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Prozess
01.12.2017

„Meine Mama hat mich angezündet“

Eltern brachten ihr schwer verletztes Kind nicht zum Arzt. Nun wurden sie verurteilt

Als eine Mitarbeiterin des Jugendamtes den Buben entdeckte, lag er mit schweren Brandverletzungen kaum mehr ansprechbar auf dem Sofa, zitterte am ganzen Körper und wimmerte vor sich hin. Etwas mehr als ein Jahr ist das nun her. Die Eltern des Kindes sind vom Landgericht Regensburg gestern zu mehreren Jahren Haft verurteilt worden – weil sie das Kind trotz des lebensbedrohlichen Zustandes nicht ärztlich behandeln ließen.

Der Vater erhielt eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren, die Mutter von drei Jahren und neun Monaten. Sie müssen außerdem 30000 Euro Schmerzensgeld zahlen. Was wirklich in Waldmünchen (Landkreis Cham) geschehen sei, habe nur bruchstückhaft geklärt werden können, sagte der Vorsitzende Richter Carl Pfeiffer gestern bei der Urteilsverkündung. Die Angeklagten schwiegen zu den Vorwürfen.

Als gesichert gilt, dass die Mutter am 30. September 2016 mit einem in Brand geratenen Benzinkanister im Garten hantierte. Dabei erlitt der heute sechsjährige Bub Brandverletzungen zweiten und dritten Grades. Weil das Paar schon früher Probleme mit den Behörden hatte, verständigte es nach Überzeugung des Gerichts aus Angst vor dem Jugendamt keinen Arzt – auch nicht, als es dem Kind immer schlechter ging und die Wunden nässten. Die Jugendkammer wertete das als schwere Misshandlung von Schutzbefohlenen durch Unterlassen. Die Mutter wurde zudem wegen fahrlässiger Körperverletzung verurteilt. Weil sie wegen einer psychischen Erkrankung als eingeschränkt steuerungsfähig gilt, fiel das Strafmaß bei der 37-Jährigen geringer aus als beim gleichaltrigen Vater. Angeklagt war das Paar ursprünglich wegen versuchten Mordes durch Unterlassen. Die Kammer ging aber davon aus, dass die Eltern den Tod des Jungen nicht billigend in Kauf genommen haben. Der volle Ernst der Lage sei ihnen nicht bewusst gewesen. Der Richter betonte aber: „Der Junge wäre ohne ärztliche Behandlung gestorben – das war keine Frage ob, sondern wann.“

Vier Tage nach dem Brand hatten die Eltern das Kind mit zu einer Tankstelle genommen. Deren Pächterin hatte, weil ihr die Verletzungen aufgefallen waren, das Jugendamt informiert. Als eine Behördenmitarbeiterin kurz darauf vor dem Haus der Familie stand, zeigte die Mutter einen ihrer anderen Buben. Nur zufällig fand die Mitarbeiterin später das verletzte Kind. Der Junge musste mehrere Operationen überstehen. Als er aus der Narkose aufwachte, sagte er zu den Ärzten: „Meine Mama hat mich angezündet.“ Er leidet noch immer an den dramatischen Ereignissen. (dpa)

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