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Weihnachten mit Corona

17.12.2020

Söder verteidigt Ausgangsperre für Kirchen an Heiligabend gegen Kritik

Im Live-Interview mit Chefredakteur Gregor Peter Schmitz verteidigte Ministerpräsident Markus Söder die Corona-Einschränkungen für Kirchen an Heiligabend.
Bild: Ulrich Wagner

Exklusiv Die katholische Kirche in Bayern hatte die Corona-Einschränkungen für Heiligabend kritisiert. Warum Markus Söder die Entscheidung dennoch für richtig hält.

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat das gelten der Ausgangssperre auch an Heiligabend gegen Kritik der katholischen Bischöfe verteidigt. „Ich hätte es nicht richtig gefunden, für die Familien keine Ausnahme zu machen, aber für die Kirchen“, sagte der CSU-Chef unserer Redaktion. Dabei sei es auch um die Frage gegangen, die Ausgangssperre an Weihnachten kontrollieren zu können, wenn wegen der Gottesdienste viele Menschen auf den Straße unterwegs gewesen wären.

Markus Söder: Weihnachten große Herausforderung in Corona-Zeiten

„Die Kirchen haben natürlich die Möglichkeit, den ganzen Tag über Gottesdienste zu machen“, betonte der Ministerpräsident.  Dieses Weihnachtsfest sei wegen unzähliger familiärer Kontakt eine der größten Herausforderungen der gesamten Pandemie. Ohne Ausgangsperre drohe sich das Infektionsgeschehen zu verschärfen „Weihnachten ist nicht nur die normale Feier. Wie wir alle wissen, gibt es oft auch die Party nach der Feier.“

Die bayerischen katholischen Bistümer hatten am Dienstag eine zeitliche Ausweitung der Gottesdienste über den ganzen Abend mit Ausnahmen der Ausgangssperre gefordert.

Sie können sich das ganze Gespräch mit Markus Söder auch hier im Podcast anhören:

Mehr zum Live-Interview mit Markus Söder finden Sie hier:

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Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

17.12.2020

Die Kirchen sollen eben die Zeiten für den Gottesdienst anpassen.

Das Virus macht vor der Kirche nicht Halt und lässt sich wahrscheinlich durch eine Bibel nicht platt hauen.

Andererseits ist das Virus sicher nicht Langschläfer und erst ab 21 Uhr aktiv, weshalb die zeitliche Beschränkung dann beim Gottesdienst wohl wenig Sinn macht, da die Menschen anders als auf privaten Partys sicher nicht hackevoll dicht an dicht in der Kirche kuscheln werden.

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17.12.2020

Die Kirchen sollten mit Beispiel vorangehen und die Gottesdienste genauso einstellen wie die Schließung anderer Einrichtungen. Das Verschieben der Gottesdienste ist ein Unsinn, da dadurch die Ursache einer eventuellen Ansteckung nicht verhindert wird, ob 17:00, 21:00 oder 24:00, das Virus hält sich nicht an die Zeiten! Genauso unsinnig ist die nächtliche Ausgangssperre. Wer schon einmal nachts unterwegs war, wird feststellen (oh Wunder!) dass da weitaus weniger Menschen unterwegs sind als am Tage! Und dann diese Ausgangssperre bei Nichtbeachtung mit min. € 500 zu bestrafen, ist schlimmer als in machen Diktaturen. Was denken sich die Politiker eigentlich dabei? Wer eine Party feiern will, findet immer Wege und Mittel, solche Verbote zu umgehen. Denen ist sowieso nicht zu helfen.

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17.12.2020

Es hat schon etwas von einer Diktatur an sich wenn jemand einfach 1000e von Plänen, ich meine die Kirchen, über den Haufen wirft. Und die Begründung wie immer im Konjunktiv (Ich "hätte" ...) und unverhältnismäßig.

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17.12.2020

Wenn ein Teil der Bevölkerung nicht in der Lage ist, mit klarem Verstand das notwenige zu tun, dann muss es eben die Politik machen. Dafür bezahlen und wählen wir unsere Politiker. Eigentlich wäre das auch die Aufgabe der Kirchenfürsten, aber die sind nur am Erhalt ihrer Pfründe interessiert (zumindest die meisten der obersten Chefs). Das Gejammer wegen der Einschränkungen ist unerträglich. Unsere Großeltern haben 2 Weltkriege ertragen müssen und trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen, unseren heutigen Wohlstand aufgebaut.

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