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Altschauerberg

24.08.2018

"Schanzenfest": Demo gegen "Drachenlord" eskaliert - YouTube-Kanal stillgelegt

Die Demo gegen den Youtuber "Drachenlord" in Altschauerberg eskalierte.
Bild: David Oßwald, dpa

In Alterschauerberg, Emskirchen, eskalierte eine Demo gegen den YouTuber "Drachenlord". Beim "Schanzenfest" kam es zu Straftaten, die Polizei schritt ein.

Nach einer Hass-Demo gegen den YouTuber "Drachenlord" im mittelfränkischen Emskirchen sind die umstrittenen Videos von dessen Plattform verschwunden. Auf der Seite des YouTubers hieß es am Donnerstag, dass der Kanal auf unbestimmte Zeit pausiere. Wieso die Seite stillgelegt wurde, war zunächst nicht bekannt. Der Mann wollte sich dazu auf Anfrage nicht äußern.

Emskirchen: Hunderte Menschen demonstrieren bei "Schanzenfest" gegen YouTuber "Drachenlord"

Zwischen dem Mann, der unter dem Namen "Drachenlord" seit mehreren Jahren Videos veröffentlicht, und seinen Gegnern gibt es immer wieder Streit. Der Mann provozierte in den Clips mit zum Teil extremen Ansichten Die Auseinandersetzungen blieben zunächst auf das Internet beschränkt.

Bis zuletzt: Trotz eines Versammlungsverbots waren am Montag mehrere Hundert Menschen zu einer Hass-Demo unter dem Namen "Schanzenfest" ins mittelfränkische Emskirchen gekommen. Sie demonstrierten gegen den "Drachenlord". In den sozialen Medien hatten meist anonyme Nutzer zu der Veranstaltung gegen den YouTuber aufgerufen, der seine Adresse im Netz selbst veröffentlicht hatte. Die Polizei sprach 300 Platzverweise aus, wie ein Sprecher am Dienstag sagte.

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Landratsamt über "Drachenlord": Beobachten, wie es weitergeht

Ein Polizist sei bespuckt und beleidigt worden, einzelne Teilnehmer hätten Böller geworfen, sodass die Feuerwehr einen kleinen Wiesenbrand löschen musste. Zudem habe es Schmierereien an einem Bushäuschen gegeben. Größere Schäden blieben aus. Im Laufe des Montags hätten sich zwischen 600 und 800 Menschen in dem 50-Einwohner-Ort aufgehalten - meist seien es jüngere Leute gewesen.

Das Rathaus wollte sich zum YouTuber und dessen stillgelegtem Kanal nicht äußern und verwies auf das Landratsamt. Dort hieß es, man müsse beobachten, wie es weitergehe. "Aber alles, was zu einem Ende der ganzen Umstände führt, ist grundsätzlich positiv."

(AZ/dpa/lby)

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