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Massenkarambolage

02.07.2010

Sattelzug rast auf der A7 in Stauende

Massenkarambolage auf der A7 bei Berkheim.
Bild: simone schaupp

Auf der A7 ist ein Sattelschlepper mit Anhänger in ein Stauende gerast. Die traurige Bilanz des Unfalls bei Berkheim: Ein Toter, zwei schwer Verletzte und mindestens sieben leicht Verletzte.

Auf der A7 ist am Freitag gegen 11.49 Uhr ein Sattelschlepper mit Anhänger in ein Stauende gerast. Die traurige Bilanz des Unfalls auf Höhe der Anschlussstelle Berkheim: Ein Toter, zwei schwer Verletzte und mindestens sieben leicht Verletzte.

Wie die Polizei mitteilt, wird bislang davon ausgegangen, dass es im Bereich der dortigen Baustelle in Fahrtrichtung Norden zu verkehrsbedingtem Rückstau kam. Ein Lkw mit Anhänger raste direkt in das Stauende und prallte aus bislang unbekannter Ursache in die wartenden Fahrzeuge. Der Sattelschlepper schob einige Wagen aufeinander.

Mehrere Personen wurden deshalb in ihren Fahrzeugen eingeklemmt und mussten durch die Rettungskräfte aus ihren Fahrzeugen, zum Teil mithilfe einer Rettungsschere, geborgen werden.

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In ersten vom Lkw erfassten Fahrzeug aus Norddeutschland saßen ein 40-jähriger Mann und eine 36-jährige Frau. Der Mann erlitt schwere Verletzungen und starb wenig später im Krankenhaus. Die 36-jährige Mitfahrerin wurde schwerstverletzt.

Eine dritte Person, nähere Angaben zur Identität können noch nicht gemacht werden, wurde ebenfalls schwerst verletzt. Mindestens sieben Menschen wurde bei dem Unfall leicht verletzt.

Der Lkw, ein Fahrzeug mit 7,5 Tonnen mit einem zweiachsigen Anhänger, ist aus dem Landkreis Neustadt an der Aisch. Insgesamt waren zehn Fahrzeuge in den Unfall verwickelt, darunter der Laster, ein Wohnmobil sowie acht Autos.

Die Autobahnpolizei Memmingen nahm am Freitag den Unfall auf und versucht herauszufinden, wie es dazu kommen konnte.

Insgesamt waren an der Unfallstelle über 60 Kräfte der Feuerwehr, 30 Sanitäter sowie vier Mitarbeiter des Kriseninterventionsteams im Einsatz - zusätzlich flogen zwei Retttungshubschrauber sowie ein Polizeihubschrauber. Zur genauen Schadenshöhe konnte die Polizei am Nachmittag noch keine Angaben machen, sie liegt aber wahrscheinlich mindestens im sechsstelligen Bereich.

Der Verkehr in Richtung Norden staute sich zeitweise mehrere Kilometer zurück, die Umleitungsstrecken waren überlastet. Aufgrund der umfangreichen Unfallaufnahme und den anschließenden Bergungsarbeiten wurde mit Behinderungen voraussichtlich bis in den Freitagabend hinein gerechnet. AZ

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