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Schule und Corona

08.02.2021

Sechs Lehrer, fünf Beispiele: So innovativ kann Digitalunterricht sein

Monika Schäfer ist Konrektorin und Klassleiterin der 1a an der Grundschule Jettingen-Scheppach.
Bild: Bernhard Weizenegger

Plus Bayern hinkt bei der Digitalisierung seiner Schulen hinterher. Dennoch gibt es herausragenden Distanzunterricht. Hier stellen Lehrer ihre besten Projekte vor.

Seit Mitte Dezember haben die meisten bayerischen Schüler ihr Klassenzimmer nicht mehr von innen gesehen, mit Lehrern und Schulkameraden kommunizieren sich nur noch über Video - meist über die Plattform MS Teams. Bayerns Schulen sind im Lockdown. Und immer sind da die Nachrichten, was alles schief läuft: flächendeckendes Wlan nur an jeder dritten Schule, die von der Regierung versprochenen Lehrerdienstgeräte lassen auf sich warten, die offizielle Lernplattform Mebis hatte lange Startschwierigkeiten. Dass der Unterricht auf Distanz trotzdem funktionieren kann, beweisen dennoch viele engagierte Lehrer. Zum Beispiel diese:

Monika Schäfer und Andreas Spatz, Grundschule Jettingen-Scheppach: Hier arbeiten alle zusammen

Alisa und Konstantin sind heute extra in die Schule gekommen, um zu zeigen, was sie am Tablet schon gelernt haben. Die beiden besuchen die Klasse 1a der Grundschule Jettingen-Scheppach (Kreis Günzburg) und sehen ihre Klassleiterin Monika Schäfer im Moment sonst nur am Bildschirm. „Mir macht Mathe am Tablet am meisten Spaß“, ruft Konstantin, zeichnet auf seinem iPad erst eine Null, dann eine Eins und eine Zwei. Das Gerät zeigt ihm an: Perfekt gemacht! Alisa präsentiert das E-Book für Zahlen von Eins bis Zehn, das sie mit der App Book Creator gestaltet und jede Zahl mit Gegenständen aus dem Alltag illustriert hat. „Am liebsten habe ich aber Videokonferenz“, freut sich Alisa. Zweimal am Tag schaltet sich Monika Schäfer zu den Kindern aufs iPad, morgens und meistens mittags. „Ein fester Rhythmus ist wichtig für die Schüler, auch im Distanzunterricht“, sagt sie.

Die Schüler Alisa und Konstantin, beide 7, mit ihrer Lehrerin Monika Schäfer und Schulleiter Andreas Spatz.
Bild: Bernhard Weizenegger

Die Grundschule Jettingen-Scheppach ist in der glücklichen Lage, allen 230 Schülern ein iPad zur Verfügung stellen zu können – nicht erst seit Corona, schon seit Januar 2020. Insgesamt 100.000 Euro an Leasing-Kosten hat die Gemeinde übernommen. Schulleiter Andreas Spatz erinnert sich noch gut, wie er 2017 bei örtlichen Firmen Spendengelder für die ersten 50 Tablets einsammelte.

„Mit der Einführung der iPads begannen die Fortbildungen der Lehrkräfte“, sagt Spatz. Dafür sei ein Apple-Trainer an die Schule gekommen. „Das war wie ein Feuer, das unter den Lehrkräften entfacht wurde.“ In der Corona-Krise hat die Schule nun den Vorteil, dass das Lernen und Lehren über digitale Tools für Schüler und Lehrer längst selbstverständlich ist. Das gilt für viele Schulen im Landkreis Günzburg. „Wenn jede Schule ihre eigene Suppe kocht, wird das auf Dauer nicht funktionieren“, sagt Spatz. Mehr als 20 Kommunen im Landkreis haben sich deswegen zum „Zweckverband Digitale Schulen“ zusammengeschlossen.

Konstantin macht am liebsten Mathe am Tablet.
Bild: Bernhard Weizenegger

Der Verband verfügt über eigene IT-Administratoren, die die Digitaltechnik von 36 Grund- und Mittelschulen über ein zentrales System warten – während anderswo nach wie vor Lehrer nebenbei Software-Updates aufspielen. Das Staatliche Schulamt koordiniert die Digitalisierung, das am Landkreis angesiedelte Medienzentrum übernimmt die Fortbildung der Lehrkräfte. Das Kommunikationstool Microsoft Teams kommt an jeder der 36 Schulen zum Einsatz.

