1. Startseite
  2. Bayern
  3. Schlag gegen Kinderpornografie: Durchsuchungen auch im Kreis Augsburg

Region Augsburg

18.11.2019

Schlag gegen Kinderpornografie: Durchsuchungen auch im Kreis Augsburg

Wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie haben Staatsanwaltschaft und Polizei acht Objekte in Bayern durchsucht.
Bild: Karl-Josef Hildenbrand, dpa (Symbol)

Neun Verdächtige, die sich wohl online Kinderpornografie beschafften, sind Ermittlern ins Netz gegangen. Durchsucht wurden unter anderem Objekte im Landkreis Augsburg.

Wegen des Verdachts auf Besitz von Kinderpornografie haben Staatsanwaltschaft und Polizei acht Objekte in Bayern durchsucht. Das teilte die Zentralstelle Cybercrime der Generalstaatsanwaltschaft Bamberg am Montag mit. Die Beschuldigten Männer seien zwischen 36 und 55 Jahre alt.

Der Schlag gegen die Verdächtigen in Bayern war Teil einer bundesweiten Aktion. Bei großangelegten Durchsuchungen am Mittwoch vergangener Woche in sieben Bundesländern gingen den Behörden insgesamt neun Verdächtige ins Netz. Als Drahtzieher gilt ein 43 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Schwäbisch-Hall (Baden-Württemberg).

Kinderpornografie-Durchsuchungen auch im Landkreis Augsburg

Die Durchsuchungen im Freistaat fanden in Baldham (Landkreis Ebersberg), Erlangen, Höchstadt an der Aisch, München, Untermeitingen (Landkreis Augsburg), Stadtbergen (Landkreis Augsburg) und Mühldorf statt.

Schlag gegen Kinderpornografie: Durchsuchungen auch im Kreis Augsburg

Bei allen Beschuldigten in Bayern bestehe zum derzeitigen Ermittlungsstand der Verdacht, dass sie sich über den sogenannten Tor-Browser kinderpornografisches Material verschafft haben. In allen Fällen wurde laut einer Mitteilung der Zentralstelle in Bamberg umfangreiches Beweismaterial sichergestellt, das aktuell ausgewertet werde. Weitere Details zu den Beschuldigten waren zunächst nicht bekannt.

Nutzer organisieren Missbrauch über Darknet-Plattform

Beim "Tor Chat Directory" handelt es sich um eine Plattform im Darknet, die Nutzer regelmäßig verwenden, um schweren sexuellen Missbrauch von Kindern zu organisieren und entsprechende Kontakte zu knüpfen, wie die Staatsanwaltschaft Bamberg mitteilte. Die Nutzer hinterlassen demnach auf der Seite ihre Erreichbarkeit in Form einer Nutzerkennung für das Chatprogramm Tox, mit dem eine anonyme Kontaktaufnahme über das Darknet erreicht werden soll. Zudem kann der Nutzer in einem Freitext seine Wünsche und Interessen angeben und hinzufügen, welches Alter der Jungen oder Mädchen er präferiert. (dpa/lby)

Ermittlungen hat es auch im Landkreis Augsburg gegeben: Razzia auch im Augsburger Land

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Meinungsforschungsinstitut Civey zusammen. Was es mit den repräsentativen Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

Themen folgen

Sie haben nicht die Berechtigung zu kommentieren. Bitte beachten Sie, dass Sie als Einzelperson angemeldet sein müssen, um kommentieren zu können. Bei Fragen wenden Sie sich bitte an moderator@augsburger-allgemeine.de.

Bitte melden Sie sich an, um mit zu diskutieren.

Das könnte Sie auch interessieren