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Raser-Unfall auf B12

20.07.2020

Raser verprügeln Autofahrer auf B12 - einer wurde jetzt verurteilt

Raser haben an der B12 bei Buchloe einen unbeteiligten Autofahrer ausgebremst und verprügelt. Jetzt hat die Polizei einen der Tatverdächtigen gefasst.
Bild: Göttling/Archiv

Plus Ein 38-jähriger Ostallgäuer wurde vor einem Jahr auf der B12 von Auto-Rowdys verprügelt. Nun wurde ein Täter verurteilt. Zeugen sagen, das Opfer habe keine Chance gehabt.

Dieser Fall hat vor einem Jahr für große Schlagzeilen gesorgt: Ein damals 20-jähriger Autofahrer aus der Schweiz ist auf der B12 bei Buchloe ausgerastet und hat einen Ostallgäuer, den er offenbar zuvor schon auf der A96 bedrängt hatte, mit einem Bremsmanöver zum Anhalten gezwungen. Anschließend verprügelten er und sein 14-jähriger Neffe das Opfer, das eine Jochbein-Prellung und eine blutige Nase davontrug. Eine Augenzeugin war derart schockiert, dass sie in einem Anruf bei der Polizei sagte: „Ich glaube, die bringen den um!“

Raser aus der Schweiz verprügeln Ostallgäuer: Das Opfer hatte keine Chance

Der mutmaßliche Haupttäter wurde jetzt vom Kaufbeurer Amtsgericht wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung und Nötigung zu elf Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. Sein Führerschein bleibt 15 Monate gesperrt.

Der mutmaßliche Mittäter, dessen Identität bis zum Prozess nicht bekannt war, wird sich zu einem späteren Zeitpunkt vor Gericht verantworten müssen. Im aktuellen Verfahren sprach die Richterin von einem „brutalen Verhalten, das seinesgleichen sucht“.

Ein Autofahrer aus Kaufbeuren hatte einen Teil des Vorfalls damals mit dem Handy aufgezeichnet und damit zur Aufklärung beigetragen. Auf dem Video ist zu sehen, wie der Angeklagte den Geschädigten im Schwitzkasten hat und auf ihn einschlägt. Derweil nimmt der Mittäter Anlauf und springt mit gestrecktem Fuß in das Opfer hinein. Die Video-Aufzeichnung endet an diesem Punkt, weil der Zeuge aus seinem Fahrzeug ausstieg und dazwischen ging. Vor Gericht erinnerte er sich noch gut an die Brutalität des Angriffs und die Hilflosigkeit des Opfers. Dieses habe „keine Chance“ gehabt.

So begründet der Raser sein aggressives Verhalten auf der B12

Dass er den Geschädigten verfolgte, versuchte der Täter vor Gericht damit zu erklären, dass er wegen dessen angeblich riskanter Fahrmanöver „adrenalin-gepowert“ und in großer Sorge um seine im Auto befindlichen Kinder gewesen sei. Die Richterin hielt ihm sein eigenes „brandgefährliches“ Überholen auf der einspurigen Abfahrt vor, bei dem er offensichtlich auch nicht an seine Kinder gedacht habe.

Lesen Sie dazu auch: Raser verprügeln Autofahrer - Seniorin erlebte Ähnliches auf der A96

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Die Diskussion ist geschlossen.

21.07.2020

Da sind schon auch all die Gutmenschen mit in der Pflicht...da brauchts keinen Weichspüler mehr wenn man Eier aus Mikronesien hat.!
Bei mir hätten beide Knast bekommen...wirkt bei manchen Dumpfbacken Wunder...und wenns dann nur mal ne Woche ist....mit der Aussicht auf mehr beim nächstenmal...

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21.07.2020

Kein Wunder, dass in diesem Land viele sich nicht mehr an die Gesetze halten, es passiert ja eh kaum was. Aber wehe ein Polizist wird mal handgreiflich, dann kommt sofort eine politische Reaktion, dass so etwas ja gar nicht geht. Wir schaffen uns leider immer mehr ab!

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20.07.2020

wieder einmal ein Total unverständliches Urteil unserer total WEICH GESPÜLTEN Justiz !! mit solchen Richterinnen und Richter ist es kein wunder das Gewalt immer mehr zunimmt und keiner mehr Respekt vor der Polizei hat

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20.07.2020

Wie passen die deutlichen Aussagen der Richterin zu ihrem milden Urteil? Muss erst jemand tot oder für sein Leben gezeichnet sein, damit solche Typen hinter Gitter kommen?

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