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Justiz

07.12.2017

Plädoyers im Chefarzt-Prozess von Bamberg erwartet

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 46-Jährigen vor, im Dezember 2016 eine ihm unterstellte Mitarbeiterin am Arbeitsplatz zu einer sexuellen Handlung gezwungen zu haben.
Bild: Volker Hartmann, dpa (Symbolbild)

Heute werden im Bamberger Chefarzt-Prozess die Plädoyers gehalten - vielleicht kommt es auch zur Urteilsverkündung. Der Angeklagte hält sich für unschuldig.

Im Prozess gegen einen früheren Chefarzt wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung werden am Donnerstag (10.30 Uhr) die Plädoyers erwartet. Wie das Landgericht Bamberg am Mittwoch mitteilte, könnte im Anschluss auch ein Urteil verkündet werden - je nach Umfang der Plädoyers.

Die Staatsanwaltschaft wirft dem 46-Jährigen vor, im Dezember 2016 eine ihm unterstellte Mitarbeiterin am Arbeitsplatz zu einer sexuellen Handlung gezwungen zu haben. Aufgrund des verschärften Sexualstrafrechts wertet sie dies als Vergewaltigung. Der Angeklagte hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.

Es ist der zweite Arzt-Skandal in Bamberg

In Bamberg ist es bereits der zweite Skandal um einen leitenden Mediziner binnen weniger Jahre. Vor rund einem Jahr war ein weiterer Ex-Chefarzt wegen schwerer Vergewaltigung und weiterer Vergehen zu sieben Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht Bamberg sah es als erwiesen an, dass der Arzt zwölf Frauen betäubt und damit willenlos gemacht hatte. Seine Verteidiger legten allerdings Revision ein, der Mann hatte die Vorwürfe stets bestritten. Auch die Staatsanwaltschaft ist in Revision gegangen. dpa/lby

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