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31.01.2018

Rechte mischen sich unter Narren

Die rechte Gruppierung zeigte auch ein Transparent.
Bild: Helmut Bissinger

„Identitäre Bewegung“ in Donauwörth

Ulrich Reitschuster, Präsident der Initiative Fasching Donauwörth, ist empört: „Das geht gar nicht.“ Worüber er sich aufregt: Am Sonntag hat sich eine rechte Gruppierung unter die Teilnehmer des Faschingsumzugs in der Stadt gemischt.

Bemerkt haben dies bei dem närrischen Treiben zunächst nur wenige. Mindestens acht Personen, die offenbar der „Identitären Bewegung Schwaben“ angehören, trugen arabisch-orientalisch anmutende Gewänder, hatten ein Transparent dabei und verteilten Flugblätter. Erst beim Lesen wurde Zuschauern bewusst, wer da unterwegs war. Auf den Zetteln wird vor einem „Bevölkerungsaustausch“ in Deutschland durch Masseneinwanderung gewarnt. Es finde eine Islamisierung statt. In einem sozialen Netzwerk feiert die Gruppierung die Teilnahme am Umzug in Donauwörth inzwischen als Erfolg.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei war die Aktion wohl nicht strafbar. Jedoch ermittelt das Kommissariat Staatsschutz der Kripo Dillingen. Die „Identitäre Bewegung“ ist Experten zufolge gerade dabei, sich bayernweit zu organisieren. Sie verteilte auch schon in Augsburg und Wertingen Flugblätter. Der Verfassungsschutz beobachtet die Gruppierung. Die steht Politikwissenschaftlern zufolge für den Versuch, den Rechtsextremismus ideologisch zu modernisieren.

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Donauwörth

Rechte Gruppierung mischt sich unter Narren im Faschingsumzug

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