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Winter III

11.01.2019

Schüler sitzen fest

Das Bergdorf Baad ist eingeschneit. Eine Schulklasse sitzt fest.
Bild: Florian Lippert

Wie eine Klasse aus München im Kleinwalsertal strandete

Da führt kein Weg mehr raus und auch keiner rein: 33 Siebtklässler und vier Lehrer eines Gymnasiums aus München sitzen im Bildungszentrum Outward Bound in Baad im Kleinwalsertal fest. Für die Kinder sei es ein großes Abenteuer, „von dem sie in 20 Jahren noch erzählen werden“, sagt einer der Lehrer.

Die Straße nach Baad, ganz hinten im Kleinwalsertal, blieb wegen Lawinengefahr weiterhin gesperrt. Die Schulklasse und ihre Lehrer konnten deshalb nicht heim nach München fahren. „Natürlich sind wir mit den Eltern in Kontakt“, sagt einer der Pädagogen. „Wir schicken per E-Mail viele Fotos, sodass sie wissen, dass es ihren Kindern gut geht.“ Gute Kommunikation sei das A und O.

Das Programm sei von Skifahren kurzerhand umgestellt worden auf Iglubauen, Schneeolympiade sowie Schneekunde samt Bedienen von Lawinensuchgeräten, um Verschüttete zu finden. Nicht, um Panik zu schüren, sondern um die Kinder mit den möglichen Gefahren im alpinen Winter vertraut zu machen. Im Outward Bound, einem Gruppenhaus mit Mehrbettzimmern, stünden alle diese Geräte zur Verfügung.

Die Gruppe muss so lange bleiben, bis die Straße wieder sicher ist und freigegeben wird. „Von Ortsansässigen haben wir erfahren, dass vor 20 Jahren eine Gruppe zwei Wochen festsaß“, sagt ein 29-jähriger Lehrer, der selbst in Immenstadt aufgewachsen ist, Schnee in solchen Dimensionen aber noch nie erlebt hat.

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