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Corona

22.02.2021

Schnelltests aus dem Kreis Augsburg: Freie Wähler schimpfen über Behörden

Corona-Schnelltests zur Eigenanwendung sollen bei der Bekämpfung der Pandemie helfen.
Bild: Sebastian Gollnow, dpa (Symbolbild)

Ein Hersteller von Corona-Schnelltests aus dem Kreis Augsburg klagt über ein "unerträglich langes" Zulassungsverfahren. Jetzt springen dem Unternehmen die Freien Wähler zur Seite.

Die Freien Wähler im Landtag fordern eine zügige Zulassung von Corona-Schnelltests zur Eigenanwendung. Was in Österreich praktiziert werde, müsse endlich auch in Deutschland möglich sein, sagt der schwäbische FW-Abgeordnete Fabian Mehring.

„Das ist wahrlich kein Hexenwerk, sondern ein für jeden Laien beherrschbares Verfahren, das längst zu mehr Sicherheit für uns alle beitragen und Öffnungsperspektiven eröffnen sollte“, sagt Mehring, nachdem er sich in Bobingen (Kreis Augsburg) beim Medizinproduktehersteller MSP Bodmann hat zeigen lassen, wie die Tests funktionieren. Die Zulassung wäre aus Mehrings Sicht „ein Quantensprung auf dem Weg zu mehr Normalität und Freiheit“.

 

Das Bobinger Unternehmen hat nach Angaben von Geschäftsführerin Angela Bodmann bereits 800.000 Selbsttests nach Österreich exportiert und aktuell rund eine Million auf Lager. „In Deutschland“, so Bodmann, „dürfen wir sie nur zur professionellen Anwendung vertreiben, weil für die Zulassung zur Eigenanwendung leider noch immer keine klaren Kriterien vorliegen.“

Österreich setzt auf Corona-Schnelltests aus Bobingen

Bereits seit Dezember bemühe sie sich vergeblich darum, zu erfahren, wie eine Studie angelegt sein müsse, um eine Zulassung zu erhalten. „Besonders bemerkenswert ist, dass unsere Tests längst für die Anwendung durch Fachpersonal registriert sind. Ihre Sensitivität liegt nachweislich bei 97 Prozent und sie wurden bereits millionenfach verwendet. Die Zulassung zur Selbstanwendung, die in unseren Nachbarländern längst der Schlüssel zu einer Vervielfachung der Sicherheit ist, zieht sich hierzulande unerträglich in die Länge“, sagt Bodmann.

 

Mehring spricht von einem „Irrweg“ zwischen den verschiedenen beteiligten Behörden im Bund und schimpft: „Während die Menschheit auf den Mars fliegt, sollte Deutschland nicht an der Zulassung von Wattestäbchen scheitern.“ Seine Kollegin Susann Enders, gesundheitspolitische Sprecherin der Freien Wähler im Landtag, unterstreicht das: „Selbsttests sind ein Mittel, um Öffnungsperspektiven zu ermöglichen und trotzdem ein Höchstmaß an Sicherheit zu gewährleisten. Sie müssen deshalb schnellstens auf den Markt.“

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