Die Realschulen und Gymnasien in Trägerschaft des Landkreises sind bisher nicht Teil des Zweckverbands, sollen aber nach Angaben von Schulamtsdirektor Thomas Schulze „im Lauf des Jahres“ dazukommen. Auf Schulzes Initiative geht auch das „DigiteamGZ“ zurück – sechs digitalaffine Lehrer plus Schulamtsdirektor, die unter anderem ständig neue Lehrvideos für einen eigenen Youtube-Kanal produzieren.

„Wenn der Zweckverband die Technik betreut, können wir Lehrer uns aufs Pädagogische konzentrieren“, schlussfolgert Schulleiter Spatz. Sein Ansatz: „Digitale Lernmittel können eine sinnvolle Ergänzung zu den klassischen Unterrichtsmethoden sein. Man sollte sie aber nur dann einsetzen, wenn sie wirklich einen Mehrwert bringen.“

Ihr Beruf habe sich in den vergangenen Monaten „total verändert“, sagt Monika Schäfer, all die Zeit am PC statt im Klassenzimmer. „Aber es bereichert das eigene Lehrerdasein zu sehen, was die Kinder an den iPads alles lernen und schon können“, sagt sie. Trotzdem ist sie froh, wenn der Lockdown vorbei ist: „Zum Schulleben gehört einfach mehr als das reine Lernen des Stoffs. Schule hat eine soziale Komponente, ich freue mich, wenn wir bald wieder zusammen im Klassenzimmer sind, singen und lachen.“

Erstklässlerin Alisa sieht es genauso: „Ich hoffe, dass es bald wieder losgeht!“

Christina Mößle, Mittelschule Ichenhausen: Stop-Motion-Videos für Rehaklinik-Patienten

„Distanzunterricht kann genauso gut funktionieren wie normaler Unterricht“: Davon ist Christian Mößle, Lehrerin an der Freiherr-Von-Stain-Mittelschule Ichenhausen (Kreis Günzburg), überzeugt. Für die 33-Jährige gibt es digitale Schulstunden nicht erst seit Corona, schon im Referendariat hat sie sich das Können angeeignet. Darüber freuten sich auch die Patienten der Fachklinik Ichenhausen. Mit ihrer siebten Klasse hat Christina Mößle am iPad Wintergeschichten als Stop-Motion-Videos produziert, die den Bewohnern die Zeit fast ohne Besuch erleichtern sollten. Das Projekt, das sich über zweieinhalb Wochen erstreckte, fand in der Zeit des Wechselunterrichts statt – ein Teil der Schüler arbeitete im Klassenzimmer, der andere war übers iPad zugeschaltet. Verwendet hat Christina Mößle für ihr fächerübergreifendes Projekt die frei zugängliche App StopMotion.

Christina Mößle unterrichtet an der Freiherr-Von-Stain-Mittelschule in Ichenhausen.
Bild: Bernhard Weizenegger

„Die Schüler lernten zunächst etwas über die Situation kranker und älterer Menschen in der Corona-Krise, die oft von Einsamkeit geprägt ist. Im Deutschunterricht hat dann jeder seine eigene Wintergeschichte geschrieben.“ Aufgeteilt in Gruppen, hätten die Schüler dann die jeweils beste ausgewählt und ein Drehbuch erstellt.

Stop-Motion ist eine Technik, bei der jede Szene einzeln fotografiert und dann zu einem Film zusammengefügt wird. Das haben die Schüler selbst am Tablet gemacht. Lesen, fotografieren, filmen: „Jeder Schüler konnte sich da einbringen, wo seine Stärken liegen.“ Am Ende gab es zwei Noten: eine in Deutsch und eine in Informatik. Andere Lehrer hätten sich ebenfalls an der Aktion für die Rehaklinik beteiligt: „Schüler haben virtuell Gedichte vorgetragen, eine Musikgruppe studierte Stücke ein und nahm sie auf.“

Mößle ist neben ihrer Arbeit an der Mittelschule im sogenannten „DigiTeamGZ“ des Landkreises Günzburg, das Lehrer mithilfe von Fortbildungen in Sachen Digitalisierung „da abholen will, wo sie Hilfe brauchen.“ Für die Verwendung von iPads im Unterricht etwa habe das Team schon vor Corona Fortbildungen angeboten.

