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Schwaben
02.04.2018

Viele Betrunkene randalieren am Osterwochenende

In vielen Fällen kam es am Osterwochenende unter Alkoholeinfluss zu Gewalt.
Foto: dpa (Symbolbild)

Ein langes Wochenende und ungehemmter Alkoholkonsum: In zahlreichen Fällen sorgte diese Kombination in den vergangenen Tagen für Übergriffe und Ausschreitungen.

Zahlreiche Exzesse haben am Osterwochenende die Polizei in Schwaben beschäftigt. Ungehemmter, massiver Alkoholkonsum führte vielerorts zu Übergriffen und Ausschreitungen. Ein Auszug aus dem Polizeibericht.

Am Karfreitag trat um 5 Uhr morgens ein Mann mit 2,5 Promille die Glas-Eingangstüre einer Kneipe in Kaufbeuren ein. Als eine Zivilstrafe eintraf stand der Mann immer noch vor der verschlossenen Tür. Auch in Kaufbeuren musste am späten Nachmittag ein 34-Jähriger mit einer Tablettenüberdosis zunächst ins Klinikum und dann ins Bezirkskrankenhaus eingeliefert werden. In der Nacht konnte er sich befreien, randalierte auf der Station und ging auf das Pflegepersonal los.

Am Ostersamstag wurden bei einem Streit in einer Nördlinger Flüchtlingsunterkunft mehrere Menschen mit einem Messer verletzt. In Kaufbeuren pöbelte ein 50-Jähriger in einer Kneipe und wollte eine 21-jährige Frau angehen. Ein 63-Jähriger ging dazwischen und schlug den Mann nieder. In Augsburg wurde um kurz nach Mitternacht ein 24-Jähriger mit Tempo 112 statt der erlaubten 50 Stundenkilometer geblitzt. Blutalkoholwert: 1,6 Promille. In Dillingen wählte ein stark betrunkener 24-Jähriger den Notruf und gab an, dass er von einem Freund geschlagen werde. Diese Geschichte hatte es sich ausgedacht, um seine Ex-Freundin am Fortgehen zu hindern.

Junge Frau vor Disko in Ichenhausen angegriffen

Am Ostersonntag musste in Kaufbeuren bei einem eskalierten Beziehungsstreit dazwischengehen. Eine Asylbewerberin wählte den Notruf, da sie von einem anderen Asylbewerber bedroht worden sei und sich aus Angst in ihrem Zimmer einsperrte. In Augsburg-Oberhausen kam es zu einer Rangelei, als einem 27-Jährigen der Eintritt in eine Disko verwehrt wurde. Dabei fiel ihm ein Messer aus der Jackentasche. In Weißenhorn schlug ein 57-Jähriger betrunken auf seinen Sohn ein.

Auch in der Nacht auf den Ostermontag rückte die Polizei häufig aus. In Ichenhausen kam es in einer Disko zu einer Schlägerei, vor dem Club wurde eine junge Frau von einer Gruppe fünf unbekannter Männer angegriffen. In Kaufbeuren schlug ein 26-Jähriger auf seine Freundin ein. In der Polizeiinspektion der Stadt schrie ein Mann im Vorraum herum und verlangte, dass man ihn nach Hause fährt. Als er danach in einer benachbarten Gaststätte randalierte beleidigte er die Polizisten unter anderem als "Drecksau", "blödes Arschloch" und "Hurensohn". AZ

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