rudolf Voderholzer. Die Bruderschaft beruft sich dabei auf ein Schreiben aus dem Vatikan.

Kurienerzbischof Guido Pozzo habe darin schon im Vorjahr mitgeteilt, dass man die Weihe ohne Bedenken vornehmen könne, sagte der Leiter des Priesterseminars Zaitzkofen, Pater Franz Schmidberger, am Freitag. Man solle dem Ortsbischof lediglich die Namen der Weihekandidaten mitteilen. „Und das habe ich getan.“ Am Tag zuvor hatte das Bistum Regensburg mitgeteilt, man untersage die Priesterweihe: Die Bruderschaft missachte mit ihren Plänen erneut die Maßgabe der katholischen Kirche, dass Priesterweihen die Zustimmung des zuständigen Ortsbischofs erfordern. Man weihe in Zaitzkofen jedes Jahr Priester, auch heuer wieder, hielt Schmidberger dagegen. Am heutigen Samstag sollen zwei Diakone zu Priestern werden. Bislang wurden in Zaitzkofen seit Eröffnung des Seminars 1978 demnach 140 Männer geweiht. Die Piusbruderschaft lehnt die meisten Neuerungen des Zweiten Vatikanischen Konzils ab. So ist sie beispielsweise gegen die Liturgiereform, gegen die Ökumene und gegen Religionsfreiheit. Papst Benedikt XVI. und Papst Franziskus sind den Piusbrüdern in den vergangenen Jahren immer wieder entgegengekommen. So wurde ihnen erlaubt, Beichten abzunehmen und Trauungen durchzuführen. (dpa)

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