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Coronavirus

18.11.2020

So bereitet sich Bayern auf die ersten Impfungen vor

In allen Landkreisen sollen Corona-Impfzentren entstehen.
Bild: Weizenegger (Symbol)

Plus Die Zulassung eines Impfstoffes gegen das Coronavirus rückt näher. In Impfzentren soll das Präparat bald an die Bevölkerung verteilt werden.

Es war nur eine Randnotiz der Beratungen von Bund und Ländern Anfang der Woche: Die Bundesländer, hieß es dort, sollen flächendeckend Impfzentren einrichten. Was so nüchtern klingt, ist in Wirklichkeit der erste Schritt auf dem Weg zu einer Wende in der Corona-Pandemie. Denn nachdem gleich zwei Hersteller in den vergangenen Wochen vielversprechende Ergebnisse veröffentlicht haben, rückt der Termin für erste Impfungen immer näher – so nahe, dass sich die Bundesländer nun darauf vorbereiten, sofort starten zu können, sobald eine Zulassung vorliegt.

In Bayern ist man dabei schon ein Stück weiter. Bereits Ende vergangener Woche erreichte die Landkreise ein Schreiben des Gesundheitsministeriums mit der schon länger von Gesundheitsministerin Melanie Huml angekündigten Anweisung, passende Orte für Impfzentren zu suchen, also leer stehende Hallen oder Klinikräume, in denen Ärzte viele Patienten nacheinander impfen können. Zusätzlich sollen mobile Impfteams etwa für Seniorenheime gebildet werden.

 

Einige Regionen haben bereits geeignete Flächen gefunden. Der Landkreis Landsberg etwa wird das Impfzentrum aller Voraussicht nach auf dem ehemaligen Fliegerhorst Penzing einrichten, wo auch das Pandemiezentrum ansässig ist. Im Kreis Aichach-Friedberg gilt das Aichacher Krankenhaus als Kandidat. Rund ein Monat Zeit bleibt den zuständigen Behörden. Bis zum 15. Dezember, so die Vorgabe aus München, müssen die Zentren eingerichtet und arbeitsfähig sein.

Gibt es noch in diesem Jahr Corona-Impfungen?

Könnten dann auch bald die ersten Impfungen stattfinden, werden also die ersten Menschen vielleicht sogar noch dieses Jahr gegen das Coronavirus geimpft? Im Gesundheitsministerium bremst man die Erwartungen. „Ein tatsächlicher Beginn der Impfungen ab dem 15. Dezember ist derzeit nicht geplant“, betont ein Sprecher. Stattdessen habe man das Datum vor den Weihnachtsferien festgesetzt, um bis Ende diesen Jahres einsatzfähig und auf alle Eventualitäten vorbereitet zu sein. Bund und Länder gehen davon aus, dass es im ersten Quartal 2021 mindestens einen zugelassenen Impfstoff gibt, immer wieder kursiert der Januar als mögliches Datum.

Das Präparat dann schnell an möglichst viele Menschen zu verteilen, ist eine gewaltige logistische Herausforderung. Der Freistaat hat deswegen neun Lieferzentren eingerichtet – ausgerüstet unter anderem mit Ultratiefkühlschränken, in denen der Impfstoff der Firma Biontech lagern kann. Er hält sich nur bei minus 80 Grad über einen längeren Zeitraum.

 

Zuerst werden in den Impfzentren Risikogruppen geimpft

Aber auch, wenn alle Logistik-Fragen geklärt sind und die Impfzentren voll arbeitsfähig sind, werden nicht sofort alle Menschen in Bayern geimpft werden können. Zuerst sollen laut Gesundheitsministerin Melanie Huml ältere und kranke Personen an die Reihe kommen, dazu Bewohner von Heimen. Danach folgen etwa medizinisches Personal, Polizisten oder auch Lehrer. Erst dann dürfte es für den Rest der Bevölkerung so weit sein.

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19.11.2020

Ich bin jetzt zweimal durch die Corona Infektion also kann meine Impfung gerne jemand anderes haben. Wenn die genauso immunisiert wie eine durchgestande Infektion kann man sie gleich in die Tonne treten.

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18.11.2020

Nur zu Freiwillige vor. Ich warte da lieber ein Jahr ab. Der Impfstoff wurde mit heißer Nadel gestrickt.

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19.11.2020

Ich finde Ihre Position absolut vernünftig.

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22.11.2020

ganz meine Meinung, völlig unverantwortlich, ohne Langzeittests damit zu beginnen, selbst ein ganzes Jahr ist noch zu wenig

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