 

Christina Mößle weiß, dass die Qualität des Distanzunterrichts auch von der Schule abhängt. „Angefangen beim Schulleiter ist die ganze Schule sehr engagiert, wenn es um Digitalunterricht geht. Und dieses Engagement spiegelt sich auch bei den einzelnen Lehrkräften wider.“

Isabelle Schuhladen, Realschule Meitingen: Wenn Schüler zu Lehrern werden

Isabelle Schuhladen unterrichtet nach einer Methode, die in Lehrerkreisen gerade in aller Munde ist - und die sich problemlos im Distanzunterricht anwenden lässt: Lernen durch Lehren. „Das A und O dieser Methode ist, dass die Schüler sich den neuen Stoff gegenseitig erklären und reflektieren“, sagt die 43-Jährige, die an der Realschule Meitingen (Kreis Augsburg) Französisch unterrichtet. Die Annahme: „Wenn ich in der Lage bin, jemanden was zu erklären, kann ich auch davon ausgehen, dass ich es verstanden habe.“ Viele Jahre lang seien Schüler vor allem „mit Arbeitsblättern gefüttert“ worden, sagt Isabelle Schuhladen. Corona sei ein Weckruf, dass sich etwas ändern müsse. „In der Kultur der Digitalität nimmt der Lernende sein Lernprozess in die Hand.“

Die Französischlehrerin gibt auch Fortbildungen in der Methode Lernen durch Lehren, kurz LDL, die auf den Didaktiker Jean-Pol Martin zurückgeht, bei dem Schuhladen einst in Eichstätt studierte. „Hochmotivierte Leute“, nähmen daran teil. „Sie sagen: Ja, diese Tipps sehe ich mir an.“

Isabelle Schuhladen praktiziert seit vielen Jahren "Lernen durch Lehren".
Bild: Schuhladen

Wie könnte so eine LDL-Schulstunde im Distanzunterricht aussehen? Beispiel aus Schuhladens 8. Klasse: Zwei Schüler haben eine interaktive Präsentation zu einem Thema vorbereitet, die Klasse ist stets aktiv und denkt mit. Bei der Online-Stunde über Microsoft Teams wird sie mit der Klasse gemeinsam weiter ausgefüllt, die letzte Folie gestaltet jeder Schüler als Hausaufgabe selbst. Und die Lehrerin? „Ich interveniere nur, wenn ich wirklich muss. Bei LdL herrscht eine Fehlerkultur: Wir gehen sehr offen mit Fehlern um, sie sind erlaubt und sogar erwünscht“.

Jede Klasse hat neben Microsoft Teams ein Padlet (eine Online-Plattform, die Redaktion), wo die Schüler ihre Produkte teilen und Feedback bekommen. Dank des Teilens bekommen die Schüler neue Impulse und ergänzen sich gegenseitig. Hier finden sie weitere Tipps und Ideen: zusätzliche Übungen zur Vertiefung, Podcasts, interessante Links passend zu den aktuellen Themen.

Auch Schüler müssten die neue Methode erst lernen, sagt die Lehrerin. „Das Schöne daran ist: Die Schüler lernen wieder, neugierig zu sein. Sie vernetzen sich mit anderen. Sie lernen Selbstverantwortung - und das ist es, was man im Leben braucht.“

Cornelia Stenschke, BOS Neusäß: Social Media in den Goldenen Zwanzigern

Was wäre, hätte es vor 100 Jahren schon Social Media gegeben? Die Schüler der Vorklasse an der Berufsoberschule Neusäß (Kreis Augsburg) finden das gerade heraus. Mit ihrer Lehrerin Cornelia Stenschke tauchen sie dieses Schuljahr begleitend zum normalen Unterricht in die Vergangenheit ein. „Wir bewegen uns in der Zeit der Goldenen Zwanziger, kurz vor dem Aufstieg der Nazis“, sagt Cornelia Stenschke.

Cornelia Stenschke ist auch medienpädagogische Beraterin für digitale Bildung.
Bild: Cornelia Stenschke

Für diese Zeitreise im Fach Geschichte, Gesellschaft und Politik hat sie jeden ihrer Schüler gebeten, sich eine „Persona“, ein fiktives Alter Ego, auf der Online-Plattform Mebis anzulegen. Name, Profilbild, Biografie, alles haben die Schüler hochgeladen - und sie haben die Persona mit einem (simulierten) Twitter- oder Instagramkonto ausgestattet. Im Namen ihrer Persona kommentieren die Schüler die Geschehnisse der 20er Jahre in Social-Media-Beiträgen.

