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19.02.2013

Sparkassen: Ulrich Netzer ist einziger Kandidat

Steht bei den Sparkassen-Voständen hoch im Kurs. Kemptener OB Ulrich Netzer.
Bild: AZ

Der Städtetag will heute den Kemptener OB für das Amt des Präsidenten nominieren. Bisher liefen die Wahlen nicht reibungslos ab.

Der Weg an die Spitze des Bayerischen Sparkassenverbandes ist für Kemptens Oberbürgermeister Ulrich Netzer (CSU) frei. Nach Informationen unserer Zeitung wird er heute in der Vorstandssitzung des Bayerischen Städtetags in München keinen Gegenkandidaten haben.

Auch Landkreis- und Gemeindetag sowie die Sparkassen sollen für den Fall der Nominierung des 57-Jährigen ihre Zustimmung schon signalisiert haben. Netzer könnte somit beim Sparkassentag im Juni in Kelheim gewählt werden und dann im April kommenden Jahres das Amt des Sparkassenpräsidenten von Theo Zellner (CSU) übernehmen.

Ulrich Netzer ist Wunschkandidat des Städtetags

Dass der Wechsel derart reibungslos über die Bühne zu gehen scheint, ist nicht selbstverständlich. 2010, als der damalige Sparkassenpräsident Siegfried Naser im Gefolge der Landesbankaffäre zurückgetreten war, hatten sich die kommunalen Spitzenverbände zunächst nicht auf einen Kandidaten einigen können. Der Chamer Landrat Zellner, damals Präsident des Landkreistags, setzte sich unter mehreren Kandidaten durch.

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Gleichzeitig wurde zwischen den kommunalen Spitzenverbänden vereinbart, dass beim nächsten Wechsel der Städtetag das Vorschlagsrecht hat. Dieses Mal scheint sich alles in größtem Einvernehmen regeln zu lassen. Netzer ist, nachdem auch der Erlanger Oberbürgermeister Siegfried Balleis (CSU) keine Ambitionen erkennen ließ, der Wunschkandidat des Städtetags. Dass er heute als Kandidat nominiert wird, gilt als sicher.

Widerstand von den Sparkassen ist nicht zu erwarten

Offiziell bestätigt wird dies allerdings noch nicht. Netzer will sich erst nach der Sitzung äußern. Der Nürnberger Oberbürgermeister und bayerische Städtetagspräsident Ulrich Maly (SPD) sagte gestern auf Anfrage: „Mir ist sehr daran gelegen, das in einem anständigen Verfahren hinter uns zu bringen.“ Schließlich hätten die Verbände beim letzten Mal „etwas schlechtere Haltungsnoten“ bekommen. Ähnliche Antworten sind auch aus dem Landkreis- und Gemeindetag zu erhalten.

Jakob Kreidl (CSU), der Präsident des Landkreistags, lobt Netzer als „überaus kompetent und sachkundig“ und sagt: „Ich kann mir gut vorstellen, dass seine Kandidatur beim Landkreistag sehr positiv aufgenommen wird.“

Wenn Städte, Kreise und Gemeinden sich einig werden, kommt es im Verwaltungsrat des Sparkassenverbandes noch auf die Stimmen der Sparkassenvorstände an. Widerstand ist von dieser Seite allerdings nicht zu erwarten. Sparkassenpräsident Zellner sagt: „Ich gehe davon aus, dass ein einmütiger Vorschlag von kommunaler Seite auch von den Sparkassen mitgetragen wird.“Bei den Vorständen der 73 Sparkassen, so heißt es von allen Seiten, stehe der Jurist und Finanzfachmann Netzer ganz hoch im Kurs.

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