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Deutsche Bahn

13.09.2017

Region profitiert kaum von Sprintern zwischen München und Berlin

Künftig braucht der ICE zwischen München und Berlin weniger als vier Stunden.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbolbild)

Ein ICE verbindet München und Berlin künftig in unter vier Stunden. Die IHK bemängelt die Anschlüsse in Nürnberg. Wie sich die Fahrzeit dennoch um bis zu 90 Minuten reduziert.

Unsere Region rückt ab Dezember näher an Berlin, doch wird sie wohl weniger als erhofft von den neuen Sprinterzügen der Bahn profitieren. Diese ICE verbinden, wie mehrfach berichtet, morgens, mittags und abends in beiden Richtungen München mit der Hauptstadt in der Rekordzeit von drei Stunden und 55 Minuten. Aber keiner fährt über Augsburg, bestätigt die Deutsche Bahn. Nach momentanem Stand, so räumt eine Sprecherin ein, gibt es auch noch keine attraktiven Anschlüsse in Nürnberg an den Sprinter.

Allerdings wird es ab dem 10. Dezember auch ab Augsburg und Donauwörth vier deutlich schnellere ICE-Verbindungen ohne Umsteigen nach Berlin auf der Neubaustrecke von Nürnberg über Erfurt und Halle nach Berlin geben, in der Gegenrichtung sogar fünf. Die Fahrzeit beträgt dann viereinhalb statt bisher sechs Stunden. In Donauwörth halten künftig 23 statt 18 ICE am Tag.

Zudem verweist die Bahn auf Umsteigeverbindungen in Nürnberg, wo künftig zwischen 7 und 21 Uhr jeweils etwa zur vollen Stunde ein ICE nach Berlin abfährt und von dort ankommt. Dann dauert eine Fahrt aber 5:15 Stunden. Zum einen wegen Wartezeiten in Nürnberg, zum anderen, weil nur die Sprinter bis zu 300 Stundenkilometer schnell auf der Neubaustrecke fahren und nur noch in Erfurt und Halle halten. Die anderen ICE stoppen häufiger und fahren mit bis zu 230 km/h.

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IHK fordert bessere Anschlüsse in Nürnberg

Wie kommt man am besten nach Nürnberg? Nach Bahnangaben wird es ab Augsburg weiterhin bis zu zehn Verbindungen mit ICE oder IC je Tag und Richtung geben. Hinzu kommen wie bisher aus dem Nahverkehrsangebot am Morgen und Abend zwei Regionalexpress-Züge („Allgäu-Franken-Express“) pro Richtung, die auch das Allgäu anbinden: Sie fahren von Lindau nach Nürnberg und halten ab Kempten nur noch in Kaufbeuren, Buchloe, Augsburg und Donauwörth.

Die IHK Schwaben verlangt für die Tageszeiten, in denen es keine Direktverbindung gibt, bessere Anschlüsse in Nürnberg. Zum einen komme es dort zu Wartezeiten von bis zu 40 Minuten, zum anderen gebe es in der Mittagszeit ab 11 Uhr drei Stunden lang keinen ICE oder IC auf der Strecke, freitags, wenn Wochenpendler und Studenten unterwegs sind, sogar fünf Stunden lang. IHK-Verkehrsexperte Peter Stöferle fordert deshalb, dass mit dem nächsten Fahrplan diese Lücken geschlossen werden, notfalls auch mit einem Ausbau des beliebten „Allgäu-Franken-Express“.

Die Allgäuer und ihre Gäste aus dem Berliner Raum oder Thüringen profitieren nach Bahnangaben ebenfalls von der Neubaustrecke. Eine Fahrt von Berlin nach Kempten dauert demnach künftig 5:50 statt 7:30 Stunden. Für eine Reise von Erfurt nach Oberstdorf brauchte man bisher sieben Stunden, künftig ist das in 4:45 Stunden möglich.

Lesen Sie dazu auch: In unter vier Stunden: So fährt der ICE-Sprinter von München nach Berlin

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