Dafür nutzt Cornelia Stenschke sogenannte Fake-Post-Generatoren: Apps, die einen Social-Media-Post in Bildformat generieren, der aber nicht im Internet veröffentlicht wird. „Als ich von den Generatoren erfahren habe, war ich sofort begeistert“, sagt Stenschke. Bei ihrem Projekt ist ihr vor allem „die Multiperspektivität wichtig“. Heißt: Die Schülerinnen und Schüler sollen verschiedene Sichtweisen auf die Geschichte kennenlernen. Mehrere Schülerinnen in ihrer Klasse hätten Charaktere von Frauenrechtlerinnen ausgearbeitet, einer habe sich für den Physiker Albert Einstein als Alter Ego entschieden. „Es war total spannend, wie die Schüler ihre Perspektiven und ein Bewusstsein für die Zeit entwickelt haben.“

Das Projekt findet statt in der Vorklasse der BOS Neusäß.
Bild: Screenshot: Cornelia Stenschke

Cornelia Stenschke, seit ziemlich genau 30 Jahren im Schuldienst, glaubt, „dass wir auch nach Corona mehr digitale Hilfsmittel nutzen werden.“ Im ersten Shutdown, sagt Stenschke, die auch andere Lehrerinnen und Lehrer als medienpädagogische Beraterin für digitale Bildung unterstützt, sei es noch darum gegangen: Wie kriegen wir das mit der Technik hin? „Jetzt ist die Gelegenheit herauszufinden: Wie sieht guter Distanzunterricht aus?“

Leyla Szeiler, Realschule Pfuhl: Kunst am Bildschirm

Leyla Szeiler im Klassenzimmer.
Bild: privat

Wie vermittelt man künstlerisches, kreatives, haptisches Arbeiten über den Bildschirm? Vor dieser schwierigen Frage stand Leyla Szeiler zu Beginn des ersten Lockdowns. Ihr selbst habe das Kreative anfangs ebenso gefehlt wie den Schülern, sagt die Lehrerin für Deutsch, Kunst und Werken an der Inge-Aicher-Scholl-Realschule im Neu-Ulmer Stadtteil Pfuhl. „Da kam mir die Idee, jeden Freitag eine kreative Aufgabe online zu stellen“, erzählt die 32-Jährige. Eine dieser Aufgaben: „Gestalte ein bekanntes Kunstwerk nach.“

Die Idee orientiert sich an der sogenannten Getty Museum Challenge, ausgehend vom gleichnamigen Museum in Los Angeles, bei der Internetnutzer auf der ganzen Welt berühmte Gemälde mit Alltagsgegenständen nachstellen. „Dafür sollten die Schüler zu Hause nach Materialien suchen – und ich war echt fasziniert von den Ergebnissen.“ Ein Kind versammelte für Leonardo Da Vincis weltberühmtes „Abendmahl“ seine Stofftiere um den heimischen Esstisch – mit einem Eisbären als Verkörperung Jesu.

Statt zweier Hände wie auf Michaelangelos „Die Erschaffung Adams“ zeigen die Schülerversionen des Bildes eine Hand plus Hunde- oder Katzenpfote. Ihre Werke fotografieren die Schüler ab, besonders herausragende hat Leyla Szeiler positiv vermerkt – auch solche Projekte können in die Leistungsbewertung einfließen. Die „Getty Museum Challenge“ habe von der 5. bis zur 9. Klasse immer funktioniert.

"Die Erschaffung Adams", tierisch umgesetzt.
Bild: Leyla Szeiler

„Lernanreize geben, kreative Prozesse in den Unterricht einbauen, die Schüler spielerisch abholen“: Diese Sätze fallen im Gespräch mit der Realschullehrerin immer wieder. Sie selbst ist überzeugt davon: Wenn sich alles zu Hause abspielt, liefert die Alltagswelt den Schülern am meisten Motivation. So oft es geht versucht Leyla Szeiler, diese in ihren Unterricht einzubauen. Sie ließ die Schüler einen Vlog – also einen Videoblog – über ihr Leben im Lockdown drehen. Ihr Projekt „Die fantasievolle Welt der Alltagsgegenstände“ gab den Schülern Inspiration, ganz normale Dinge zum Mittelpunkt eines Bildes zu machen.

Land Art, umgesetzt von einer Schülerin der Realschule Pfuhl.
Bild: Leyla Szeiler

Kann jeder Lehrer diesen kreativen Prozess in Gang setzen? „Da bin ich ganz sicher“, sagt die Günzburgerin. Sie selbst habe auch vor Corona schon mit digitalen Methoden experimentiert. Ihre Ideen entwickelt Leyla Szeiler beim Surfen im Internet – und im gemeinsamen Arbeiten mit den Lehrerkollegen. „Bei uns ist es so: Man überlegt sich, was man machen möchte – und wenn jemand Ideen dazu hat hat, tauscht man sie aus.“
 

„Die fantasievolle Welt der Alltagsgegenstände“: ein Mundschutz als Mittelpunkt eines Bildes.
Bild: Leyla Szeiler

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