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04.01.2007

Söder lehnt Mitgliederbefragung strikt ab

CSU-Generalsekretär Markus Söder hat eine Befragung der Parteimitglieder über eine Spitzenkandidatur von CSU-Chef Edmund Stoiber zur Landtagswahl 2008 erneut strikt abgelehnt.

Die Entscheidung werde in der Landtagsfraktion fallen, die eine "repräsentative Basis" der Partei darstelle, sagte Söder am Donnerstag im ZDF. "Diese Entscheidung ist eine Leitentscheidung für die Jahre 2007 und 2008." Eine wie von der Stoiber-Kritikerin und Fürther CSU-Landrätin Gabriele Pauli geforderte Mitgliederbefragung mache keinen Sinn. Der Vorstoß von Pauli sei kein "basisdemokratisches Element", "sondern Teil einer Kampagne".

Die Fraktion sei seit 50 Jahren der Ort, an dem die Spitzenkandidatur bei Landtagswahlen geklärt werde, sagte Söder. "Das tut der CSU gut, das tut Bayern gut." Die "absolute Mehrheit" in der Partei wolle eine Entscheidung in der Fraktion und Stoiber als die Nummer eins behalten. Die CSU müsse nun ihre "legendäre Geschlossenheit" wieder herstellen, sagte Söder. Letztlich schaden könne sich die Partei nur selbst.

Pauli hatte zuvor in einem Interview noch nachgelegt. Der bayerische Ministerpräsident Stoiber habe ein Defizit im Umgang mit Frauen in der Politik, sagte sie der "Berliner Zeitung". "Ich denke, ich wäre eher zu einem Gesprächstermin mit Stoiber gekommen, wenn er nicht manchmal ein Problem hätte, mit Frauen in der Politik umzugehen." Das sehe man auch im Verhältnis zu Kanzlerin Angela Merkel (CDU). "Männer, die noch ein klassisches Rollenbild haben, können oft nicht verstehen, dass Frauen auf gleicher Ebene mit gleicher Kompetenz mitreden."

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