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Raupen

14.04.2018

Schwammspinner-Raupen bedrohen Bayerns Eichenwälder

Eine nahezu ausgewachsene Raupe eines Schwammspinners: Die Tiere gelten als Gefahr für Bayerns Eichen.
Bild: Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, dpa

Die Raupen des Schwammspinners können ganze Bäume kahl fressen - und werden damit auch in Bayern zum Problem.

Bayerns Eichen werden heuer von einem Schmetterling bedroht, dessen Raupen ganze Bäume kahl fressen können. Vor allem in Unterfranken haben Experten der Bayerischen Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft (LWF) enorme Dichten des Schwammspinners festgestellt. Dafür suchen die Förster an Stämmen von Eichen und Hainbuchen nach Gelegen des Tieres. Ein Gelege kann zwischen 180 und 800 Eier des Schmetterlings beinhalten. Ein Befall von mehr als einem Gelege pro Baum bedeute bereits Kahlfraß, sagte Ralf Petercord, Leiter der LWF-Abteilung Waldschutz, der Deutschen Presse-Agentur. In Wäldern bei Werneck im Landkreis Schweinfurt hätten Fachleute beispielsweise einen Befall von 4,6 Gelegen pro Baum registriert.

Um dort und in ähnlich betroffenen Gebieten einen Kahlfraß und ein dadurch mögliches Eichensterben zu vermeiden, wird die LWF voraussichtlich im Mai Pflanzenschutzmittel mit dem Hubschrauber auf einzelne Gebiete sprühen. Geplant ist die Behandlung von etwa 1400 Hektar, die sich auf 60 kleinere Waldgebiete verteilen. Waldränder und Naturschutzgebiete sind dabei außen vor.

Zuletzt konnte der Schwammspinner, dessen bis zu 70 Millimeter langen Raupen mehrere Monate lang die Blätter der Bäume abfressen, in dieser Masse 2011 in Bayerns Wäldern sein Unwesen treiben. Der Schwammspinner ist ein einheimisches Insekt. Wegen der immer wärmeren Sommer sind die Populationen vor allem in Bayern sprunghaft angestiegen. Die Art ist deshalb Petercord zufolge derzeit die größte Gefahr für Eichen. (dpa)

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