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Umwelt

19.09.2017

Seehofer hat den "dreckigsten" Dienstwagen

CSU-Parteichef Horst Seehofers fährt den dreckigsten Dienstwagen unter den deutschen Spitzenpolitikern.
Bild: Soeren Stache (dpa)

Geht es nach dem CO2-Ausstoß, ist der Dienstwagen von Horst Seehofer der größte Klimasünder in der deutschen Politik. Ein Grünen-Politiker hat den "saubersten" Wagen.

Der BMW von Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) ist nach einer Umfrage der Deutschen Umwelthilfe die größte Dreckschleuder unter den Dienstwagen von Spitzenpolitikern in Deutschland. Die gepanzerte Limousine stößt demnach 303 Gramm Kohlendioxid pro gefahrenem Kilometer aus. 

Den letzten Platz in dem Vergleich teilt sich Seehofer mit dem früheren Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Ralf Jäger (SPD), wie die Deutsche Umwelthilfe (DUH) am Dienstag in Berlin mitteilte. Spitzenreiter ist das Auto von Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) mit einem CO2-Wert von 100 g/km.

Dienstwagen von Seehofer: Gericht hatte Veröffentlichung der Zahlen angeordnet

Mit der Veröffentlichung der Zahlen befolgt die bayerische Staatskanzlei das Urteil des Verwaltungsgerichts München von Anfang 2017. Die DUH hatte dort erfolgreich auf die Herausgabe der CO2-Werte geklagt. Die Staatskanzlei hatte zuvor die Herausgabe verweigert und dies mit Sicherheitsbedenken begründet, da durch die Werte auf die Schutzausstattung des Wagens geschlossen werden könne.

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Staatskanzleichef Marcel Huber (CSU) kritisierte im Interview mit Antenne Bayern die Umfrage als "völlig unprofessionell". Denn bei manchen Politikern müssten die Werte aus Sicherheitsgründen nicht benannt werden, etwa bei den Bundesministern für Verteidigung und Finanzen oder beim Außenminister. Huber zufolge habe der bayerische Ministerpräsident genauso viel Sicherheitsanspruch. Ihn interessiere diese Studie nicht, sagte Huber, weil sie "nur dazu dient, den bayerischen Ministerpräsidenten möglichst schlecht aussehen zu lassen". Das Fahrzeug Seehofers sei "nicht zur reinen Gaudi mit Schutz versehen".

Regierungsflotte aus Bayern belegt den vorletzten Platz

Auch die anderen Fahrzeuge aus der CSU-Staatsregierung kommen in der DUH-Umfrage schlecht weg. Mit einem durchschnittlichen CO2-Ausstoß von 163 g/km (2016: 165 g/km) belegt Bayern den vorletzten Platz, nur in Nordrhein-Westfalen stößt die Regierungsflotte mit 172 g/km (2016: 158 g/km) durchschnittlich noch mehr CO2 aus. dpa/lby

Wir wollen wissen, was Sie denken: Die Augsburger Allgemeine arbeitet daher mit dem Umfrageinstitut Civey zusammen. Was es mit den Umfragen auf sich hat und warum Sie sich registrieren sollten, lesen Sie hier.

 

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Die Diskussion ist geschlossen.

19.09.2017
War klar, dass sich Seehofer nicht um den CO2 Ausstoss seines Dienstwagens kümmert, um Bayern kümmert er sich ja auch nicht..da ist ihm seine mafiöse CSU viel wichtiger....
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19.09.2017

Macht nichts. Gut, daß einer diesem CO2-Hype die Stirn bietet.

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19.09.2017

Falls Sie es noch nicht mitgekriegt haben. Seit "Irma" den Amis ihre Buden weggeblasen hat, kommt sogar Ihr großes Vorbild Trump ins Grübeln . . .

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20.09.2017

Schauen Sie sich doch mal das Wetter/das Klima an - seit es Aufzeichnungen gibt. Es gibt da gute Zusammenfassungen. Tornados, Hurricans, Sturmfluten und was weiß ich noch nicht alles - gabs alles schon. Natürlich haben wir in letzter Zeit ein Ballung von Naturereignissen und es gibt den Klimawandel. Aber im Gegensatz zu einugen anderen bin ich der Ansicht, daß er nicht mehr umkehrbar ist. VCielleicht kann er ein wenig gebremst werden..

Hat aber mit dem Wagen von Seehofer relativ wenig zu tun.

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20.09.2017

Schon klar, dass ein Auto zum Klimawandel einen kaum messbaren Beitrag leistet. Anonsten verlasse ich mich da auf den allergrößten Teil der Wissenschaftler.

VCielleicht kann er ein wenig gebremst werden

Das wäre ja schon was. Die Politik täte gut daran, bei der CO2-Vermeidung eine Vorbildfunktion einzunehmen, den eigenen Fuhrpark entsprechend auszurichten und z. B. die steuerliche Absetzbarkeit jeder überdimensionierten Bonzenschleuder endlich zu verbieten.

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20.09.2017

Gebremst werden bedeutet aber, daß nicht Ihre Enkel sondern eben Ihre Urenkel den Schlamassel ausbaden müssen.

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20.09.2017

Die Vokabel "gebremst" stammt zunächst mal von Ihnen. Dass unsere Enkel und Urenkel den Schlamassel ausbaden werden ist klar - ob die Klimakatastrophe gebremst oder ungebremst fortschreitet. Angerichtet haben ihn wir und vor allem die Anhänger der Schwachsinns-Ideologie eines ohne Rücksicht auf Verluste ungelenkten freien Marktes - "busi­ness as usu­al" - auch wenn alles den Bach runtergeht.

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19.09.2017

isst ja super Toll der Bericht !! aber haben sie sich schon mal Gedanken darüber gemacht wiviel CO 2 von der Aida Flotte vernichtet wird ??jeder träumt von einer Kreutzfart !! aber das diese Kreutzfartschiffe fast alle mit Schweröl betrieben werden , daran dennkt fast niemand !! die deutschen Kreutzfahrt Schiffe verschmutzen die luft um mehr als das doppelte wie Diesel pkw!! ich habe nicht von LKW gesprochen !! aber was niemand bedenkt das die meisten kreutzfahrer garnicht mit Deutschen Schiffen Fahren !! was auch die leute mit bedenken sollten ist das der meiste strom für Elecktroautos aus den berümten sehr sauberen Braunkohle kraftwerken

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